Kriminalität, Internet

Es ist ein Fall von außergewöhnlicher Brutalität - und die Ermittler gingen bei der Aufklärung außergewöhnliche Wege.

09.10.2017 - 22:08:07

«Das ist die letzte Maßnahme» - Missbrauchsbilder im Darknet - Opfer und Täter identifiziert. Nur Stunden später kann das BKA im Fall eines missbrauchten kleinen Mädchens einen Erfolg vermelden.

Wiesbaden - Nur Stunden nach einer aufsehenerregenden Fahndung mit Fotos eines missbrauchten kleinen Mädchens haben die Ermittler nach eigenen Worten Opfer und Täter identifiziert. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Abend über Facebook mit.

Die Fahndung im Fall des schweren sexuellen Missbrauchs des zuvor unbekannten Kindes sei erfolgreich beendet.

Die Ermittler waren am Montag mit Fotos eines Mädchens an die Öffentlichkeit gegangen, das sie auf ein Alter von vier bis fünf Jahren schätzten. Der bis dahin noch unbekannte Beschuldigte soll das Kind zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 mehrfach schwer sexuell missbraucht haben. Er soll Aufnahmen des sexuellen Missbrauchs hergestellt und diese anschließend auf einer kinderpornografischen Plattform im sogenannten Darknet verbreitet haben.

Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt begründete den ungewöhnlichen Schritt, Fotos vom Opfer zu veröffentlichen: «Das ist die letzte Maßnahme, um den Täter zu identifizieren. Darauf greifen wir nur zurück, wenn alle anderen Möglichkeiten nicht zum Ziel geführt haben.» Zudem sei Dringlichkeit geboten.

Die Kinderporno-Szene spielt sich nach Einschätzung von Ermittlern mittlerweile überwiegend im Darknet, dem verborgenen Teil des Internets, ab. Dort können sich Internetnutzer fast komplett anonym bewegen. Dieser Bereich des Internets wird von Menschen genutzt, die viel Wert auf Privatsphäre legen oder in einem repressiven politischen System leben - aber auch von Kriminellen.

In einem anderen Fall waren Ermittler erst im Juli über ein Foto eines Missbrauchsopfers auf die Spur von Kinderschändern gekommen - eine Lehrerin aus Wien hatte das sieben Jahre alte Mädchen schließlich erkannt. Der Vater soll in dem Fall seine Tochter und ihren zwei Jahre jüngeren Bruder über Jahre schwer sexuell missbraucht und dies auch gefilmt haben. Zudem soll er seine Kinder über eine inzwischen zerschlagene Darknet-Plattform mindestens an zwei andere Männer vermittelt haben.

Pädophile bewegen sich aber auch im frei zugänglichen Netz, um dort in der Masse unterzutauchen. Ebenfalls im Juli war ein loses Szene-Netzwerk mit Dutzenden Verdächtigen aufgeflogen, das Material über den legalen Onlinedienst «Chatstep» ausgetauscht hatte.

@ dpa.de

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