Mitteldeutsche Zeitung

Halle - Das Ermittlungsverfahren gegen den Sachsen-Anhalter AfD-Landtagsabgeordneten Matthias Büttner steht kurz vor dem Abschluss.

15.11.2017 - 04:06:38

Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Politik Vergewaltigungs-Ermittlungen gegen AfD-Politiker vor dem Abschluss. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe). Die Staatsanwaltschaft Erfurt prüft den Tatvorwurf der Vergewaltigung, Büttner bestreitet ihn.

Halle - Das Ermittlungsverfahren gegen den Sachsen-Anhalter AfD-Landtagsabgeordneten Matthias Büttner steht kurz vor dem Abschluss. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe). Die Staatsanwaltschaft Erfurt prüft den Tatvorwurf der Vergewaltigung, Büttner bestreitet ihn. Wichtige Erkenntnisse könnte nun ein Smartphone liefern. Die Staatsanwaltschaft hat es nach Informationen der Zeitung Ende Oktober bei einem Magdeburger Rechtsanwalt beschlagnahmt. Am 16. November vor einem Jahr hatte Büttner bei einer Tagung in Erfurt mit seiner Referentin Lena K. in einem Hotel-Doppelzimmer übernachtet. Fünf Wochen später erstattete die Frau Anzeige. Sie wirft dem Abgeordneten einen sexuellen Übergriff in jener Nacht vor. Das beschlagnahmte Handy könnte die Rekonstruktion des Geschehens entscheidend voranbringen. Das Gerät gehört dem mutmaßlichen Opfer und soll Text- und Sprachnachrichten enthalten, die Büttner und seine Mitarbeiterin über Monate hinweg ausgetauscht haben. Bis jetzt lag das Telefon bei einem Rechtsanwalt, dem sich K. zunächst anvertraut, von dem sie sich später aber getrennt hatte. Die gespeicherten Dateien werden nun ausgewertet. Nach der Sichtung wollen die Ermittler entscheiden, ob sie Anklage erheben. Büttner selbst hatte Ende Januar erklärt, er sei unschuldig: "Ich habe die in der Presse über mich verbreiteten Vorwürfe nicht begangen." Die zuständige Staatsanwaltschaft Erfurt spricht von "umfangreichen und schwierigen Ermittlungen", die noch nicht abgeschlossen seien. Nach MZ-Informationen hat die Polizei mindestens zwei AfD-Landtagsabgeordnete zu den Geschehnissen befragt.

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