Menschenrechte, China

Ein bekannter chinesischer Bürgerrechtler hat Krebs im Endstadium.

09.07.2017 - 08:22:05

Kritischer Zustand - Kranker chinesischer Nobelpreisträger Liu will ins Ausland. Die chinesische Führung lehnt es ab, den Weg für eine Behandlung im Ausland freizumachen. Doch sie lässt ausländische Ärzte zu ihm - auch eine Koryphäe aus Heidelberg.

Peking - Nach dem Besuch eines deutschen und eines US-Arztes hat der schwer krebskranke Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo seinen Wunsch wiederholt, im Ausland weiterbehandelt werden zu dürfen.

Das teilten Unterstützer von Liu heute mit. Der 61-Jährige wirkte am Samstag bei einer Untersuchung durch den Heidelberger Spezialisten Markus W. Büchler und den US-Mediziner Joseph M. Herman Fotos zufolge geschwächt. Allerdings schien er sich mit den Ärzten zu unterhalten.

Liu liegt in einer Klinik in der nordostchinesischen Stadt Shenyang. Sein Wunsch, im Ausland behandelt zu werden, war bereits von den Behörden abgelehnt worden. Das Krankenhaus erklärte, ein chinesischer Experte habe gesagt, ein Transport sei für den Patienten nicht ungefährlich.

2009 war Liu Xiaobo wegen «Untergrabung der Staatsgewalt» zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte ein Bürgermanifest veröffentlicht. 2010 wurde Liu der Nobelpreis verliehen.

@ dpa.de

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