Terrorismus, Tourismus

Die Sicherheitslage in Ägypten ist angespannt.

14.07.2017 - 19:31:27

Attacke in Hurghada - Urlauberinnen in Ägypten am Strand erstochen. Erst töten Angreifer in der Nähe von Kairo fünf Polizisten, dann trifft es Urlauber am Strand am Roten Meer. Sie werden Opfer einer Messerattacke.

Berlin - Das Auswärtige Amt in Berlin schließt nicht aus, dass bei der Messerattacke in Ägypten auch Deutsche getötet wurden. «Gewissheit haben wir darüber noch nicht», teilte ein Sprecher in Berlin mit.

Bei dem Angriff im Ferienort Hurghada seien mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. «Diese feige und niederträchtige Tat, die sich gezielt gegen Urlauber gerichtet zu haben scheint, die einfach nur eine unbeschwerte und erholsame Zeit am Meer verbringen wollten, verurteilen wir auf das Schärfste», erklärte der Sprecher.

«Wir trauern mit den Familien der Opfer und hoffen, dass alle, die bei dem Angriff verletzt worden sind, rasch und vollständig wieder gesund werden.» Die Botschaft in Kairo stehe im engsten Kontakt zu den ägyptischen Behörden und arbeite daran, schnellstmöglich für Aufklärung zu sorgen.

Zuvor war bekannt geworden, dass in Ägypten bei zwei Angriffen auf Touristen und Sicherheitskräfte mehrere Menschen getötet worden waren. An einem Strand in dem beliebten Urlaubsort Hurghada am Roten Meer habe ein Angreifer mit dem Messer mehrere Urlauber angegriffen, teilte das ägyptische Innenministerium auf seiner offiziellen Facebookseite mit.

Aus Sicherheitskreisen hieß es, bei dem Angriff seien zwei Urlauberinnen getötet worden. Das Innenministerium sprach am Freitag zunächst von sechs Verletzten unterschiedlicher Nationalität.

Die ägyptische Nachrichtenseite «Al-Masry al-Youm» berichtete, dass es sich bei den Toten um zwei Touristinnen aus der Ukraine handeln soll. Die Verletzten kämen demnach unter anderem aus Tschechien und Armenien. Die Agentur Interfax berichtete am Freitag mit Verweis auf das russische Konsulat von einer verletzten russischen Touristin.

Der Angreifer sei mit dem Messer an den Strand geschwommen und habe dann die Touristen attackiert, teilte das Ministerium mit. Der Angreifer sei festgenommen worden. Sein Motiv war zunächst unklar.

Außerdem wurden am Freitag in der Nähe von Kairo fünf Polizisten bei einem Angriff auf einen Kontrollpunkt getötet. Maskierte Angreifer hätten die Polizisten am Morgen in der Provinz Gizeh in Al-Badraschein rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo beschossen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Zwei Polizisten und drei Rekruten seien getötet worden. Zunächst bekannte sich niemand zu diesem Angriff.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Jahr 2013 kommt es in Ägypten immer wieder zu Angriffen auf Sicherheitskräfte.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

War da was? - Wie London-Urlauber mit dem Terror umgehen. Vor allem der gefallene Pfundkurs beschert der britischen Hauptstadt einen starken Anstieg der Besucherzahlen. Auch mehrere Terroranschläge können den Trend scheinbar nicht stoppen. Der Tourismus in London boomt. (Unterhaltung, 21.07.2017 - 13:24) weiterlesen...

Opfer auf Deutsch angesprochen - Hurghada-Attentäter beruft sich auf Scharia. Zwei deutsche Frauen sterben. Offenbar wollte der Angreifer noch mehr Menschen töten. Ein Mann schwimmt an einen Strand im beliebten ägyptischen Badeort Hurghada und sticht auf Ausländer ein. (Politik, 16.07.2017 - 15:04) weiterlesen...

Hurghada-Attentäter beruft sich auf Scharia, spricht deutsch. Der 28-Jährige Angreifer zweier deutscher Frauen habe dies in den Vernehmungen gesagt, berichtet die ägyptischen Zeitung «Al-Shorouk» unter Berufung auf informierte Kreise. Der Mann offenbare die Ideologie der Terrormiliz Islamischer Staat. Weiter berichtete die Zeitung, dass der Mann gut deutsch spricht und sich vor der Bluttat an einem Hotelstrand Hurghadas mit seinen beiden Opfern unterhalten habe. Danach habe er auf die beiden Frauen aus Niedersachsen eingestochen und sie getötet. Kairo - Der Messerstecher von Hurghada beruft sich einem Medienbericht zufolge auf die Scharia. (Politik, 16.07.2017 - 14:24) weiterlesen...

Angriff Ägypten: Sicherheitskreise sehen Verbindung zum IS. Der Täter habe mit den Extremisten über das Internet in Kontakt gestanden und von ihnen den Auftrag erhalten, Ausländer anzugreifen. Der festgenommene Angreifer ist demnach ein 28 Jahre alter Uni-Absolvent aus dem Norden Ägyptens. Die ägyptische Anwaltschaft für Staatssicherheit erklärte dagegen, es sei noch unklar, ob es sich um einen Terrorakt oder eine kriminelle Tat gehandelt habe. Die beiden getöteten deutschen Frauen stammen aus Niedersachsen. Kairo - Bei der Messerattacke im ägyptischen Badeort Hurghada mit zwei toten Deutschen hat es sich laut Sicherheitskreisen in Kairo um einen IS-Terrorangriff gehandelt. (Politik, 15.07.2017 - 18:00) weiterlesen...

Ermittler: Motiv des Messer-Angreifers in Hurghada unklar. Die ägyptische Anwaltschaft für Staatssicherheit rief die Medien dazu auf, Spekulationen und voreilige Schlussfolgerungen zu der Bluttat zu unterlassen. Aus Sicherheitskreisen in Kairo hatte es zuvor geheißen, der Täter habe den Auftrag für die Tat von der Terrormiliz IS bekommen. Bei dem Angriff in dem beliebten Badeort hatte ein Mann zwei deutsche Frauen erstochen und vier Touristen verletzt. Kairo - Das Motiv des Messer-Angreifers im ägyptischen Badeort Hurghada steht nach Angaben der Ermittler noch nicht fest. (Politik, 15.07.2017 - 17:10) weiterlesen...

Opfer des Messerangriffs von Hurghada kommen aus Niedersachsen. Das hat das Innenministerium in Hannover bestätigt. Die Nachricht von dem heimtückischen Messerattentat mache ihn sehr betroffen, sagte Ministerpräsident Stephan Weil. Bei der Attacke soll es sich laut Sicherheitskreisen in Kairo um einen IS-Terrorangriff gehandelt haben. Der Täter habe mit den Extremisten über das Internet in Kontakt gestanden und von ihnen den Auftrag erhalten, Ausländer anzugreifen. Der festgenommene Angreifer ist demnach ein 28 Jahre alter Uni-Absolvent aus dem Norden Ägyptens. Hurghada - Die beiden bei einer Messerattacke im ägyptischen Badeort Hurghada getöteten Frauen stammen aus Niedersachsen. (Politik, 15.07.2017 - 15:20) weiterlesen...