International, Russland

Der US-Militäreinsatz in Syrien macht den Moskau-Besuch von US-Außenminister Tillerson zu einem Drahtseilakt.

12.04.2017 - 17:26:06

US-Außenminister in Russland - Putin: Verhältnis zu den USA hat sich verschlechtert. Die Beziehungen zu den USA sind nach russischer Einschätzung die schlechtesten seit dem Ende des Kalten Krieges. Daran lässt auch der Kremlchef keinen Zweifel.

  • Rex Tillerson in Russland - Foto: Ivan Sekretarev

    Rex Tillerson am Flughafen Moskau-Wnukowo. Foto: Ivan Sekretarev

  • Tillerson in Moskau - Foto: Ivan Sekretarev

    US-Außenminister Rex Tillerson (R) zusammen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Foto: Ivan Sekretarev

  • Empfang in Moskau - Foto: Ivan Sekretarev

    US-Außenminister Rex Tillerson wird von Russlands Außenminister Sergej Lawrow empfangen. Foto: Ivan Sekretarev

  • Tillerson in Moskau - Foto: Alexander Zemlianichenko

    Tillersons Besuch soll dazu dienen, die unterschiedlichen Ansichten besser zu verstehen. Foto: Alexander Zemlianichenko

  • Tillerson und Lawrow - Foto: Ivan Sekretarev

    «Scharfen Meinungsverschiedenheiten»: Lawrow spricht mit seinem Amtskollegen Tillerson. Foto: Ivan Sekretarev

  • Wladimir Putin - Foto: Alexei Druzhinin/Zuma Press

    Kremlchef Wladimir Putin ist über den US-Militärschlag gegen die Truppen seines Verbündeten Assad verärgert. Foto: Alexei Druzhinin/Zuma Press

Rex Tillerson in Russland - Foto: Ivan SekretarevTillerson in Moskau - Foto: Ivan SekretarevEmpfang in Moskau - Foto: Ivan SekretarevTillerson in Moskau - Foto: Alexander ZemlianichenkoTillerson und Lawrow - Foto: Ivan SekretarevWladimir Putin - Foto: Alexei Druzhinin/Zuma Press

Moskau (dpa) - Die Beziehungen zwischen Russland und den USA haben sich nach den Worten des russischen Präsidenten Wladimir Putin seit Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump verschlechtert.

«Man kann sagen, dass das Vertrauensniveau auf Arbeitsebene nicht besser geworden ist, sondern eher schlechter, vor allem auf militärischer Ebene», sagte Putin anlässlich des Besuchs von US-Außenminister Rex Tillerson am Mittwoch dem Fernsehsender Mir.

Tillerson traf sich in der russischen Hauptstadt mit Außenminister Sergej Lawrow. Ob es anschließend zu einem Empfang bei Putin im Kreml kommen würde, war zunächst unklar.

Tillersons erster Russland-Besuch als Regierungsmitglied wird von dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Syrien und dem US-Angriff auf eine syrische Militärbasis überschattet. Russland ist einer der engsten Verbündeten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Kremlsprecher Dmitri Peskow wies Forderungen des Westens zurück, Assad fallen zu lassen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte die USA zu Beginn des Treffens mit Tillerson vor weiteren Militärangriffen in Syrien. «Wir halten es für einen wichtigen Grundsatz, solche Risiken und zukünftige Wiederholungen solcher Aktionen nicht zuzulassen», sagte er.

Tillerson sprach nach russischen Agenturberichten von «scharfen Meinungsverschiedenheiten» mit Moskau. Sein Besuch solle aber dazu dienen, die unterschiedlichen Ansichten besser zu verstehen und nach Wegen zu suchen, sie zu überbrücken, sagte er.

Putin kritisierte, dass sich die Nato-Mitgliedsländer bei dem US-Angriff in Syrien hinter Trump gestellt hätten. «Sie nicken wie chinesische Götzenbilder», sagte er. Putin bekräftigte frühere Moskauer Äußerungen, dass es für eine syrische Schuld an dem Chemiewaffenangriff keine Beweise gebe. «Aber die Verletzung des Völkerrechts gibt es. Das ist Fakt», sagte er.

Damit meint Putin offensichtlich, dass die USA einen Militärschlag gegen Syrien ausgeführt haben, ohne dass sie zuvor von dem Land angegriffen worden waren. Außerdem hatte der UN-Sicherheitsrat kein Mandat für einen Angriff erteilt. Trump begründete den Luftschlag gegen eine syrische Militärbasis unter anderem mit nationalen Sicherheitsinteressen.

Demonstrativ hat Moskau für Freitag ein Außenministertreffen mit seinen Verbündeten Syrien und dem Iran einberufen. Und schon an diesem Donnerstag will sich Lawrow mit seinem syrischen Kollegen beraten.

Nach Tillerson wird am 24. April die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini zu Gesprächen über den Syrien-Konflikt in Moskau erwartet. Die Italienerin reist zum ersten Mal seit Amtsantritt Ende 2014 in die russische Hauptstadt. Bislang war sie wegen des Streits mit Moskau über den Ukraine-Konflikt nicht dort gewesen.

@ dpa.de

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