Kriminalität, USA

Die Polizei sucht weiter nach dem Motiv des Todesschützen von Las Vegas und konzentriert sich nun auf die Freundin des Täters.

05.10.2017 - 07:00:06

Blutbad bei Country-Festival - Freundin des Schützen von Las Vegas: Ich hatte keine Ahnung. Derweil kommt Präsident Trump in die Stadt, um Trost und Zuspruch zu spenden.

  • Las Vegas - Foto: Marcio Jose Sanchez

    Polizeiabsperrung an einer Straße in Las Vegas. Im Hintergrund das Mandalay Bay Hotel. Foto: Marcio Jose Sanchez

  • Donald Trump in Las Vegas - Foto: Evan Vucci

    Während eines Treffens mit Rettungskräften hält US-Präsident Donald Trump eine Baseball-Mütze der Polizei von Las Vegas. Foto: Evan Vucci

  • Spurensuche - Foto: Gregory Bull

    Beamte des FBI am Ort untersuchen den Ort des Massakers. Foto: Gregory Bull

  • Hotelzimmer - Foto: Gregory Bull

    Ermittler im Zimmer des Hotels, von aus der Schütze auf die Besucher des Musikfestivals gefeuert hatte. Foto: Gregory Bull

  • Trump in Las Vegas - Foto: Evan Vucci

    US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania Trump bei einem Besuch des University Medical Center in Las Vegas. Foto: Evan Vucci

  • Gedenken - Foto: Gene Blevins

    Mit Blumen und Kerzen wird in Las Vegasan die Opfer des Massakers erinnert. Foto: Gene Blevins

Las Vegas - Foto: Marcio Jose SanchezDonald Trump in Las Vegas - Foto: Evan VucciSpurensuche - Foto: Gregory BullHotelzimmer - Foto: Gregory BullTrump in Las Vegas - Foto: Evan VucciGedenken - Foto: Gene Blevins

Las Vegas - Die Freundin des Todesschützen von Las Vegas hatte nach eigenen Angaben keine Ahnung von den Massaker-Plänen, die zum Tod von 59 Menschen - unter Einschluss des Täters - führten.

Eine entsprechende Erklärung veröffentlichte die 62-jährige Marilou Danley am Mittwoch über ihren Anwalt Matt Lombard. Kurz zuvor war sie von einem Besuch auf den Philippinen in die USA zurückgekehrt und wurde bei ihrer Ankunft in Los Angeles von Ermittlern der Bundespolizei FBI befragt.

Der in Las Vegas zuständige Bezirkssheriff Joseph Lombardo wollte sich am Abend (Ortszeit) nicht zu Danleys Angaben äußern. Er zeigte sich aber überzeugt, dass der Todesschütze Stephen Paddock irgendwann Hilfe gehabt haben müsse. Er verwies unter anderem darauf, dass der 64-Jährige im Laufe der vergangenen Jahre ein riesiges Waffenarsenal angelegt und die Tat über längere Zeit akribisch vorbereitet habe.

Paddock hatte am Sonntagabend (Ortszeit) in Las Vegas von seinem Zimmer im 32. Stock eines Hotels aus das Feuer auf Konzertbesucher eröffnet. Er tötete 58 Menschen und später auch sich selbst. Die Zahl der Verletzten bezifferte Lombardo am Mittwochabend mit 489, nachdem zuvor von mehr als 500 die Rede gewesen war.

US-Präsident Donald Trump traf sich am Mittwoch in Las Vegas mit Überlebenden des Massakers sowie Ersthelfern und Polizisten. Dabei würdigte er den Mut von Opfern, die trotz eigener Verletzungen zuerst anderen beigestanden hätten, den Einsatz der Polizei und anderer ziviler Helfer.

Amerika sei eine Nation in Trauer, sagt er. Sie teile das Leid aller, die ihnen nahe stehende Menschen verloren hätten. «Wir stehen an eurer Seite, um zu helfen, euren Schmerz zu tragen», sagte der Präsident. «Ihr seid nicht allein.» Aber das Böse, das sich in dieser Tat offenbart habe, dürfe nicht triumphieren, so Trump, «das Gute ist unser Leuchtturm». Den Todesschützen bezeichnete er als eine «verrückte kranke Person».

Danley beschrieb ihren Freund dagegen als «fürsorglichen» und «gütigen» Menschen, den sie geliebt habe. Sie sei über das, was er angerichtet habe, völlig am Boden zerstört. Paddock habe niemals etwas gesagt oder getan, was sie als Warnzeichen hätte verstehen können, so Danley weiter.

