Konflikte, Nordkorea

Die Regierungen Nordkoreas und der USA beharken sich weiter mit drastischen Worten.

11.08.2017 - 08:26:06

Gefährliche Konfrontation - Trump legt nach: Nordkorea sollte «sehr, sehr nervös» sein. US-Präsident Trump hält seine umstrittene «Feuer und Wut»-Drohung sogar für «vielleicht nicht scharf genug».

  • Kim Jong Un - Foto: Rodong Sinmun/YONHAP/RODONG SINMUN/Archiv

    Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un auf einer Veranstaltung des Zentralkomitees der Arbeiterpartei. Foto: Rodong Sinmun/YONHAP/RODONG SINMUN/Archiv

  • Raketenstart - Foto: Raketenstart in Nordkorea: Die Mittelstreckenrakete Hwasong-10 steigt auf. Foto: KCNA

    Raketenstart in Nordkorea: Die Mittelstreckenrakete Hwasong-10 steigt auf. Foto: KCNA

  • Jubel in Pjöngjang - Foto: Jon Chol Jin

    Menschen jubeln in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang, während sie eine Nachrichtenübertragung verfolgen, die über einen neuen nordkoreanischen Raketentest berichtet. Foto: Jon Chol Jin

  • Nordkoreanische Rakete - Foto: Wong Maye-E

    Ballistische Raketen bei einer Militärparade in Pjöngjang. Foto: Wong Maye-E

  • US-Pazifikinsel Guam - Foto: Der US-Militärstützpunkt Guam ist von großer strategischer Bedeutung, im Vietnamkrieg diente die Insel den USA als Ausgangspunkt für Luftangriffe. Foto: Haven Daley

    Der US-Militärstützpunkt Guam ist von großer strategischer Bedeutung, im Vietnamkrieg diente die Insel den USA als Ausgangspunkt für Luftangriffe. Foto: Haven Daley

  • Kim - Foto: Der vom nordkoreanischen Rundfunk- und Fernsehkomitee zur Verfügung gestellte Videocrop zeigt Machthaber Kim Jong Un auf einem Raketen-Testgelände. Foto: KRT

    Der vom nordkoreanischen Rundfunk- und Fernsehkomitee zur Verfügung gestellte Videocrop zeigt Machthaber Kim Jong Un auf einem Raketen-Testgelände. Foto: KRT

  • Gelassenheit in Seoul - Foto: Ahn Young-Joon

    Gelassenheit in Seoul: Während ein Fernsehsender über einen nordkoreanischen Raketentest berichtet, studieren Pasanten in aller Ruhe ihre Smartphones. Foto: Ahn Young-Joon

  • THAAD-Raketenabwehr - Foto: Ralph Scott/Department Of Defense

    Test des Raketen-Abwehrsystems THAAD: Das System dient der Abwehr von Kurz- und Mittelstreckenraketen und zielt auf die Bedrohung durch Nordkorea. Foto: Ralph Scott/Department Of Defense

  • US-Rakete - Foto: US-Rakete im Silo: Foto: Jim Lo Scalzo

    US-Rakete im Silo: Foto: Jim Lo Scalzo

  • Nordkorea-Konflikt - Foto: Ahn Young-Joon

    Ein Passant blickt in Seoul auf einen Bildschirm, auf dem von einem Nachrichtensender Bilder Kim Jong Un und Donald Trump gezeigt werden. Foto: Ahn Young-Joon

  • Trump in Bedminster - Foto: Evan Vucci

    US-Präsident Donald Trump spricht am Trump National Golf Club in Bedminster über die Atomkrise mit Nordkorea. Foto: Evan Vucci

  • Donald Trump - Foto: Evan Vucci

    US-Präsident Donald Trump äußert sich in seinem Urlaubsdomizil in Bedminster, New Jersey. Foto: Evan Vucci

Kim Jong Un - Foto: Rodong Sinmun/YONHAP/RODONG SINMUN/ArchivRaketenstart - Foto: Raketenstart in Nordkorea: Die Mittelstreckenrakete Hwasong-10 steigt auf. Foto: KCNAJubel in Pjöngjang - Foto: Jon Chol JinNordkoreanische Rakete - Foto: Wong Maye-EUS-Pazifikinsel Guam - Foto: Der US-Militärstützpunkt Guam ist von großer strategischer Bedeutung, im Vietnamkrieg diente die Insel den USA als Ausgangspunkt für Luftangriffe. Foto: Haven DaleyKim - Foto: Der vom nordkoreanischen Rundfunk- und Fernsehkomitee zur Verfügung gestellte Videocrop zeigt Machthaber Kim Jong Un auf einem Raketen-Testgelände. Foto: KRTGelassenheit in Seoul - Foto: Ahn Young-JoonTHAAD-Raketenabwehr - Foto: Ralph Scott/Department Of DefenseUS-Rakete - Foto: US-Rakete im Silo: Foto: Jim Lo ScalzoNordkorea-Konflikt - Foto: Ahn Young-JoonTrump in Bedminster - Foto: Evan VucciDonald Trump - Foto: Evan Vucci

Washington/Seoul - US-Präsident Donald Trump hat im Atomkonflikt mit Nordkorea nachgelegt und das kommunistische Land eindringlich vor Militäroperationen gegen die USA gewarnt.

