Erdbeben, Iran

Es war der stärkste Erdstoß seit fast 30 Jahren in der Region: Ein Beben der Stärke 7,3 hat in der Nacht die kurdische Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak erschüttert.

13.11.2017 - 15:40:06

Rund 350 Tote - Schweres Erdbeben zwischen Iran und Irak. Die Behörden zählen bislang etwa 350 Tote, doch diese Zahl könnte noch steigen.

  • Schweres Erdbeben zwischen Iran und Irak - Foto: Google/dpa

    Die Google-Earth-Satellitenaufnahme zeigt die beiden Städte Bagdad (Irak) und Teheran (Iran) sowie das Epizentrum des Erdbebens, vermutlich in der iranischen Provinz Kermanschah. Foto: Google/dpa

  • Erdbeben in Iran - Foto: Pouria Pakizeh/Iranian Students News Agency/AP

    Überlebende des Bebens im iranischen Sarpol-E-Zahab stehen vor zerstörten Gebäuden. Foto: Pouria Pakizeh/Iranian Students News Agency/AP

  • Zerstörte Gebäude - Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

    Zerstörung in Sarpol-E-Zahab: Weitere Opfer werden befürchtet. Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

  • Erdbeben Iran - Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

    Nach dem schweren Erdbeben in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Nordirak ist die Zahl der Toten. Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

  • Zerstörung - Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

    Das Erdbeben der Stärke 7,3 hatte die Region am Sonntagabend erschüttert. Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

Schweres Erdbeben zwischen Iran und Irak - Foto: Google/dpaErdbeben in Iran - Foto: Pouria Pakizeh/Iranian Students News Agency/APZerstörte Gebäude - Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/APErdbeben Iran - Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/APZerstörung - Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

Teheran/Bagdad ? Bei einem schweren Erdbeben in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak sind mindestens rund 350 Menschen ums Leben gekommen.

Laut Innenministerium in Teheran wurden im Iran 348 Tote und 6600 Verletzte gezählt und weitere Opfer befürchtet, im Irak kamen zunächst 8 Todesopfer hinzu.

Das Erdbeben der Stärke 7,3 hatte die südlichen Kurdengebiete in der Grenzregion am Sonntagabend (Ortszeit) erschüttert. Laut Geoforschungszentrum Potsdam lag der Mittelpunkt des Bebens in etwa 34 Kilometern Tiefe in der westiranischen Provinz Kermanschah.

Rettungskräfte konnten erst acht Stunden nach dem Beben ihre Bergungsarbeiten wirklich beginnen. Sie mussten warten, bis es in den betroffenen Gebieten wieder hell wurde. Danach stiegen die Opferzahlen fast im Minutentakt. Bis Montagmittag gab es zudem über 140 Nachbeben in mehreren Provinzstädten.

Nach Angaben der Rettungsorganisation Roter Halbmond waren besonders die drei Grenzstädte Sare Pole Sahab, Ghassre Schirin und Asgal von dem Beben betroffen - hier wurden die meisten Tote gezählt. In der Provinzhauptstadt Kermanschah gab es weniger Tote und Schäden, trotzdem verbrachten zahlreiche Menschen die Nacht aus Angst vor weiteren Beben im Freien.

Das Beben in Kermanschah war das schlimmste seit 1990. Damals gab es in Rudbar in der nordiranischen Gilan Provinz eine Erschütterung der Stärke 7,4. Mehr als 35 000 Menschen kamen ums Leben. Ein verheerendes Beben ereignete sich 2003 in Bam in Südostiran mit über 26 000 Toten. Das letzte größere Beben in der Kermanschah-Provinz war laut Medienberichten 1847.

Die Krankenhäuser in Kermanschah sind laut Augenzeugen überfordert. Das Gesundheitsministerium in Teheran hat daher mehr als 100 Ärzte in die Region entsandt, um in mobilen Kliniken in den Grenzstädten den Menschen zu helfen. Die Schwerverletzten werden nach Teheran geschickt. Präsident Hassan Ruhani wollte am Dienstag die Erdbebengebiete besuchen. Am Montag versprach er den betroffenen Menschen jede mögliche Hilfe. Das Beben habe für alle Ministerien höchste Priorität, so der Präsident.

Auf irakischer Seite hielt sich die Opferzahl vergleichsweise in Grenzen. Acht Menschen seien im Nordirak getötet worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Zudem wurden 535 Personen verletzt. Die Behörden in den kurdischen Orten Sulaimanija und Halabdscha gaben Angestellten am Montag für die Aufräumarbeiten frei. In der Region wurden Hunderte Häuser zerstört. Die bergige Region um Sulaimanija im Südosten der Region Kurdistan ist bei der vornehmlich kurdischen Bevölkerung ein beliebtes Urlaubsgebiet.

