G20, International

Hamburg - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Auswahl Hamburgs als Ort für den G20-Gipfel auch nach den Krawallen der vergangenen Tage verteidigt.

09.07.2017 - 11:56:08

Nach G20-Krawallen - Steinmeier verteidigt Hamburg als G20-Standort

«Ein demokratisch gefestigtes Land wie Deutschland sollte auch das Selbstbewusstsein haben und sagen: Jawohl, solche Konferenzen müssen nicht nur sein, sondern wenn sie sein müssen, dann können sie auch bei uns stattfinden, und wir werden das garantieren», sagte Steinmeier am Sonntag in Hamburg.

Er traf sich bei seinem Besuch mit Sicherheitskräften und betroffenen Bewohnern und wurde von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) begleitet.

Auf die Frage, ob die Sicherheitslage vor dem Treffen der großen Wirtschaftsnationen am Freitag und Samstag unterschätzt worden sei, sagte Steinmeier, in den Medien sei vor der Konferenz gewarnt worden, «dass Hamburg eine Chance auslässt, wenn hier nicht ein großes, internationales Volksfest gefeiert wird». Zudem habe es geheißen, die Stadt schotte sich zu sehr durch übertriebene Sicherheitsmaßnahmen ab. Deshalb solle man «jetzt auch mit Maß und Erinnerung an das, was vor dem G20-Gipfel gesagt und geschrieben wurde, an die Beurteilung im Nachhinein herangehen».

Bürgermeister Olaf Scholz will am Mittag mit Innensenator Andy Grote (beide SPD), dem Polizeipräsidenten und dem Einsatzleiter vor die Medien treten, um die Ereignisse zu bewerten. Auch CDU-Fraktionschef André Trepoll will seine Sicht der Dinge darlegen. Weitere Demonstrationen sind nicht mehr angemeldet.

Wegen der schweren Ausschreitungen hatten CDU und FDP bereits Kritik an Scholz und Grote geübt. Sie hätten ihr Sicherheitsversprechen gebrochen und die Gewaltbereitschaft der linksradikalen Demonstranten massiv unterschätzt. Dem widersprach Scholz.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Opfern der Gewalt schnellstmögliche Hilfe und Entschädigung zugesagt. Zum Abschluss des Treffens der Staats- und Regierungschefs zeigte sie sich am Samstag empört über die Ausschreitungen von Linksradikalen: «Die entfesselte Gewalt und ungehemmte Brutalität, auf die die Polizei in diesen Tagen des G20-Gipfels immer wieder getroffen ist, verurteile ich auf das Schärfste.» Zugleich verteidigte Merkel ihre Entscheidung, das Spitzentreffen der großen Wirtschaftsmächte in Hamburg auszurichten.

@ dpa.de

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