An die Adresse des Machthabers in Pjöngjang, Kim Jong Un, sagte Trump: «Wenn er etwas in Guam unternimmt, dann wird es ein Ereignis sein, wie es noch niemand zuvor gesehen hat, was in Nordkorea passiert.» Pjöngjang hatte zuvor mit möglichen Raketenangriffen in Richtung auf das US-Außengebiet Guam im Pazifik gedroht, sollten die USA ihre «provokativen» Handlungen nicht einstellen.

Die Top-Sicherheitsberater der Regierungen in Washington und Seoul vereinbarten nach südkoreanischen Angaben, ihr künftiges Vorgehen gegen die Bedrohung durch Nordkorea im Voraus zu besprechen.

Trump will von seiner umstrittenen «Feuer und Wut»-Drohung an die Adresse Nordkoreas nicht abrücken. Im Gegenteil: Die Bemerkung sei sogar «vielleicht nicht scharf genug» gewesen, sagte der US-Präsident am Donnerstag in seinem Urlaubsdomizil in Bedminster (New Jersey) weiter. Es sei an der Zeit gewesen, dass jemand für die Amerikaner und die Menschen anderer Nationen eintrete, rechtfertigte Trump seine drastische Rhetorik gegenüber Pjöngjang.

Auf die Frage, ob er an einen Präventivschlag denke, antwortete der US-Präsident: «Darüber reden wir nicht. Ich mache das nie.»

Nordkorea sollte «sehr, sehr nervös» sein, wenn es an einen Angriff auf die USA auch nur denke, sagte Trump weiter. Das international isolierte Land solle sich lieber zusammenreißen, andernfalls sei es in Schwierigkeiten, wie sie nur wenige Staaten erlebt hätten und niemand für möglich gehalten habe.

Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull kündigte an, dass sein Land im Falle eines nordkoreanischen Angriffs auf die USA zum Beistand verpflichtet sei. Der pazifische Sicherheitspakt ANZUS sehe dies zwingend vor.

Trumps Wortwahl in dem derzeit wohl gefährlichsten Konflikt der Welt ist auch in den USA umstritten. Kritiker wie der republikanische Außenpolitik-Experte John McCain sagen, es sei gefährlich, Rote Linien zu ziehen und sich damit selbst unter Zugzwang zu setzen.

Der US-Präsident verwies erneut darauf, dass das US-Atomwaffenarsenal in einem guten Zustand sei. «Es ist in Tip-Top-Verfassung», sagte Trump. «Niemand, das gilt auch für Nordkorea, sollte uns mit irgendetwas bedrohen.» Er kündigte auch an, dass die USA ihre Raketenabwehr aufstocken würden. Er werde dafür einen signifikanten Milliardenbetrag bereitstellen, sagte Trump.

Zwar fügte er hinzu, die USA müssten Verhandlungen jederzeit erwägen. «Aber sie haben jetzt 25 Jahre lang verhandelt.» Dass die jüngst einstimmig im Sicherheitsrat beschlossenen UN-Sanktionen den erwünschten Effekt haben würden, zweifelte Trump offen an. Er glaube, dass China in dem Konflikt deutlich mehr tun und den Druck auf Nordkorea erhöhen werde.

Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, bezeichnete die US-Politik des wirtschaftlichen Drucks als durchaus erfolgversprechend. Sie forderte, kein Land soll mehr Gastarbeiter aus Nordkorea aufnehmen - denn das von ihnen verdiente Geld fließe nicht in die Familien, sondern in Rüstungsprogramme der Regierung.

Nordkoreas Führung hatte am Donnerstag demonstrativ unbeeindruckt und mit Spott auf die jüngsten Drohungen Trumps reagiert. «Sachlicher Dialog ist mit so einem Typen bar jeder Vernunft nicht möglich, nur mit absoluter Stärke ist ihm beizukommen», hieß es in einer von den Staatsmedien verbreiteten Stellungnahme der Streitkräfte. Dann hieß es aus Pjöngjang, die USA müssten mit einer «schandvollen Niederlage» rechnen, sollten sie weiter auf «extreme militärische Abenteuer» sowie Sanktionen und Druck bestehen.

Nordkorea hatte trotz Verboten des UN-Sicherheitsrats und Warnungen aus dem Ausland am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10 000 Kilometern. Nordkoreas Staatschef Kim sagte nach dem Test, das Festland der USA sei jetzt in Reichweite. Als Reaktion auf den Raketentest verhängte der UN-Sicherheitsrat die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea.

@ dpa.de

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