Unwetter, Notfälle

Ein Sturm fegt über den Schwarzwald und entwurzelt zahlreiche Bäume.

02.08.2017 - 17:15:25

Wetterdienst hatte gewarnt - Baum erschlägt während der Sturmnacht 15-Jährigen im Zelt. Ein 30 Meter hoher Stamm kracht auf das Zelt einer Jugendgruppe, ein Junge stirbt. Der Wetterdienst hatte vor Unwettern gewarnt.

  • Baum umgefallen - Foto: Maurer/SDMG

    Ein Jugendlicher wurde auf dem Zeltplatz bei einem schweren Unwetter von einem Baum erschlagen. Foto: Maurer/SDMG

  • Abgesperrt - Foto: Maurer/SDMG

    Ein umgestürzter Baum liegt auf dem Gelände des Zeltlagers bei Rickenbach. Foto: Maurer/SDMG

  • Vor Ort - Foto: Achim Keller

    Polizei und Rettungskräfte waren mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Foto: Achim Keller

  • Schwer beschädigt - Foto: Achim Keller

    Der Deutsche Wetterdienst hatte für das Gebiet am Morgen die höchste Gewitterwarnstufe ausgerufen. Foto: Achim Keller

  • Höchste Gewitterwarnstufe - Foto: Achim Keller

    Den Angaben zufolge stürzten in der Region viele Bäume um. Foto: Achim Keller

  • Unglück - Foto: Achim Keller

    Nach dem Unglück wurde das Zeltlager geräumt. Foto: Achim Keller

  • Im Einsatz - Foto: Achim Keller

    Polizisten nehmen ein beschädigtes Zelt in Augenschein. Foto: Achim Keller

Baum umgefallen - Foto: Maurer/SDMGAbgesperrt - Foto: Maurer/SDMGVor Ort - Foto: Achim KellerSchwer beschädigt - Foto: Achim KellerHöchste Gewitterwarnstufe - Foto: Achim KellerUnglück - Foto: Achim KellerIm Einsatz - Foto: Achim Keller

Rickenbach/Offenbach - Bei schweren Unwettern über Deutschland ist in der Nacht zum Mittwoch ein weiterer Mensch ums Leben gekommen: Im Schwarzwald starb ein 15 Jahre alter Junge, als ein 30 Meter hoher Baum auf ein Zeltlager stürzte.

Drei Jugendliche wurden bei dem Unglück auf einem Waldspielplatz in Rickenbach nahe der Schweizer Grenze verletzt, wie die Polizei mitteilte. In Deutschland ist es bereits der mindestens sechste unwetterbedingte Todesfall in diesem Jahr.

Die Polizei ging davon aus, dass der Sturm den Baum auf das Zelt stürzen ließ, Anzeichen eines Blitzeinschlags gab es nicht. Nur ein Teil der Gruppe hatte laut Polizei im Zelt übernachtet, die anderen in einer nahen Schutzhütte aus Holz.

Die Wandergruppe mit 17 Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren und vier Betreuern kam nach dpa-Informationen aus der Nähe von Böblingen und gehörte zu einem größeren Camp der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Rund 100 Teilnehmer hätten sich zu einem einwöchigen Zeltlager bei Lörrach aufgehalten, sagte der Präsident des DLRG-Landesverbands Württemberg, Armin Flohr. Die Jugendlichen, die es in Rickenbach traf, seien zu einer Tour aufgebrochen.

Zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 2.00 Uhr fegten orkanartige Stürme über die Region: Etwa 14 Kilometer vom Unglücksort entfernt wurden im Kreis Waldshut Spitzengeschwindigkeiten von 110 Kilometern pro Stunde gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Zwischen 2.00 Uhr und 3.00 Uhr war es einem Meteorologen zufolge besonders heftig.

In unmittelbarer Nähe des Unglücksortes stürzte ein weiterer, etwa 40 Meter hoher Baum um. Der Sturm riss ihn samt Wuzeln aus dem Waldboden. Am Vormittag sicherten Ermittler der Kriminalpolizei Spuren und dokumentierten mit einer exakten Vermessung den Unglücksort.

