Parteien, Umfragen

Der SPD-Kanzlerkandidat gilt als sympathisch und hat seine Partei in den Umfragen auf die Überholspur gesteuert.

17.02.2017 - 09:48:06

«Politbarometer» - Schulz in Kanzlerpräferenz weit vor Merkel

Berlin - Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zieht in der Kanzlerpräferenz der Wahlberechtigten rasant an Amtsinhaberin Angela Merkel vorbei.

Nur noch 38 Prozent wollen lieber Merkel als Regierungschefin, 49 Prozent bevorzugen Schulz - ein Vorsprung von elf Punkten, wie das am Freitag veröffentlichte ZDF-«Politbarometer» ergab. Ende Januar hatte Merkel noch vier Punkte vor ihrem kurz zuvor ernannten Herausforderer gelegen (44 zu 40 Prozent).

Auch in puncto Sympathie führt Schulz nach der Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen mit 36 zu 22 Prozent (kein Unterschied: 33). Bei anderen wichtigen Kriterien dagegen bekommt Merkel den größeren Zuspruch: Den größeren Sachverstand sehen 34 Prozent bei ihr und nur 10 Prozent bei dem SPD-Mann (kein Unterschied: 38); für glaubwürdiger halten 23 Prozent Merkel und 20 Prozent Schulz (kein Unterschied: 46). Und obwohl Schulz bei der K-Frage klar führt, finden annähernd konstant 71 Prozent, dass Merkel ihre Arbeit als Bundeskanzlerin eher gut macht (Eher schlecht: 24 Prozent).

Auf der «Politbarometer»-Skala der zehn beliebtesten Politiker rangiert Schulz - nach der üblichen Herausnahme von Frank-Walter Steinmeier als künftiger Bundespräsident - auf Platz eins (Wert 2,0 auf Skala von +5 bis -5). Er liegt damit gleichauf mit Baden-Württembergs grünem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (2,0) und vor der dann folgenden Merkel (1,7).

Die Trendwende bei der SPD geht einher mit einer sehr deutlichen Verbesserung ihrer Kompetenzzuweisung beim Thema Soziale Gerechtigkeit. Jetzt trauen 48 Prozent der SPD auf diesem Feld am meisten zu - gegenüber 29 Prozent im vergangenen November. Die Unionsparteien kommen hier nur noch auf 16 Prozent, die Linken auf 11, die Grünen auf 4 sowie FDP und AfD jeweils auf 1 Prozent.

In der Sonntagsfrage der zweiwöchentlichen Erhebung schießt Schulz' SPD auf 30 Prozent (plus sechs) hoch. Das ist der stärkste Zuwachs einer Partei im «Politbarometer» überhaupt - allerdings hatten auch andere Institute in den vergangenen Tagen für die Sozialdemokraten schon einen vergleichbaren Zuwachs registriert. Die Union rutscht auf 34 Prozent (minus zwei). Die Grünen würden sich demnach derzeit leicht auf 9 Prozent verbessern (plus eins). Die Linke käme nur noch auf sieben Prozent (minus drei). Die AfD würde weiter auf 10 Prozent rutschen (minus eins). Die FDP bliebe unverändert bei 6 Prozent.

Damit gäbe es derzeit weiterhin eine klare Mehrheit für die Fortsetzung der großen Koalition von CDU/CSU und SPD. Eine ganz knappe Mehrheit gäbe es auch für eine sogenannte Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP. Für Rot-Rot-Grün reichte es ebenso wenig wie für ein Ampelbündnis von SPD, Grünen und FDP.

@ dpa.de

Vergessen Sie Börsenliteratur!

Lesen Sie nur noch dieses Buch: „Der Börsenflüsterer“ von Meir Barak! Der gefeierte Börsenspezialist Barak zeigt Ihnen im kostenlosen ersten Teil seins Buches, wie Sie jetzt an der Börse aus der Routine ausbrechen können. Sie werden weniger arbeiten und trotzdem mehr verdienen. Und so einfach geht es …!