Zu ihrem Aufenthalt im Ausland während des Massenmordes sagte sie, Paddock habe ihr ein Flugticket zum Besuch ihrer Familie geschenkt. Später habe er ihr Geld überwiesen, damit sie sich ein Haus kaufen könne. Sie sei dankbar gewesen, aber zugleich besorgt, dass ihr Freund vorhaben könnte, sich von ihr zu trennen.

Wie Danley weiter erklärte, kehrte sie freiwillig in die USA zurück. Die Polizei in Las Vegas hat sie als eine «Person von Interesse» eingestuft - eine Bezeichnung für einen Menschen, von dem sie sich wichtige Informationen verspricht, der aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zwangsläufig als Tatverdächtiger gilt.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Streit um E-Mails - Trump-Team greift Sonderermittler Mueller an Die «Russland-Wolke» hängt weiter über über US-Präsident Trump - jetzt attackiert sein Lager den ungeliebten Sonderermittler Robert Mueller immer heftiger. (Politik, 17.12.2017 - 16:40) weiterlesen...

«Kultur der Übergriffe» - Hollywood will sexuellen Missbrauch bekämpfen. Jetzt soll gegengesteuert werden. Die Filmindustrie steht seit den Vorwürfen gegen Weinstein im Fokus der Missbrauchsdebatte. (Polizeimeldungen, 17.12.2017 - 15:52) weiterlesen...

Sexueller Missbrauch: Hollywood gründet Kommission. Ihre Aufgabe ist es laut Medienberichten, mit der «weit verbreiteten Kultur der Übergriffe und des Macht-Missbrauchs fertig zu werden». Die Kommission wolle dafür sorgen, dass sicherere, gerechtere und gleichberechtigtere Arbeitsplätze geschaffen würden - besonders für Frauen und Randgruppen. Die Enthüllungen über Fehlverhalten von Regisseuren, Schauspielern und Produzenten hatten mit Vorwürfen gegen Hollywood-Mogul Harvey Weinstein an Fahrt aufgenommen. Los Angeles - Im Kampf gegen sexuellen Missbrauch in der US-Unterhaltungsindustrie haben Filmstudios und Fernsehsender unterstützt von Hollywood-Größen eine Kommission gegründet. (Politik, 17.12.2017 - 04:46) weiterlesen...

Sexuelle Übergriffe - Neue Vorwürfe gegen Dustin Hoffman. Jetzt haben sich weitere Frauen gemdeldet, die Dustin Hoffman der sexuellen Belästigung bezichtigen. Die ersten Anschuldigungen gab es Anfang November. (Polizeimeldungen, 15.12.2017 - 10:28) weiterlesen...

Weitere Vorwürfe gegen Dustin Hoffman wegen Belästigung. Mehrere Frauen schilderten den US-Magazinen «Variety» und «Hollywood Reporter» angebliche Übergriffe des Schauspielers, die in den 1970er und 1980er Jahren stattgefunden haben sollen. Sie werfen Hoffman unter anderem vor, er habe sie begrapscht, zu sexuellen Handlungen gedrängt, sich vor ihnen ausgezogen oder masturbiert. Einige der Frauen gaben an, dass sie zu diesem Zeitpunkt minderjährig gewesen seien, andere Anfang 20. Los Angeles - Oscar-Preisträger Dustin Hoffman wird mit weiteren Vorwürfen sexueller Belästigung konfrontiert. (Politik, 15.12.2017 - 06:52) weiterlesen...

Sexueller Missbrauch: US-Polizei ermittelt gegen Polanski. Es werde ein Vorfall untersucht, der sich 1975 zugetragen haben soll, sagte ein Sprecher. Nähere Angaben zu dem möglichen Opfer machte die Polizei zunächst nicht. Dem 84-Jährigen wird laut Berichten vorgeworfen, sich damals an einem Kind vergriffen zu haben. Dabei gehe es um den Fall einer Frau, die Polanski beschuldigt hatte, sich ihr genähert zu haben, als sie zehn Jahre alt war, berichtete die «Los Angeles Times». Los Angeles - Die Polizei in Los Angeles ermittelt gegen Filmregisseur Roman Polanski wegen sexuellen Missbrauchs. (Politik, 13.12.2017 - 06:02) weiterlesen...