Terrorismus, Extremismus

Die Sprengsätze waren professionell gebaut.

14.04.2017 - 21:47:23

Sprengstoffanschlag - Hintergründe des Anschlags auf BVB-Teambus weiter unklar. Doch wer mit ihnen den Teambus von Borussia Dortmund attackiert hat, ist weiter nicht geklärt. Ermittelt wird in alle Richtungen.

  • Borussia Dortmund - Foto: Friso Gentsch

    Bei dem Anschlag waren drei Sprengsätze mit Metallstiften nahe dem Mannschaftsbus von Borussia Dortmund detoniert. Foto: Friso Gentsch

  • Nach Bus-Anschlag - Foto: Guido Kirchner

    Ein Wohnhaus mit zerborstenen Scheiben, in Dortmund nahe der Stelle, wo der Mannschaftsbus von Borussia Dortmund durch die Sprengsätze angegriffen wurde. Foto: Guido Kirchner

  • Tatort - Foto: Guido Kirchner

    Die zerstörte Hecke in Dortmund - genau an dieser Stelle explodierten die drei Sprengsätze, die den BVB-Manschaftsbus beschädigten. Foto: Guido Kirchner

  • Klares Statment - Foto: Friso Gentsch

    Der Schriftzug «Keine Bombe kriegt uns klein! BVB wird ewig sein» an einem Zaun aufgesprüht. Foto: Friso Gentsch

  • Fan-Choreografie - Foto: Bernd Thissen

    Gelb-schwarze Wand: Dortmund Fans in der Champions-League-Partie gegen den AS Monaco auf der Tribüne. Foto: Bernd Thissen

  • Bundesgerichtshof - Foto: Uli Deck

    Polizisten stehen vor Bundesgerichtshof in Karlsruhe Patrouille. Foto: Uli Deck

Borussia Dortmund - Foto: Friso GentschNach Bus-Anschlag - Foto: Guido KirchnerTatort - Foto: Guido KirchnerKlares Statment - Foto: Friso GentschFan-Choreografie - Foto: Bernd ThissenBundesgerichtshof - Foto: Uli Deck

Karlsruhe/Dortmund - Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund stehen jetzt der verwendete Sprengstoff und der Zündmechanismus im Fokus der Untersuchungen. Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft würden auch über die Ostertage intensiv fortgesetzt, sagte Behördensprecherin Frauke Köhler.

Neue Erkenntnisse könne sie bislang aber nicht mitteilen. Über den Stand der kriminaltechnischen Untersuchungen machte Köhler keine Angaben. Am Freitag suchte die Polizei noch einmal mit einem Spürhund die Umgebung des Tatorts im Dortmunder Süden nach Spuren ab.

Bei dem Anschlag auf den Teambus waren am Dienstagabend drei Sprengsätze mit Metallstiften detoniert. Der spanische BVB-Verteidiger Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt. Die Sprengsätze sind nach Erkenntnissen der Ermittler elektronisch ausgelöst worden. Eine Lichtschranke ist nach dpa-Informationen am Tatort nicht gefunden worden. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte am Donnerstag erklärt, die Sprengsätze seien hochprofessionell gebaut gewesen. «Die Sprengkraft war enorm», sagte er im Innenausschuss des Landtags.

Die Ermittlungen laufen nach Angaben von Jäger in alle Richtungen. Rechte oder linke Extremisten, gewaltbereite Hooligans und Islamisten kämen als Täter in Frage, hatte Jäger gesagt. Das am Tatort gefundene Bekennerschreiben lasse Fragen offen, «ob nicht möglicherweise andere extremistische Phänomene beteiligt waren».

Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof hatte am Donnerstag Haftbefehl gegen einen 26-jährigen Iraker erlassen, der nach dem Anschlag in Wuppertal festgenommen worden war. Für eine Beteiligung des Mannes an dem Anschlag hatten die Ermittler aber keine Beweise gefunden. Ihm wird stattdessen die Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgeworfen. Seine Einheit soll im Irak Entführungen, Verschleppungen, Erpressungen und auch Tötungen vorbereitet haben. Er soll selbst gekämpft haben. Im März 2015 reiste er laut Bundesanwaltschaft in die Türkei, von wo er Anfang 2016 wieder nach Deutschland zurückkehrte.

Die FDP will unterdessen von Jäger wissen, warum der Iraker erst jetzt festgenommen wurde. Der Zeitraum zwischen der Einreise des 26-Jährigen nach Deutschland und der Festnahme sei mit 15 Monaten «außergewöhnlich lang», heißt es in einer Kleinen Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Marc Lürbke. Jäger müsse Auskunft geben, ob der Iraker als Gefährder eingestuft gewesen sei. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte dazu: «Der Beschuldigte war den Sicherheitsbehörden im Bund in Nordrhein-Westfalen bekannt.» Er sei im Visier der NRW-Polizei gewesen. Das Bielefelder «Westfalen-Blatt» hatte zuerst über die FDP-Anfrage berichtet.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Ehemalige IS-Hochburg - Emirate warnen vor geflohenen IS-Terroristen aus Al-Rakka. Die Emirate warnen vor der Gefahr, die von diesen kriegserprobten Kämpfern ausgeht. Ein Teil der Terroristen aus der ehemaligen IS-Hochburg Al-Rakka konnte kurz vor der Eroberung der Stadt mit ihren Familien abziehen. (Politik, 16.11.2017 - 08:28) weiterlesen...

IS-Terroristen planten Anschläge mit ferngesteuerten Autos. Das gehe aus Ermittlungsakten vor, schreiben der «Kölner Stadt-Anzeiger» und der Kölner «Express». Es handele sich um eine Gruppe deutscher Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat um die Brüder Ömer und Yusuf D. aus Herne. Sie sollen bei US-Luftangriffen getötet worden sein. Köln - Eine Gruppe deutscher IS-Terroristen soll Zeitungsberichten zufolge Sprengstoffanschläge mit ferngesteuerten Autos geplant haben - auch in Deutschland. (Politik, 16.11.2017 - 01:50) weiterlesen...

Bei islamistischer Radikalisierung schauen viele weg. «Wir erleben leider oft, dass sich Imame und muslimische Sozialarbeiter abwenden, wenn sich andeutet, dass sich in einer Familie in ihrem weiteren Umfeld ein junger Mensch radikalisiert», sagte die Extremismusforscherin Michaela Köttig der dpa. Grund sei meist die Angst, womöglich ebenfalls unter Extremismusverdacht zu geraten. Berlin - Wenn sich ein junger Muslim plötzlich für radikale Ideen begeistert, gibt es für die betroffene Familie nicht immer Hilfe aus der eigenen Religionsgemeinschaft. (Politik, 15.11.2017 - 08:44) weiterlesen...