Unfälle, Verkehr

Ein tonnenschwerer Müllwagen begräbt fünf Menschen in einem Auto unter sich.

11.08.2017 - 18:18:06

Bilder des Grauens in Nagold - Müllwagen kippt um und erschlägt Familie im Auto: fünf Tote. Eine Familie mit zwei Kindern und eine Jugendliche sterben. Den Helfern bietet sich ein Bild des Grauens.

  • Unfall mit Müllwagen - Foto: Dettenmeyer

    Feuerwehrkräfte arbeiten auf einer Straße bei Nagold an einer Unfallstelle, an der ein Müllwagen auf ein Auto gekippt war. Foto: Dettenmeyer

  • Unfallstelle - Foto: Andreas Rosar

    Unfallstelle, an der ein Müllwagen auf ein Auto gekippt war: Nach ersten Angaben der Polizei sind bei dem Unfall fünf Menschen ums Leben gekommen. Foto: Andreas Rosar

  • Unfallauto - Foto: Andreas Rosar

    Unfallauto: Ein Müllwagen war auf den Pkw gekippt. Foto: Andreas Rosar

  • Unfall mit Müllwagen - Foto: Andreas Rosar

    Nach Angaben der Polizei sind bei dem Unfall fünf Menschen ums Leben gekommen. Foto: Andreas Rosar

  • Feuerwehrkräfte im Einsatz - Foto: Andreas Rosar

    Feuerwehrkräfte arbeiten auf einer Straße bei Nagold in Baden-Württemberg an einer Unfallstelle, an der ein Müllwagen auf ein Auto gekippt war. Foto: Andreas Rosar

Unfall mit Müllwagen - Foto: DettenmeyerUnfallstelle - Foto: Andreas RosarUnfallauto - Foto: Andreas RosarUnfall mit Müllwagen - Foto: Andreas RosarFeuerwehrkräfte im Einsatz - Foto: Andreas Rosar

Nagold - Ein 26 Tonnen schwerer Müllwagen ist im baden-württembergischen Nagold (Kreis Calw) auf ein fahrendes Auto gekippt und hat dabei fünf Menschen erschlagen - die Opfer sind eine Familie mit zwei kleinen Kindern und eine Jugendliche.

Das Müllfahrzeug kippte beim Abbiegen auf das Auto und zerdrückte es. Eines der toten Kinder sei ein Säugling, das andere ein Kleinkind im Vorschulalter, teilte die Polizei mit. Die Familie stamme aus Singen im Kreis Konstanz, sagte ein Polizeisprecher am Unfallort. Die Menschen im Auto hätten keine Chance gehabt. Den Rettern habe sich ein «Bild des Grauens» geboten. Die Identifizierung war Stunden nach dem Unfall noch nicht abgeschlossen.

Das Müllfahrzeug fuhr im Auftrag der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises. Möglicherweise habe ein technischer Defekt zu dem Unfall geführt, sagte ein Polizeisprecher. Der 26-Tonner habe aus zunächst unbekannter Ursache von einem Industriegebiet kommend beim Abbiegen beschleunigt und sei dann auf der abschüssigen Straße umgekippt. Das Wrack wurde für weitere Ermittlungen sichergestellt.

Fahrer und Beifahrer des Lastwagens wurden leicht verletzt. Der Fahrer erlitt einen schweren Schock. Beide kamen vorsorglich in ein Krankenhaus.

Die Polizei sperrte die Landesstraße 361 zwischen der rund 22 000 Einwohner zählenden Stadt Nagold und Mötzingen. Feuerwehr und Rettungsteams waren mit einem Großaufgebot und Hubschraubern im Einsatz. Erst rund anderthalb Stunden nach dem Unfall konnte ein Kranfahrzeug den Müllwagen aufrichten.

Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann (CDU) reagierte entsetzt. Alle Gedanken nach dem tragischen Ereignis gelten der Familie der Opfer, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Wir sind geschockt. Es ist eine Katastrophe.» Auch um die Helfer müsse man sich jetzt kümmern, sagte Großmann. Landrat Helmut Riegger (CDU) sprach von einem Schock für den Landkreis Calw. «Das ist ein ganz schlimmes und tragisches Unglück», sagte er. «Ich spreche allen mein Beileid aus.»

Der Fahrer des Müllwagens habe an mehreren Stellen hölzernen Sperrmüll abholen sollen, sagte der Geschäftsführer des Unternehmens der «Bild»-Zeitung. So ein Drama habe es in der 116 Jahre langen Unternehmensgeschichte noch nie gegeben, sagte er den «Stuttgarter Nachrichten» und der «Stuttgarter Zeitung». Der Fahrer des Lasters war den Informationen zufolge 54 Jahre alt, sein Beifahrer 26 Jahre alt.

Unfälle, bei denen Laster auf Personenwagen stürzen, geschehen selten, dann aber meist mit schweren Folgen. 2015 geriet ein Laster in Brandenburg kurz vor Heiligabend in den Gegenverkehr und stürzte auf einen Wagen. In dem voll besetzten Fahrzeug starben vier Menschen, nur einer überlebte.

@ dpa.de

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