Erdbeben, Iran

Ein heftiger Erdstoß erschüttert die Kurdengebiete in der Grenzregion.

13.11.2017 - 09:56:06

Über 300 Tote - Schweres Erdbeben an Grenze von Iran und Irak. Die Zahl der Toten steigt im Minutentakt. Im Morgengrauen sollen die Rettungsarbeiten beginnen. Was die Retter dann erwartet, ist noch ungewiss.

  • Zerstörung - Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

    Das Erdbeben der Stärke 7,3 hatte die Region am Sonntagabend erschüttert. Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

  • Zerstörte Gebäude - Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

    Zerstörung in Sarpol-E-Zahab: Weitere Opfer werden befürchtet. Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

  • Erdbeben Iran - Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

    Nach dem schweren Erdbeben in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Nordirak ist die Zahl der Toten. Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/AP

  • Schweres Erdbeben zwischen Iran und Irak - Foto: Google/dpa

    Die Google-Earth-Satellitenaufnahme zeigt die beiden Städte Bagdad (Irak) und Teheran (Iran) sowie das Epizentrum des Erdbebens, vermutlich in der iranischen Provinz Kermanschah. Foto: Google/dpa

  • Erdbeben in Iran - Foto: Pouria Pakizeh/Iranian Students News Agency/AP

    Überlebende des Bebens im iranischen Sarpol-E-Zahab stehen vor zerstörten Gebäuden. Foto: Pouria Pakizeh/Iranian Students News Agency/AP

Zerstörung - Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/APZerstörte Gebäude - Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/APErdbeben Iran - Foto: Pouria Pakizeh/ISNA/APSchweres Erdbeben zwischen Iran und Irak - Foto: Google/dpaErdbeben in Iran - Foto: Pouria Pakizeh/Iranian Students News Agency/AP

Teheran/Bagdad - Nach dem schweren Erdbeben in den südlichen Kurdengebieten in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Nordirak ist die Zahl der Toten auf mehr als 320 gestiegen. Dem iranischen Innenministerium zufolge gab es am Montag 328 Tote und 2530 Verletzte.

Das Erdbeben der Stärke 7,3 hatte die Region am Sonntagabend erschüttert. Laut dem Geoforschungszentrum Potsdam lag das Zentrum des Bebens in etwa 34 Kilometern Tiefe in der iranischen Provinz Kermanschah. Die abgelegene Bergregion ist relativ dünn besiedelt.

Auch in Mittelamerika zitterte am Sonntagabend die Erde. Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,4 lag 23 Kilometer südöstlich des Badeortes Jacó an Costa Ricas Pazifikküste, wie die Seismologische Beobachtungsstelle des Landes mitteilte. Demnach wurden in der Region mehrere Nachbeben registriert, das heftigste mit einer Stärke von 5,1.

Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht. Die Küstenregion ist vor allem bei Surfern beliebt. In der Stadt Alajuela kam es zu Stromausfällen, wie die Zeitung «La Nación» berichtete. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

Im Erdbebengebiet in den Kurdengebieten zwischen Iran und Irak verließen aus Angst vor Nachbeben zahlreiche Familien ihre Häuser und verbrachten die Nacht unter freiem Himmel. Die Schulen in den gesamten Grenzprovinzen zum Nordirak sollten am Montag geschlossen bleiben.

Mehrere kurdische Medien berichteten übereinstimmend, das Beben sei in zahlreichen kurdischen Städten und Provinzen wie Halabdscha, Erbil und Duhok zu spüren gewesen. Die irakischen Grenzstädte Halabdscha und Sulaimaniyya riefen Medienberichten zufolge den Notstand aus.

Die Hilfsorganisation Roter Halbmond in der Türkei sowie das türkische Gesundheitsministerium sagten den Betroffenen ihre Hilfe zu. Laut einem Bericht des kurdischen Fernsehsenders Rudaw will der Rote Halbmond unter anderem 3000 Zelte, jeweils 10 000 Betten und Decken sowie mobile Küchen und Heizgeräte in die Region senden. Auch das International Rescue Committee (IRC) teilte auf Twitter mit, man beobachte die Situation in dem Erdbebengebiet und halte sich für Einsätze bereit.

Die Rettungsarbeiten sollten am Morgen beginnen, wenn es wieder hell wird, hieß es. Dann sollen auch Hubschrauber bei der Suche nach Überlebenden eingesetzt werden. Wie viele Menschen sich noch unter den Trümmern befinden, war zunächst unklar.

@ dpa.de

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