Weitere Meldungen

Umfrage «Politbarometer» - Große Mehrheit sieht Wirken von Helmut Kohl positiv. Entsprechend äußerten sich im ZDF-«Politbarometer» vier von fünf Befragten (81 Prozent). Nur 11 Prozent sehen dies anders. Berlin - Die ganz große Mehrheit der Bundesbürger beurteilt das politische Wirken des verstorbenen Altkanzlers Helmut Kohl nach einer Umfrage positiv. (Politik, 23.06.2017 - 11:36) weiterlesen...

Umfrage: Große Mehrheit beurteilt Kohls Wirken positiv. Berlin  - Die ganz große Mehrheit der Bundesbürger beurteilt das politische Wirken des verstorbenen Altkanzlers Helmut Kohl nach einer Umfrage positiv. Entsprechend äußerten sich im ZDF-«Politbarometer» vier von fünf Befragten. 11 Prozent sehen dies anders. Kohl hatte zu seinen Kanzlerzeiten stark polarisiert und wurde durchaus angefeindet. Fast drei Viertel der Befragten halten es für angemessen, Kohl als ersten Politiker mit einem Staatsakt der Europäischen Union zu würdigen. 22 Prozent sind nicht dieser Meinung. Kohl war am 16. Juni im Alter von 87 Jahren gestorben. Umfrage: Große Mehrheit beurteilt Kohls Wirken positiv (Politik, 23.06.2017 - 11:22) weiterlesen...

Union fast bei 40 Prozent - SPD rutscht weiter ab. Die SPD steht in den Umfragen nicht mehr besser da als vor der Nominierung des SPDF-Kanzlerkandidaten. Die Union strebt dagegen auf die 40-Grad-Marke zu. Der «Schulz-Zug» jhat an Fahrt verloren. (Politik, 21.06.2017 - 10:56) weiterlesen...

Umfrage - SPD rutscht weiter ab. Dem «Stern-RTL-Wahltrend» zufolge verliert die SPD einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche und fällt auf 23 Prozent. Berlin - Die Sozialdemokraten rutschen in der Wählergunst weiter ab. (Politik, 21.06.2017 - 08:52) weiterlesen...

SPD rutscht laut Umfrage weiter ab. Dem «Stern-RTL-Wahltrend» zufolge verliert die SPD einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche und fällt auf 23 Prozent. CDU/CSU verbessern sich hingegen um einen Prozentpunkt auf 39 Prozent. Die Linke gewinnt zwei Prozentpunkte hinzu und wird mit 10 Prozent zweistellig. Damit wäre sie drittstärkste Kraft im Bundestag. FDP und Grüne kommen jeweils auf acht Prozent, die AfD liegt wie in den Wochen zuvor bei sieben Prozent. Berlin - Die Sozialdemokraten rutschen in der Wählergunst weiter ab. (Politik, 21.06.2017 - 08:32) weiterlesen...

Sonntagstrend: Nur Grüne büßen in Wählergunst ein. Demnach büßten sie gegenüber der Vorwoche einen Punkt ein und fielen auf 7 Prozent. Zusammen mit den stagnierenden Sozialdemokraten, die bei 25 Prozent liegen, und den Linken mit 9 Prozent käme ein rot-rot-grünes Bündnis laut der Emnid-Umfrage für die «Bild am Sonntag» auf 41 Prozent - einen so niedrigen Wert erreichte die Dreierkonstellation zuletzt im Januar. CDU und CSU liegen unverändert bei 39 Prozent, die FDP bei 7 Prozent. Berlin - Zum Abschluss ihres Parteitags in Berlin sehen sich die Grünen als einzige Partei mit leicht rückläufigen Umfragewerten im neuen Sonntagstrend konfrontiert. (Politik, 18.06.2017 - 07:00) weiterlesen...