Asyl, Bericht

Die Zahl der Flüchtlinge in den Mittelmeeranrainerstaaten hat seit Jahresbeginn deutlich zugenommen.

23.05.2017 - 00:01:48

Bericht: Zahl der Flüchtlinge in Mittelmeeranrainerstaaten nimmt zu

Das belegt laut "Bild" (Diesntag= ein als "vertraulich" eingestuftes Papier der deutschen Sicherheitsbehörden. Demnach warten in den Staaten Nordafrikas, in Jordanien und der Türkei bis zu 6,66 Millionen Flüchtlinge auf eine Weiterreise nach Europa (Stand: Ende April 2017).

Ende Januar waren es erst 5,95 Millionen Flüchtlinge, was einem Anstieg bis Ende April um knapp zwölf Prozent entspricht. Auf der Balkan-Route stecken 79.000 Flüchtlinge fest (Januar 2017: 78.000), davon allein 62.500 in Griechenland, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise. Italien ist von den Boots-Anlandungen der Flüchtlinge auf der Mittelmeer-Route am stärksten betroffen. Bis Ende April 2017 sind hier rund 37.300 Flüchtlinge angekommen (2015: 181.500), schreibt die "Bild". Mehr als die Hälfte davon stammen dem Bericht zufolge aus Nigeria, Bangladesch, Guinea, der Elfenbeinküste und Gambia. Die CDU will laut "Bild" als Antwort auf diese Entwicklung mit der Bekämpfung der Fluchtursachen jetzt Wahlkampf machen. Im Entwurf des sicherheitspolitischen Teils des Wahlprogramms zur Bundestagswahl 2017 steht demnach: Die Partei wolle mehr Deals "nach Vorbild des Türkei-Abkommens" abschließen - vor allem mit Nordafrika. Menschen, die "aus Booten der Schlepper vor dem Ertrinken gerettet werden", sollen zurück an die Küste gebracht, dort in Absprache mit den Ländern in Flucht-Zentren versorgt werden.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Schulz will Ministerium für Arbeit und Integration SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will alle Kompetenzen zu Flüchtlingsfragen in einem künftigen "Ministerium für Arbeit und Integration" bündeln. (Politik, 21.09.2017 - 00:01) weiterlesen...

Studie: Sehr wenige Abschiebungen aus EU-Staaten Nur sehr wenige in der Europäischen Union abgelehnte Asylbewerber werden zurückgeführt: Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des US-Forschungsinstituts PEW "wurden bis zum Jahresende 2016 etwa 75.000, das sind ungefähr drei Prozent aller Asylbewerber der Jahre 2015 und 2016, in ihre Heimat oder ein anderes Nicht-EU-Land rückgeführt", berichtet die "Welt" (Donnerstag). (Politik, 20.09.2017 - 16:07) weiterlesen...

Gauland: Nicht unsere Aufgabe, uns auf Flüchtlinge zuzubewegen AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hält es nicht für "die Aufgabe der Deutschen, sich auf die Flüchtlinge zuzubewegen". (Politik, 19.09.2017 - 19:14) weiterlesen...

BA-Vorstandsmitglied will mehr Zuwanderung qualifizierter Ausländer Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat von der nächsten Bundesregierung ein Zuwanderungsgesetz und klare Regeln für den Zuzug qualifizierter Ausländer gefordert. (Politik, 19.09.2017 - 14:24) weiterlesen...

Innenminister verlangt bessere Zusammenarbeit von Justiz und Bamf Angesichts der Klagewelle von abgelehnten Asylbewerbern hat Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) die Justiz und die Behörden zu einer besseren Zusammenarbeit aufgefordert. (Politik, 19.09.2017 - 09:11) weiterlesen...

NRW-Integrationsminister fordert Entlastung von Flüchtlingspaten Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zur finanziellen Entlastung sogenannter Flüchtlingspaten aufgefordert. (Politik, 19.09.2017 - 08:52) weiterlesen...