Konflikte, Atom

Hat Nordkorea ein Flugmanöver amerikanischer Bomber in der Nähe seiner Küste nicht voll registriert? Davon geht der südkoreanische Geheimdienst aus.

26.09.2017 - 12:58:05

Eskalierender Konflikt - Bericht: Nordkorea verlegt Kampfflugzeuge an die Ostküste. Jetzt will Nordkorea offenbar seine Verteidigungsstellung verstärken.

Seoul/Washington - Im schärfer werdenden Konflikt mit den USA baut Nordkorea nach Medienberichten seine Verteidigungsstellung an der Ostküste aus und hat Kampfflugzeuge dorthin verlegt.

Nordkorea reagierte damit offensichtlich auf die Entsendung mehrerer Langstreckenbomber und Kampfjets der USA in den internationalen Luftraum vor seiner Küste am vergangenen Samstag, wie südkoreanische TV-Sender und die Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag unter Berufung auf den Geheimdienst und Abgeordnete in Seoul berichteten. 

Am Montag hatten sich beide Länder im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm einmal mehr einen rhetorischen Schlagabtausch geliefert. Russland spricht unterdessen hinter den Kulissen mit Nordkorea über eine Entspannung in dem Konflikt. Das sagte der Leiter der Abteilung für Rüstungskontrolle im Außenministerium, Michail Uljanow, am Dienstag in Moskau.

Die Verlegung der Kampfflugzeuge sei Teil von Maßnahmen, die Nordkorea getroffen haben könnte, um seine Küstenverteidigung zu verstärken, hieß es in den Berichten. Der südkoreanische Geheimdienst geht demnach davon aus, dass das nordkoreanische Militär den Flug der US-Bomber in der Nacht zum Sonntag vermutlich nicht vollständig erfasst habe. Das Land habe keine sofortigen Gegenmaßnahmen getroffen.  

Die USA hatten die Bomber des Typs B-1B von der Pazifikinsel Guam und Kampfjets in das Gebiet östlich von Nordkorea geschickt, um militärische Stärke zu demonstrieren.  

Das Weiße Haus in Washington wies am Montag (Ortszeit) eine Aussage Nordkoreas als absurd zurück, Präsident Donald Trump habe dem Regime in Pjöngjang den Krieg erklärt. Das hatte der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho zuvor in New York gesagt. Der Chefdiplomat des autoritär regierten Landes drohte auch mit dem Abschuss amerikanischer Kampfjets.

Er reagierte damit auf Äußerungen Trumps. Der US-Präsident hatte am Samstag getwittert, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und seine Regierung würden nicht mehr lange existieren. 

Trumps Sprecherin Sarah Sanders nannte den Vorhalt einer Kriegserklärung absurd. Man habe dies nicht getan. Es sei für ein Land zudem niemals angemessen, Flugzeuge eines anderen Landes im internationalen Luftraum abschießen zu wollen, fügte sie hinzu.

Das US-Verteidigungsministerium erklärte, man sei darauf vorbereitet, die USA und verbündete Staaten zu verteidigen. «Wenn Nordkorea seine Provokationen nicht einstellt, werden wir dem Präsidenten Optionen anbieten, um mit Nordkorea umzugehen», sagte Pentagon-Sprecher Robert Manning. 

Trumps Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster sagte, die Regierung hoffe darauf, einen Krieg vermeiden zu können. Man könne die Möglichkeit aber nicht unberücksichtigt lassen.

In Moskau sagte Uljanow der Agentur Interfax zufolge: «Wir bemühen uns wenigstens, die Situation in eine akzeptable Richtung zu bringen.» Details nannte er nicht. Nordkorea verfüge den letzten Waffentests nach zu urteilen über Atomwaffen. «Aber das bedeutet nicht, dass die internationale Gemeinschaft es offiziell als Nuklearmacht anerkennen wird.» Moskau trete weiter für Verhandlungen ein. Jede militärische Lösung bedeute eine Katastrophe, warnte Uljanow. 

Der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA hatte sich zuletzt bei der UN-Vollversammlung in der vergangenen Woche zugespitzt. Trump drohte Nordkorea in seiner Rede mit völliger Zerstörung für den Fall eines Angriffs auf die USA oder deren Verbündete. Das Atomprogramm des Landes sei eine Gefahr für die ganze Welt.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un beschimpfte Trump daraufhin in einer Erklärung als «geisteskranken» Greis. Außenminister Ri signalisierte zudem, dass Nordkorea eine Wasserstoffbombe im Pazifik testen könnte. Der UN-Sicherheitsrat hatte die Sanktionen gegen Pjöngjang nach dessen Atomtest am 3. September deutlich verschärft.

@ dpa.de

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