Parteien, CDU

Die Kanzlerin bittet ihre Partei eindringlich um Hilfe für das schwierige Wahljahr 2017.

06.12.2016 - 21:56:05

Wiederwahl mit 89,5 Prozent - Merkel zieht mit Dämpfer in den Bundestagswahlkampf. Doch etliche Delegierte machen ihrem Unmut über den Kurs Merkels Luft. Egal, ob SPD und Opposition jubeln.

  • Merkel - Foto: Die Kanzlerin hat unterstrichen, dass die Union ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf 2017 ziehen will. Foto: Kay Nietfeld

    Die Kanzlerin hat unterstrichen, dass die Union ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf 2017 ziehen will. Foto: Kay Nietfeld

  • CDU-Parteitag 2000 - Foto: Im Jahr 2000 wurde Merkel erstmals an die Spitze der CDU gewählt - ebenfalls in Essen. Foto: Michael Jung

    Im Jahr 2000 wurde Merkel erstmals an die Spitze der CDU gewählt - ebenfalls in Essen. Foto: Michael Jung

  • CDU-Bundesparteitag - Foto: Kay Nietfeld

    Angela Merkel beim CDU-Parteitag: «Wer das Volk ist, das bestimmt bei uns noch immer das ganze Volk, das bestimmen wir alle. Und nicht ein paar wenige, und mögen sie auch noch so laut sein.» Foto: Kay Nietfeld

  • Hm, naja... - Foto: Michael Kappeler

    Hm, naja... Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihrer Wiederwahl als CDU-Chefin beim Bundesparteitag in Essen. Foto: Michael Kappeler

Merkel - Foto: Die Kanzlerin hat unterstrichen, dass die Union ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf 2017 ziehen will. Foto: Kay NietfeldCDU-Parteitag 2000 - Foto: Im Jahr 2000 wurde Merkel erstmals an die Spitze der CDU gewählt - ebenfalls in Essen. Foto: Michael JungCDU-Bundesparteitag - Foto: Kay NietfeldHm, naja... - Foto: Michael Kappeler

. Die Schwesterparteien hätten es immer geschafft, das Beste für Deutschland zu tun, wenn es darauf angekommen sei. Dies gelte auch für die Flüchtlingspolitik.

Mehrere Redner kritisierten Merkel in der Aussprache heftig. Die baden-württembergische Delegierte Christine Arlt-Palmer beklagte, die CDU habe es ermöglicht, «dass sich am rechten Rand die AfD gebildet hat. Dieses Terrain werden wir nicht zurückgewinnen.» In der Flüchtlingspolitik habe man CSU-Chef Horst Seehofer gegen die Wand laufen lassen. Der ehemalige hessische CDU-Fraktionschef Christean Wagner, der immer wieder auf das konservative Profil der CDU pocht, sagte: «Ich halte viel davon, dass wir nüchtern die Realität betrachten und uns fragen, wo wir besser werden müssen.»

Seehofer war nicht zum Parteitag eingeladen worden. Die Schwesterpartei wurde in Essen von Generalsekretär Andreas Scheuer und CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt vertreten. Scheuer sagte, die CDU habe mit Verschärfungen des Asylkurses eine Riesenchance ergriffen.

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley sagte, Merkel habe abermals gezeigt, «dass sie keinen Plan hat, wohin sie unser Land führen möchte». Sie kritisierte: «Nach zwölf Jahren im Amt ist aber keine Kreativität oder gar noch ein Aufbruch zu erwarten.» Die Grünen warfen der CDU vor, keinen Kompass für eine sinnvolle Integrationsdebatte zu haben. Die Linksfraktion hielt der CDU vor, sie wetteifere mit «AfD, Pegida & Co.».

@ dpa.de

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