Das Unglück beschäftigt auch die Staatsanwaltschaft. Es gehe um einen nicht natürlichen Todesfall. «Da wird die Staatsanwaltschaft informiert», sagte eine Sprecherin der Behörde. Ob es Ermittlungen gibt, war zunächst nicht bekannt. Das Unwetter kam nach Darstellung der Feuerwehr relativ überraschend. Der DWD hatte allerdings eine großflächige Unwetterwarnung für Baden-Württemberg ausgegeben.

In Waldkirch bei Freiburg löste ein Blitzeinschlag in der Nacht zum Mittwoch einen Schmorbrand in einem Tunnel aus. Wie die Polizei mitteilte, musste er wegen des Rauchs und wegen technischer Störungen gesperrt werden. Erst am frühen Nachmittag war er wieder befahrbar. In Konstanz rissen Böen das Flachdach einer Firma komplett herunter. Auf der Halbinsel Höri bei Radolfzell stürzte ein Baum auf einen Wohnwagen. Verletzt wurde niemand.

Nach Angaben des DWD werden die Wetteraussichten für Deutschland nun aber wieder etwas freundlicher: Nach einem regnerischen Tagesauftakt im Norden und in der Mitte Deutschlands soll es am Donnerstag nur noch einzelne Schauer und Gewitter geben. Vor allem im Süden scheine häufiger die Sonne. Mit Unwettern sei nur noch vereinzelt zu rechnen. Die Temperatur erreicht Höchstwerte zwischen 19 Grad an der Nordsee und 33 Grad in Südostbayern.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Unter Wasser Unter Wasser: Schwere Regenfälle haben in Griechenland zu Überflutungen geführt und mehrere Menschenleben gefordert. (Media, 16.11.2017 - 11:14) weiterlesen...

Überschwemmungen in Griechenland - Mindestens 15 Tote. Weitere 17 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Betroffen ist vor allem die Küste im Westen Athens. Ministerpräsident Alexis Tsipras ordnete eine Staatstrauer an. Bäche hatten sich nach mehreren Stunden starken Regenfalls in reißende Ströme verwandelt. Viele Landstraßen wurden zerstört. Geröll, Autos, Kühlschränke, Möbel, Baumstämme und Müll versperrten zahlreiche Straßen. Athen - Regenfälle haben in Griechenland den vierten Tag in Folge Schäden angerichtet und mindestens 15 Menschenleben gefordert. (Politik, 15.11.2017 - 19:50) weiterlesen...

Mindestens zehn Tote - Schwere Überschwemmungen in Griechenland. Die Folge: Schwere Regenfälle und Überschwemmungen in Griechenland. Es gibt Tote und Vermisste. Ein enormes Tief setzt sich über dem zentralen Mittelmeer fest. (Politik, 15.11.2017 - 19:07) weiterlesen...

Überschwemmungen in Griechenland - Mindestens zehn Tote. Weitere 13 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Unklar ist, wie viele Menschen noch vermisst werden. Betroffen ist vor allem die Küste im Westen Athens. Eine Autobahn musste vorübergehend gesperrt werden. Die Feuerwehr rückte mehr als 600 Mal aus, um Menschen zu helfen und Geröll zu beseitigen. Die Urlaubsregion und der Hafen Nea Peramos waren ein Trümmerfeld. Athen - Regenfälle haben in Griechenland den vierten Tag in Folge Schäden angerichtet und mindestens zehn Menschenleben gefordert. (Politik, 15.11.2017 - 15:50) weiterlesen...

U-Bus U-Bus: Schwere Regenfälle haben in Griechenland zu Überflutungen geführt und mehrere Menschenleben gefordert. (Media, 15.11.2017 - 14:22) weiterlesen...

Überschwemmungen in Griechenland - vier Tote. Die Autobahn, die Athen mit der Hafenstadt Korinth verbindet, musste am Morgen an zwei Stellen gesperrt werden. Bäche haben sich nach Angaben der Feuerwehr in reißende Ströme verwandelt. Häuser und Geschäfte in der Region der Städte Megara und Elefsina wurden beschädigt, Autos von den Wassermassen mitgerissen. Im zentralen Mittelmeer tobt seit Tagen ein Herbststurm. Athen - Durch schwere Regenfälle sind in Griechenland mindestens vier Menschen gestorben und schwere Schäden an der Küste im Westen der Hauptstadt Athen entstanden. (Politik, 15.11.2017 - 12:16) weiterlesen...