Unfälle, Verkehr

Eine Woche ist seit dem schweren Busbrand auf der A9 vergangen.

10.07.2017 - 12:46:06

Schwerer Unfall mit 18 Toten - Ersatzfahrer bei Busunglück rettete viele Leben. Die Opfer sind identifiziert; die Ermittler bekommen zudem ein Bild, was sich in den Minuten abspielte, als sich die Flammen im Bus rasend schnell ausbreiteten.

Münchberg - Bei dem Busunglück mit 18 Toten in Oberfranken hat der Ersatzfahrer wohl verhindert, dass noch mehr Menschen umkamen. Der 43-Jährige habe nach dem Unfall vergangene Woche geistesgegenwärtig die Türen geöffnet und vielen Fahrgästen aus dem brennenden Bus geholfen, teilte Polizei mit.

Am Morgen des 3. Juli war der Bus aus Sachsen auf der Autobahn 9 nahe Münchberg auf einen Lkw-Anhänger aufgefahren und in Brand geraten.

18 Menschen - darunter auch der Busfahrer - starben in den Flammen, 30 überlebten. Sechs Fahrgäste werden noch im Krankenhaus behandelt, vier davon auf der Intensivstation. Ihr Zustand sei aber stabil, sagte ein Polizeisprecher. Inzwischen seien auch die Opfer identifiziert. Ihre sterblichen Überreste würden nun überführt.

Der Bus war in Dresden mit dem Reiseziel Italien gestartet. Die Fahrer und die Reisenden stammten aus Dresden, den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Görlitz, Bautzen, Meißen, Mittelsachsen sowie den brandenburgischen Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz. Die Fahrgäste waren 41 bis 81 Jahre alt.

Die Ermittlungen zur Unfallursache gehen derweil weiter. Zwei Gutachter unterstützen dabei Polizei und Staatsanwaltschaft. Ihrer Einschätzung nach liegen bislang keine Hinweise darauf vor, dass der Bus bereits vor dem Unfall mit dem Lkw gebrannt haben könnte.

Vieles spreche dafür, dass das Feuer erst nach dem Aufprall auf dem Sattelzug ausgebrochen war, teilte die Polizei mit. Als die Rettungskräfte am Montag an der Unfallstelle eingetroffen waren, hatte der Bus bereits lichterloh gebrannt.

Am Wochenende hatte Sachsen den Opfern des verheerenden Busunfalls die letzte Ehre erwiesen. Am Samstag gab es eine ökumenische Andacht in der Dresdner Frauenkirche. Neben Hinterbliebenen und Angehörigen Überlebender waren auch Feuerwehrleute und Rettungskräfte aus Bayern und Polizisten in die Frauenkirche gekommen.

In der Krypta unter der Kirche hatten sich unter anderem Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich eingefunden. Für die Landesbehörden war Trauerbeflaggung angeordnet.

Für die Einsatzkräfte gibt es am 19. Juli einen weiteren ökumenischen Gottesdienst - und zwar in der Stadtkirche von Münchberg in Bayern.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Mann aus Cabrio geschleudert und von LKW überrollt - tot. Der 30-Jährige starb noch an der Unfallstelle, wie die Polizei in der Nacht mitteilte. Zuvor war der Sportwagen beim Überholen auf Höhe einer Ausfahrt mit dem Lkw kollidiert, woraufhin der Fahrer die Kontrolle über das Cabrio verlor. In dem Fahrzeug befand sich neben dem 30-Jährigen noch ein 29 Jahre alter Beifahrer. Der Fahrer des Wagens war bei dem Unfall nach Polizeiangaben womöglich nicht angeschnallt. Düsseldorf - Der Fahrer eines Cabrios ist bei einem Unfall in Düsseldorf aus seinem Wagen geschleudert und von einem Lastwagen überrollt worden. (Politik, 20.10.2017 - 07:28) weiterlesen...

Fußgänger am Feldrand von Traktor überrollt - tot. Der 72 Jahre alte Mann erlitt tödliche Verletzungen. Er war gestern bei Liederbach am Taunus auf einem betonierten Wirtschaftsweg am Feldrand unterwegs, auf dem der Traktor hielt. Ersten Erkenntnissen zufolge setzte der 57 Jahre alte Traktorfahrer genau in dem Moment mit seinem Schlepper zurück, als sich der 72-Jährige dahinter befand. Der Fußgänger wurde überrollt und erlag seinen schweren Verletzungen. Liederbach am Taunus - Ein Fußgänger ist in Hessen von einem Traktor überrollt worden. (Politik, 16.10.2017 - 00:46) weiterlesen...

Tödlicher Unfall an Haltestelle - Haftbefehl gegen Fahrer. Ein Richter habe nach einer Anhörung Haftbefehl gegen den Mann erlassen, teilte die Polizei mit. Ihm werden unter anderem fahrlässige Tötung und Fahren unter Alkoholeinwirkung vorgeworfen. Der 25-Jährige war der der Polizei schon wegen anderer Verkehrsdelikte bekannt. Er soll betrunken in einem Auto durch die Stadt gefahren sein und die Kontrolle über das Auto verloren haben. Berlin - Der Autofahrer, der Freitagabend mit seinem Wagen in eine Tram-Haltestelle krachte und eine 57-Jährige getötet haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. (Politik, 15.10.2017 - 17:48) weiterlesen...

Zwei Tote und zwei Verletzte durch Geisterfahrerunfall. Ein 37 Jahre alter Mann war gestern Abend falsch auf die mehrspurige Bundesstraße 10 gefahren und frontal mit dem Auto einer 32-Jährigen zusammengestoßen. Das berichtet die Polizei in Pirmasens. Beide Fahrer erlitten tödliche Verletzungen. Das Fahrzeug der Frau wurde durch den Aufprall zudem auf ein rechts neben ihr fahrendes Auto geschleudert, in dem die 57-jährige Beifahrerin schwer verletzt wurde. Der gleichaltrige Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Pirmasens - Bei einem Geisterfahrerunfall in der Nähe von Höheischweiler in der Südwestpfalz sind zwei Menschen getötet worden. (Politik, 15.10.2017 - 11:50) weiterlesen...