Brände, Italien

Hitze und Trockenheit verursachen Dauerstress für Feuerwehren und Urlauber in Südeuropa.

18.07.2017 - 15:58:05

Italien, Kroatien, Montenegro - Waldbrände in Südeuropa - Badegäste fliehen vor Rauchwolken. In mehrere Ländern brennen Wälder. Erste Erfolge können die Einsatzkräfte aber schon verbuchen.

Rom/Split - Waldbrände mitten in der Urlaubszeit: In mehreren Regionen Südeuropas kämpfen die Feuerwehren gegen Flammenwalzen, die auch Touristenorte bedrohen. In Mittel- und Süditalien sind die Einsatzkräfte im Dauerstress.

Brände in einem Pinienwald am Rande von Rom konnten am Dienstag unter Kontrolle gebracht werden, wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte. Die davon ausgehenden Rauchsäulen hatten am Montag auch Badegäste im nahen Ostia verschreckt.

Die Flammen richteten großen Schaden an, wie Medien berichteten. Betroffen von Wald- und Buschbränden sind in Italien neben der Region Latium auch Kampanien, die Toskana, Kalabrien und Apulien. Auch auf Sizilien brannte es in den vergangenen Tagen immer wieder. Mehrere Verdächtige, die Brände gelegt haben könnten, wurden festgenommen.

Allein am Montag war die italienische Feuerwehr mehr als 1000 Mal ausgerückt. Sie appellierte an Bürger und Touristen, vorsichtig zu sein: «Verbrennt euch nicht den Sommer.» In vier Wochen ist in Italien fast so viel Waldfläche verbrannt wie im gesamten vergangenen Jahr. Seit Mitte Juni sind seien mehr als 26 000 Hektar in Flammen aufgegangen, teilte der Umweltschutzverbande Legambiente mit.

In der Nähe der südfranzösischen Metropole Nizza brachten etwa 450 Feuerwehrmänner einen Waldbrand unter Kontrolle. Etwa 100 Hektar Wald gingen bei Castagniers in Flammen auf, berichtete der Sender Franceinfo. Häuser mussten wegen des Feuers nicht geräumt werden.

Auch in Kroatien und in Montenegro waren Löschtrupps im Dauereinsatz. Feuerwehr und Soldaten mussten unter anderem ein Übergreifen der Waldbrände auf die Adriastadt Split verhindern. Die Urlaubermetropole sei «verteidigt» worden, teilten die Einsatzkräfte am Dienstag mit. Die Feuerwalze zwischen den Orten Omis und Split habe 4500 Hektar Wald vernichtet. Da innerhalb von wenigen Stunden an 20 verschiedenen Stellen Feuer ausgebrochen war, spekulierten die Medien über Brandstiftung.

In Griechenland entspannte sich die Lage dagegen nach Tagen mit großer Hitze und Trockenheit. Ein starker Sturm mit viel Regen zog über das Land. Laut Feuerwehr brachen am Montag landesweit 23 Busch- und Waldbrände aus, sie konnten aber alle rasch gelöscht werden.

@ dpa.de

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