Prozesse, Kriminalität

Eine Studentin tötet ihren Freund beim Sex mit einer Handkreissäge.

19.05.2017 - 14:08:12

Beim Sexspiel - Freund mit Kreissäge getötet - mehr als zwölf Jahre Haft. Unter großem öffentlichen Interesse ist der spektakuläre Prozess am Landgericht München zu Ende gegangen - allerdings mit einem überraschenden Ergebnis.

München - Es war ein Szenario wie in einem Horrorfilm: Mit einer Kreissäge tötet eine Frau ihren Geliebten beim Sex.

Heute verurteilte das Landgericht München I die 32-Jährige zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren und sechs Monaten - wegen Totschlags und nicht wegen Mordes, wie viele erwartet hatten.

Es sei nicht bewiesen, dass die Angeklagte bei der Tat Ende 2008 aus Heimtücke gehandelt habe, argumentierte das Gericht. Mit dem Urteil folgte es dem Plädoyer der Verteidigung, die im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft keine lebenslange Freiheitsstrafe wegen heimtückischen Mordes gefordert hatte.

«Die Tötung ist skurril und bizarr und erfüllt die Voraussetzungen eines Horrorszenarios», sagte der Richter. «Wer einem anderen eine laufende Handkreissäge zweimal gegen den Hals drückt, handelt mit absolutem Vernichtungswillen.» Das Opfer lag laut Urteil in Erwartung eines Sexspiels auf dem Bett, hatte sich fesseln lassen und sich eine abgeklebte Taucherbrille aufgesetzt.

Wann die Angeklagte den Vorsatz fasste, den Mann zu töten, ist nach Überzeugung des Gerichts unklar. Es sei in der Verhandlung nicht belegt worden, dass die Tötungsabsicht schon vor der Fesselung bestand. Spätestens als sie den Mann arg- und wehrlos vor sich liegen sah, habe sie aber den Entschluss gefasst.

Die Angeklagte hatte bei der Festnahme die Tat gestanden. «Die Frage nach dem "Warum" steht aber nach wie vor offen im Raum», sagte der Richter. Ein griffiges Tatmotiv konnte das Gericht nicht feststellen.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen heimtückischen Mordes gefordert. Sie kündigte nach dem Urteilsspruch, sie wolle eine Revision prüfen.

@ dpa.de

Amazon dreht Ihnen diesen Videokurs für teuer Geld an! Doch wir machen Sie auch KOSTENLOS …

... zum Super-Trader! Ja, während andere Anleger ein Vermögen blechen mussten, um diesen meisterlichen Videokurs von Spitzen-Analyst Dennis Gürtler zu sehen, zahlen Sie jetzt KEINEN CENT! Sichern Sie sich Ihre Teilnahme am Videokurs jetzt und werden auch Sie zum Supertrader!

>> Klicken Sie jetzt HIER, um zum Supertrader zu werden!

Weitere Meldungen

Moderne Sklaverei in Brüssel - Arabische Prinzessinnen wegen Menschenhandels verurteilt. Ihre Dienstboten aber erleben alles andere als ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Jahre später sprechen Richter ein Urteil in dem Fall, der Licht auf moderne Sklaverei wirft. Acht Prinzessinnen aus dem Morgenland bewohnen die komplette Etage eines Luxushotels. (Politik, 23.06.2017 - 16:20) weiterlesen...

Verhandlung in Brüssel - Arabische Prinzessinnen des Menschenhandels schuldig. Zudem legten die Richter in Brüssel eine Geldstrafe von jeweils 165.000 Euro für die Frauen fest. Brüssel - Wegen Menschenhandels und erniedrigender Behandlung ihrer Angestellten sind acht arabische Prinzessinnen zu jeweils 15 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. (Politik, 23.06.2017 - 11:46) weiterlesen...

Verhandlung in Brüssel - Sklaverei im Hotel? Prozess gegen arabische Prinzessinen. Ein Fall von moderner Sklaverei? Ein Gericht entscheidet. Während acht Prinzessinnen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in einem Brüsseler Luxushotel residierten, sollen sie Angestellte wie Leibeigene behandelt haben. (Politik, 23.06.2017 - 09:12) weiterlesen...

Urteil im «Prinzessinnen-Prozess» um moderne Sklaverei erwartet. Den Frauen wird vorgeworfen, bei einem Aufenthalt in einem Luxushotel der belgischen Hauptstadt ihre mehr als 20 Angestellte wie Leibeigene behandelt zu haben. Unter anderem Menschenhandel und Freiheitsberaubung werden der Witwe eines Scheichs und sieben ihrer Töchter zur Last gelegt. Die Vorfälle ereigneten sich 2008 und warfen Licht auf moderne Formen von Sklaverei. Brüssel - Sie sollen mit ihren Angestellten wie mit Sklaven umgegangen sein: Im Prozess gegen acht arabische Prinzessinnen wird heute in Brüssel ein Richterspruch erwartet. (Politik, 23.06.2017 - 02:22) weiterlesen...

Giftige Gummibärchen - Rentner gesteht: Haribo-Erpressung aus Geldnot. Der 74-Jährige steht seit heute wegen versuchter räuberischer Erpressung vor dem Bonner Landgericht. Laut Anklage drohte er neben Haribo auch den Unternehmen Lidl und Kaufland mit der Vergiftung von Lebensmitteln, sollten sie seinen Geldforderungen nicht nachkommen. Die Firmen zahlten jedoch nicht, sondern schalteten die Polizei ein. Am vergangenen Heiligabend wurde der Dortmunder festgenommen. Als Motiv nannte der Rentner Geldnot und Schulden. Bonn ? Ein Rentner hat gestanden, unter anderem dem Süßwarenhersteller Haribo mit der Vergiftung von Gummibärchen gedroht zu haben. (Politik, 22.06.2017 - 13:06) weiterlesen...

Mit Gift in Gummibärchen gedroht - Haribo-Erpresser vor Gericht. Der 74-Jährige drohte laut Anklage, Lebensmittel zu vergiften. Demnach soll er zunächst in neun Lidl-Filialen im Ruhrgebiet Buttersäure in Fleisch-, Fisch- und Eistheken verteilt haben. Später soll er per Brief gedroht haben, Gummibärchen oder Tiefkühlpizzen mit Zyankali zu vergiften, wenn die Unternehmen ihm nicht eine Million Euro zahlten. Die Firmen schalteten die Polizei ein. Am vergangenen Heiligabend wurde der Rentner festgenommen. Bonn ? Ein Rentner, der eine Erpressung der Unternehmen Haribo, Lidl und Kaufland versucht haben soll, steht seit heute in Bonn vor Gericht. (Politik, 22.06.2017 - 11:04) weiterlesen...