Konflikte, Syrien

Eine Waffenruhe für Syrien steht immer wieder im Raum.

29.12.2016 - 13:26:06

Landesweite Feuerpause - Regierung und Rebellen einigen sich auf Waffenruhe in Syrien. Jetzt einigen sich die Regierung in Damaskus und die Rebellen erneut auf eine flächendeckende Feuerpause. Russland und die Türkei wollen dafür garantieren.

Damaskus - Im syrischen Bürgerkrieg haben sich die Regierung in Damaskus und die Rebellen auf eine landesweite Waffenruhe geeinigt.

Das Generalkommando und die Armee hätten nach den militärischen Siegen der vergangenen Wochen die flächendeckende Feuerpause verkündet, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag. Die Waffenruhe soll demnach in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um Mitternacht beginnen. Russland und die Türkei hatten die Waffenruhe mit verhandelt.

Die beiden Länder fungierten als Garantiemächte, teilte das türkische Außenministerium mit. Gruppen, die vom US-Sicherheitsrat als Terrororganisationen eingestuft würden, seien von der Waffenruhe ausgenommen. Das Außenministerium in Ankara teilte weiter mit, nach der Vereinbarung verpflichteten sich die Konfliktparteien, bewaffnete Angriffe zu stoppen. Das beinhalte auch Luftangriffe. Sie verpflichten sich außerdem dazu, die Gebiete unter ihrer Kontrolle nicht auszudehnen.

Russlands Präsident Wladimir Putin sagte in Moskau, dass die syrische Regierung und die Rebellen ihre Bereitschaft erklärt hätten, Friedensgespräche zu beginnen. Außenminister Sergej Lawrow sagte, die USA könnten sich den Friedensbemühungen nach der Amtsübernahme von Präsident Donald Trump anschließen. Auch Ägypten, Saudi-Arabien, Katar, Irak und Jordanien seien eingeladen, sich dem Prozess anzuschließen.

Die Türkei unterstützt die Opposition in Syrien, Russland die Regierung von Präsident Baschar al-Assad. Am Donnerstag hatte es zunächst erneut Kämpfe in der Nähe von Damaskus gegeben. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete zudem von Luftangriffen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Türkei verstärkt Militärpräsenz nahe Irakisch-Kurdistan. Ankara fordert eine Absage des Referendums und droht mit Sanktionen, sollte die kurdische Regionalregierung im Nordirak an der Volksabstimmung festhalten. Die türkische Luftwaffe bombardierte gestern im Nordirak wieder Einrichtungen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK aus der Türkei, die in den Kandil-Bergen ihr Hauptquartier hat. Istanbul - Vor dem Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak haben die türkischen Streitkräfte ihre Präsenz nahe des Grenzübergangs Habur verstärkt. (Politik, 24.09.2017 - 12:02) weiterlesen...

Anti-IS-Koalition erobert Syriens größtes Gasfeld. Die von Kurden geführten Syrischen Demokratischen Kräfte hätten das Koniko-Gasfeld in der ostsyrischen Provinz Dair as-Saur eingenommen, berichteten kurdische Kämpfer und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. IS-Kämpfer hätten versucht, das Gasfeld zurückzuerobern. Die Terrormiliz IS hatte die ölreiche Region im Osten Syriens im Jahr 2014 unter ihre Kontrolle gebracht. Damaskus - Von den USA unterstützte syrische Einheiten haben das größte Gasfeld des Bürgerkriegslandes von der Terrormiliz Islamischer Staat zurückerobert. (Politik, 23.09.2017 - 16:56) weiterlesen...

Nordkorea-Konflikt - Russland grenzt sich von Trumps Drohungen ab New York - Russland hat sich von den Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump gegen Nordkorea und den Iran abgegrenzt. (Politik, 20.09.2017 - 14:02) weiterlesen...