Extremismus, Demonstrationen

Gerichtlich konnte das Neonazi-Konzert in Themar nicht verhindert werden.

15.07.2017 - 14:27:25

Viele Gegenproteste - Großes Neonazi-Konzert mit Tausenden Rechten. Dennoch müssen die Rechten mit viel Protest rechnen. Sie sollen sich in der südthüringischen Kleinstadt nicht wohlfühlen.

Themar - Zum wohl bundesweit größten Neonazi-Konzert des Jahres im südthüringischen Themar sind vor Festivalbeginn bereits rund 3500 Rechte angereist. Die Polizei sprach am frühen Nachmittag von einem anhaltenden starken Zulauf.

Damit waren rund zwei Stunden vor dem rechten Rockkonzert bereits mehr Teilnehmer als vor einem Jahr angereist. Die Besucher, teils mit T-Shirt-Aufschriften wie «Sturm auf Themar» oder «Frei wie ein Vogel», wurden vor Eintritt in das mit hohen Gittern eingezäunte Festivalgelände von der Polizei durchsucht. Auf der Wiese war ein riesiges Zelt aufgebaut, das laut Polizei die erwarteten 5000 Menschen fassen kann.

Dagegen war in der 3000-Einwohner-Stadt von den neun angekündigten Protestveranstaltungen gegen Rechts mit bis zu 2000 Demonstranten kaum etwas zu sehen. Laut Polizei demonstrierten vor dem Konzertgelände etwa 75 Menschen sowie in der mit Plakaten geschmückten Stadt und an diversen Ständen noch einmal wenige Dutzend.

Knapp 1000 Polizisten aus Thüringen und mehreren Bundesländern sind im Einsatz - auch um die beiden Blöcke voneinander zu trennen. Polizei und Thüringer Innenministerium gingen davon aus, dass die Polizistenzahl laut Sicherheitskonzept und Einschätzung des möglichen Gewaltpotentials ausreicht.

«Wir gehen nicht vom dem großen Gewaltpotential aus - auch, weil die Wiese für das Konzert eingezäunt ist», sagte ein Ministeriumssprecher. Kurzfristig habe es zwar eine Absage für eine Hundertschaft aus Brandenburg gegeben, die zu einem dortigen Einsatz gerufen wurde. Diese Absage könne jedoch bei Bedarf kompensiert werden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

G20-Geschädigten soll mit 40 Mio. Euro geholfen werden. Bund und die Stadt Hamburg wollen insgesamt 40 Millionen Euro bereitstellen, wie ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums in Berlin bestätigte. Der Fonds soll allerdings nur nicht versicherte Schäden abdecken. Die Handelskammer Hamburg forderte, dass alle geschädigten Unternehmen einen Rechtsanspruch auf vollständige Entschädigung durch den Staat erhalten sollten, ohne ihre Versicherungen in Anspruch nehmen zu müssen. Berlin - Nach den Hamburger G20-Krawallen bahnt sich eine Auseinandersetzung um die Höhe der Entschädigungen an. (Politik, 20.07.2017 - 16:48) weiterlesen...

Fonds für Sachschäden - Bis zu 40 Mio Euro für Geschädigte der G20-Krawalle. Einigen ist das allerdings zu wenig. Für die Entschädigung von Opfern der Krawalle beim G20-Gipfel wollen der Bund und die Stadt Hamburg bis zu 40 Millionen Euro bereitstellen. (Politik, 20.07.2017 - 16:34) weiterlesen...

Fonds für Sachschäden - Bis 40 Mio Euro für Geschädigte der G20-Krawalle Berlin - Für die Entschädigung von Opfern der Krawalle beim G20-Gipfel Anfang Juli wollen der Bund und die Stadt Hamburg bis zu 40 Millionen Euro bereitstellen. (Politik, 20.07.2017 - 08:20) weiterlesen...

Geschädigten der G20-Krawalle soll mit 40 Mio Euro geholfen werden. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Nach Informationen von «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» soll die Entschädigung über einen Härtefallfonds abgewickelt werden, von dem der Bund die Hälfte trägt. Bei den Ausschreitungen hatten Randalierer auch Geschäfte geplündert und Autos angezündet. Der Fonds soll für Sachschäden aufkommen, «für die kein Versicherungsschutz besteht». Berlin - Für die Entschädigung von Opfern der Krawalle beim G20-Gipfel Anfang Juli wollen der Bund und die Stadt Hamburg bis zu 40 Millionen Euro bereitstellen. (Politik, 20.07.2017 - 00:12) weiterlesen...