Unwetter, Verkehr

Erst Hitze, dann Donnerwetter: Heftige Unwetter haben in Deutschland Großeinsätze der Rettungskräfte ausgelöst.

20.05.2017 - 12:22:05

Flugausfälle und Unfälle - Zug entgleist, Straßen überflutet: Unwetter in Deutschland

  • Überflutung - Foto: Johannes Krey

    Feuerwehrleute versuchen die Wassermassen von der überschwemmten Bundesstraße B7 zwischen Weimar und Jena zu beseitigen. Foto: Johannes Krey

  • Zugunfall - Foto: Bodo Schackow

    Acht Personen wurden verletzt, als der Zug entgleiste. Foto: Bodo Schackow

  • Nasser Spaziergang - Foto: Florian Eckl

    Passanten laufen in München durch einen Hagelschauer. Foto: Florian Eckl

  • Zug entgleist - Foto: Bodo Schackow

    Ein entgleister Regionalzug steht an der Zugstrecke Gera-Göschwitz. Foto: Bodo Schackow

  • Hagel - Foto: Florian Eckl

    Zentimetergroße Hagelkörner liegen auf der Abdeckung eines Cabriolets in München. Foto: Florian Eckl

  • Überschwemmung im Kreis Uelzen - Foto: Philipp Schulze

    Der Fluß Ilmenau hat nach starken Regenfällen angrenzende Wiesen überschwemmt. Foto: Philipp Schulze

Überflutung - Foto: Johannes KreyZugunfall - Foto: Bodo SchackowNasser Spaziergang - Foto: Florian EcklZug entgleist - Foto: Bodo SchackowHagel - Foto: Florian EcklÜberschwemmung im Kreis Uelzen - Foto: Philipp Schulze

Stadtroda - Ein entgleister Zug, Schlamm auf der Autobahn und ein lahmgelegter Flughafen: Blitze, Stürme und Regenschauer haben in der Nacht zu Samstag in großen Teilen Deutschlands heftig gewütet. Polizei und Feuerwehr waren vielerorts im Dauereinsatz.

Im Osten Thüringens entgleiste am Freitagabend ein Regionalzug. Er fuhr bei Stadtroda - zwischen Jena und Gera - in eine Schlammlawine, die nach einem Unwetter auf die Gleise gerutscht war, wie eine Bahnsprecherin mitteilte. Nach Angaben des Lagezentrums der Thüringer Polizei wurden sieben Menschen leicht verletzt. Der Regionalexpress war von Glauchau (Sachsen) nach Göttingen (Niedersachsen) unterwegs. Die Strecke blieb bis auf Weiteres gesperrt.

Ein Unwetter über Hamburg bescherte derweil fast 140 Flugreisenden eine Nacht auf Feldbetten im Flughafen Fuhlsbüttel. «15 Abflüge und 14 Ankünfte von Maschinen mussten gestrichen werden», sagte eine Flughafensprecherin. Von den am Freitagabend gestrichenen Abflügen waren rund 1500 Passagiere betroffen, die meisten seien aber wieder nach Hause gegangen oder hätten in Hotels übernachtet. Zeitweise mussten Passagiere während des Gewitters auch in gerade gelandeten Maschinen ausharren. «Wenn wir Blitzwarnungen haben, dürfen unsere Mitarbeiter nicht aufs Rollfeld und weiter abfertigen und die Fluggäste dürfen auch nicht aussteigen. Das ist zu gefährlich.»

In Sachsen-Anhalt führten die Regenmassen in der Nacht zum Samstag zu Überschwemmungen. Wie die Polizeistellen mitteilten, wurde die Autobahn 38 bei Querfurt durch den Starkregen überspült. Wegen Schotter auf der Fahrbahn in Richtung Leipzig gab es eine Vollsperrung. Auf der A14 bei Bernburg gelangte Schlamm auf die Fahrbahn. Zudem drückte der Regen im Magdeburger Raum einige Gullydeckel hoch und Bäume stürzten um. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden am Freitagabend außerdem die Bahngleise auf der Strecke zwischen Naumburg und Nebra unterspült. Der Zugverkehr zwischen Karsdorf und Nebra war bis auf weiteres unterbrochen.

In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern oder auch dem Osten Niedersachsens gab es ebenfalls sehr viel Regen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Abend berichtete. Örtlich seien bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen, auch Hagel.

@ dpa.de

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