Kriminalität, Prozesse

Es ist der erste Strafprozess gegen eine direkte Angehörige des Königshauses: Spanien wartet auf das Urteil im Korruptionsverfahren gegen die spanische Infantin.

17.02.2017 - 11:00:06

Finanzskandal - Spannung in Spanien vor Urteil gegen Infantin Cristina

Palma - Spanien wartet mit Spannung auf das Urteil im Korruptionsprozess gegen die Infantin Cristina und ihren Ehemann Iñaki Urdangarin.

Es soll an diesem Freitag vom zuständigen Gericht in der mallorquinischen Hauptstadt Palma verkündet werden. Die Ermittlungen in der Finanzaffäre waren bereits im Jahr 2010 eingeleitet worden.

Gegen Cristina war Ende 2014 Anklage wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung erhoben worden. Die 51-jährige Schwester von König Felipe ist die erste direkte Angehörige des Königshauses, die sich vor Gericht verantworten muss. Während die Staatsanwaltschaft auf Freispruch plädierte, forderte die Nebenklage eine achtjährige Gefängnisstrafe. Sie vertritt die Gewerkschaft Manos Limpias (Saubere Hände).

Insgesamt waren 17 Menschen im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten rund um die angeblich gemeinnützige Stiftung «Nóos» von Ex-Handballstar Urdangarin und seinem früheren Geschäftspartner Diego Torres angeklagt. Cristina war Mitglied im Nóos-Vorstand, hat aber stets betont, in finanziellen Dingen vollkommen ihrem Mann vertraut zu haben. 

Der 49-jährige Urdangarin soll insgesamt sechs Millionen Euro Steuergelder veruntreut haben. Zudem werden ihm Betrug, Geldwäsche und Urkundenfälschung vorgeworfen. Er hatte während des Prozesses Unregelmäßigkeiten eingeräumt, aber meist ausweichend geantwortet und sich auf Erinnerungslücken berufen. Ihm drohen bis zu 19 Jahre und sechs Monate Haft. 

Bereits im Juni 2015 hatte Felipe seiner Schwester wegen des Skandals den Herzoginnentitel aberkannt, der ihr 1997 von ihrem Vater, dem damaligen König Juan Carlos, verliehen worden war. Auch bei der Krönung ihres Bruders war Cristina im Sommer 2014 von den Festakten ausgeschlossen worden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Angeklagter im Höxter-Prozess stoppt Aussage - «überfordert». seine Aussage überraschend abgebrochen. In einem Brief habe er mitgeteilt, er sehe sich zurzeit nicht in der Lage, in der Öffentlichkeit Rede und Antwort zu stehen, sagte der Vorsitzende Richter am Landgericht Paderborn. Daraufhin wurde die Verhandlung frühzeitig unterbrochen. Der 47-Jährige und seine mitangeklagte Ex-Frau Angelika W. sollen über Jahre hinweg mehrere Frauen in ein Haus gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen starben infolge der Quälereien. Paderborn - Im Prozess um die tödlichen Misshandlungen im «Horror-Haus» von Höxter hat der Angeklagte Wilfried W. (Politik, 28.03.2017 - 14:02) weiterlesen...

Prozess um «Horror-Haus» - Angeklagter im Höxter-Prozess stoppt Aussage - «überfordert». will vor Gericht erstmal nicht weiter aussagen. Seine Verteidigung erläutert die Gründe. Überraschung im Höxter-Prozess: Der Angeklagte Wilfried W. (Politik, 28.03.2017 - 13:28) weiterlesen...

Prozess um «Horror-Haus» - Höxter-Prozess: Angeklagter unterbricht Aussage. In einem Brief habe Wilfried W. kurzfristig mitgeteilt, er sehe sich zur Zeit nicht in der Lage, in der Öffentlichkeit Rede und Antwort zu stehen. Paderborn - Im Prozess um die tödlichen Misshandlungen im «Horror-Haus» von Höxter hat der Angeklagte seine Aussage überraschend abgebrochen. (Politik, 28.03.2017 - 11:34) weiterlesen...

Prozess um «Horror-Haus» - Höxter-Prozess: Wilfried W. will weiter aussagen. Im Mordprozess bezichtigen sie sich gegenseitig, Triebfeder der Gewalttaten gewesen zu sein. Nun wird Wilfried W. seine Aussage fortsetzen. Was die beiden Angeklagten im Fall der tödlichen Misshandlungen von Höxter so lange zusammenhielt, erscheint rätselhaft. (Politik, 28.03.2017 - 06:50) weiterlesen...

Tödliche Selbstjustiz an Dieb - Mehrere Jahre Haft für Marktleiter. Das Berliner Landgericht sprach den 29-Jährigen der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig. Der Angeklagte habe dem bereits verletzten Mann einen heftigen Schlag versetzt, hieß es im Urteil. Dieser Schlag sei eine der Ursachen für den Tod des Opfers wenige Tage nach der Attacke. Der Angeklagte hatte einen Schlag mit einem Quarzsandhandschuh in das Gesicht des Ladendiebs eingeräumt. Berlin - Nach einer tödlichen Selbstjustiz gegen einen ertappten Ladendieb ist ein Supermarktleiter aus Berlin zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. (Politik, 27.03.2017 - 16:04) weiterlesen...

Promille-Fahrt: Christian Kahrmann zahlt Geldstrafe. Kahrmann, in den 80er-Jahren als Benny Beimer in der Fernsehserie «Lindenstraße» bekannt geworden, hatte im Stadtteil Charlottenburg die Kontrolle über sein Auto verloren und war gegen einen Baum gefahren. Er hatte dabei etwa 1,5 Promille Alkohol im Blut. Bei dem Unfall im Mai 2016 saßen den Ermittlern zufolge seine beiden Töchter auf der Rückbank. Die Kinder hätten schmerzhafte Prellungen erlitten, hieß es. Berlin ? Schauspieler Christian Kahrmann hat nach einer Promille-Fahrt durch Berlin eine Strafe von 2400 Euro akzeptiert. (Politik, 27.03.2017 - 11:44) weiterlesen...