Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung

Essen - Die freiheitlich-demokratische Grundordnung, dem christlich-jüdischen Erbe entsprungen und vom Geist der Aufklärung entscheidend geprägt, deklariert die Religion zur Privatsache und garantiert die Freiheit, sich zu jedwedem Glauben zu bekennen.

24.08.2017 - 21:21:33

NRZ: Die religiöse Vielfalt sollte stolz machen - ein Kommentar von JAN JESSEN. Der Islam kennt zig Ausprägungen und Lesarten.

Essen - Die freiheitlich-demokratische Grundordnung, dem christlich-jüdischen Erbe entsprungen und vom Geist der Aufklärung entscheidend geprägt, deklariert die Religion zur Privatsache und garantiert die Freiheit, sich zu jedwedem Glauben zu bekennen. Der Islam kennt zig Ausprägungen und Lesarten. Insofern muten Studien, die speziell Muslime als quasi-homogone Gruppe betrachten und die Frage untersuchen, wie sie sich integrieren, seltsam an - es gibt keine Studien zur Integration von christlichen Zuwanderern, die nur ansatzweise ähnlich große Schlagzeilen machen. Sprich: Die Tatsache, dass es diese Studien gibt und wie sie wahrgenommen werden, zeigt, wie sehr das Deutschland, das sich die Religionsfreiheit ins Grundgesetz geschrieben hat, noch mit dem Islam fremdelt. Das Ergebnis der aktuellen Bertelsmann-Studie gibt dafür eigentlich keinen Anlass. Fast alle Muslime fühlen sich mit Deutschland verbunden, Sprachkompetenz, Bildungserfolge und die Integration in den Arbeitsmarkt sind auf einem immer besseren Niveau. Aber: Integration bedeutet nicht Assimilation, das zeigt die verstörende Begeisterung vieler türkischstämmiger, muslimischer Deutscher für den Despoten Erdogan; was über Jahre zusammengewachsen ist, kann schnell durch tiefer werdende Gräben zerrissen werden. Dagegen muss eine Gesellschaft gemeinsam ankämpfen. Religiöse Vielfalt sollte in Deutschland im Jahr 2017 ein Grund zum Stolz sein sollte, nicht zur Furcht. Es wäre ein Erfolg, wenn solche Studien irgendwann nicht mehr notwendig wären.

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