Gesellschaft, Kriminalität

Heroin, Kokain oder Crack: Seit einigen Jahren sterben wieder mehr Menschen in Deutschland an ihrer Drogensucht.

08.05.2017 - 07:22:05

Drogenbericht - Stoffqualität und niedrige Preise: Mehr Tote durch Drogen. Wird sich der Trend fortsetzten? Am Montag kommen die neuen Zahlen.

Berlin (dpa) - Gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt gibt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), in Berlin die Zahl der Drogentoten 2016 bekannt. Seit einigen Jahren steigt die Opferzahl wieder.

Gründe dafür sind Experten zufolge eine steigende Stoffqualität und sinkende Preise.

2015 gingen die meisten Drogentoten auf den Konsum von Heroin zurück, hieß es bei der Vorstellung des Jahresberichts zur Rauschgiftkriminalität im vergangenen Jahr. Auch sogenannte Legal Highs hätten zum Anstieg der Todeszahlen beigetragen.

Die Zahl der Drogentoten war 2015 um 18,8 Prozent auf 1226 gestiegen. Ein Jahr zuvor waren es 1032 - 2013 noch 1002 Drogentote. Bis 2012 ging die Opferzahl zurück.

Der Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, Raphael Gaßmann forderte ein Umdenken in der Drogenpolitik. «Dass die Substanzen immer reiner und preiswerter werden, zeigt, dass wir mit der Verbotspolitik an diesem Ende nicht weiter kommen», sagte Gaßmann der Deutschen Presse-Agentur. Für Bundes- und Länderregierungen bestehe längst dringender Handlungsbedarf, ein «Weiter so» könne es nicht geben. «Wir brauchen fachpolitische Lösungen», sagte der Suchtexperte.

Seit Jahren steige die Zahl der Drogentoten wieder, seit Jahren klagten Politiker darüber. «Aber es ändert sich nichts», sagte Gaßmann mit Blick auf die Vorstellung des Berichts. Die gesundheitliche Versorgung von Suchtkranken etwa in Gefängnissen müsse besser werden. Viele der Drogentoten seien abhängige Häftlinge gewesen. Einige würden schon kurz nach ihrer Entlassung an einer Überdosierung sterben, weil sie im Gefängnis nicht oder nur unzureichend mit beispielsweise dem Heroin-Ersatzstoff Methadon versorgt würden.

@ dpa.de

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