Papst Franziskus sei angesichts der Schwere des Erdbebens tief bestürzt, hieß es am Montag in einem Telegramm des Vatikans. Allen, «die den Verlust ihrer Angehörigen beklagen», versicherte das katholische Kirchenoberhaupt, für die Toten zu beten.

Etwas später am Sonntagabend (Ortszeit) erschütterte ein starkes Erdbeben die Pazifikküste von Costa Rica. Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,4 lag südöstlich des Badeortes Jacó im Pazifik, vor der Westküste des mittelamerikanischen Landes, wie die nationale seismologische Beobachtungsstelle mitteilte. Die Opferzahl blieb zunächst niedrig. Zwei Menschen starben an einem Herzinfarkt, wie die örtliche Zeitung «La Nación» schrieb.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Baby nach drei Tagen im iranischen Erdbebengebiet lebendig geborgen. Die Helfer konnten das Kind in der Nacht in der Stadt Sare Pole Sahab retten. Dem Baby soll es gut gehen, es steht bis auf weiteres unter Beobachtung. Bei dem Erdbeben der Stärke 7,3 am Sonntagabend in der Grenzregion zum Irak war Sare Pole Sahab die am schlimmsten betroffene Stadt. Es gab insgesamt 432 Tote und fast 7900 Verletzte. Sare Pole Sahab - Iranische Rettungskräfte haben ein seit drei Tagen unter Trümmern begrabenes Baby lebendig geborgen. (Politik, 15.11.2017 - 17:04) weiterlesen...

Iran: Rettungsarbeiten nach Erdbeben großteils beendet. Dennoch werde in einigen Teilen der Provinz immer noch nach Überlebenden gesucht, sagte ein Ministeriumssprecher. Bei dem schweren Erdbeben der Stärke 7,3 an der Grenzregion zum Irak kamen laut dem Sprecher mehr als 430 Menschen ums Leben. Von den fast 8000 Verletzten seien über 1000 schwerer verletzt. Gleichzeitig beginnen die Aufbauarbeiten. Kermanschah ? Nach dem Erdbeben im Iran sind die Rettungsarbeiten in den meisten Teilen der Provinz Kermanschah nach Angaben des Innenministeriums beendet. (Politik, 15.11.2017 - 08:08) weiterlesen...

Ruhani sagt raschen Wiederaufbau der Erdbebengebiete zu. «Heute stehen alle Iraner hinter Kermanschah, und wir werden alles tun, damit die Menschen hier diese Tragödie schneller vergessen können», sagte er nach seiner Ankunft im Katastrophengebiet. Laut jüngsten offiziellen Angaben kamen nach dem Erdstoß der Stärke 7,3 in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak 432 Menschen ums Leben. Außerdem wurden fast 7900 Verletzte gezählt. Kermanschah - Irans Präsident Hassan Ruhani hat den Menschen in der Kermanschah-Provinz einen schnellen Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben zugesagt. (Politik, 14.11.2017 - 17:04) weiterlesen...

Ruhani besucht Erdbebengebiet an der Grenze zum Irak. Man werde alles tun, damit die Menschen diese Tragödie schneller vergessen können, sagte Ruhani nach seiner Ankunft im Katastrophengebiet. Aus Teheran soll vor allem Unterstützung beim Wiederaufbau der Häuser kommen. Offiziellen Angaben zufolge kamen bei dem Erdstoß der Stärke 7,3 in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak 423 Menschen ums Leben, mehr als 7000 wurden verletzt. Kermanschah - Irans Präsident Hassan Ruhani hat den Menschen in der vom Erdbeben betroffenen Region einen raschen Wiederaufbau zugesagt. (Politik, 14.11.2017 - 09:18) weiterlesen...

Bisher wenig Hilfe - Ruhani sagt raschen Wiederaufbau der Erdbebengebiete zu. Die betroffenen Menschen hadern teilweise mit der offiziellen Hilfe. Nun sucht der Präsident die Katastrophenregion auf. Nach dem schweren Erdbeben in der Grenzregion zwischen Iran und Irak mit mehr als 400 Toten verordnet Teheran einen staatlichen Trauertag. (Politik, 14.11.2017 - 09:04) weiterlesen...

Iran erklärt Staatstrauer für Erdbebenopfer. Das Kabinett drückte in einer Stellungnahme sein Mitgefühl für die Opfer und ihre Angehörigen aus und wünschte den Verletzten eine baldige Genesung, wie die Nachrichtenagentur Irna berichtete. Irans Präsident Hassan Ruhani will heute die Erdbebengebiete besuchen. Ein Erdstoß der Stärke 7,3 hatte am Sonntagabend die südlichen Kurdengebiete in der Region erschüttert. Teheran ? Nach dem schweren Erdbeben in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak mit mehr als 400 Toten hat die iranische Regierung den heutigen Dienstag zum staatlichen Trauertag erklärt. (Politik, 14.11.2017 - 04:06) weiterlesen...