Steuern, Umweltschutz

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) schlägt vor, das Europäische Emissionshandelssystem (ETS) durch eine CO2-Steuer im Stromsektor zu ergänzen: Besteuert werden soll der Einsatz fossiler Brennstoffe zur Stromerzeugung.

10.07.2017 - 20:24:04

Bundesverband Erneuerbare Energie für CO2-Steuer im Stromsektor

Der BEE will das Konzept, über das das "Handelsblatt" berichtet, am Mittwoch präsentieren. Der Dachverband der Erneuerbaren-Branche hat das Beratungsunternehmen Energy Brainpool rechnen lassen, wie eine CO2-Steuer gestaltet werden könnte: Demnach würde bereits eine Steuer von 20 Euro je Tonne CO2 eine beachtliche zusätzliche Emissionsminderung bewirken und Deutschland auf den Pfad des erklärten Klimaziels bringen.

Die Steuer würde eine Veränderung im Brennstoffmix bei der Stromerzeugung auslösen: Der Anteil des Kohlestroms würde sinken, Gas bliebe nach den Berechnungen von Energy Brainpool auf stabilem Niveau erhalten. Die durchschnittlichen Strompreise würden demnach in etwa auf das Niveau der Jahre 2011 bis 2014 steigen.m Die Fachleute von Energy Brainpool gehen davon aus, dass die CO2-Steuer die Einnahmen aus der Stromsteuer von rund sieben Milliarden Euro zu einem erheblichen Teil ersetzen könnte. Sie rechnen mit Einnahmen von 3,9 Milliarden Euro bei einer CO2-Steuer in Höhe von 20 Euro je Tonne. Zugleich würde die EEG-Umlage leicht sinken. Unterstützung erhält der BEE aus der Wissenschaft. "Eine CO2-Steuer könnte wesentlich dazu beitragen, Klimaschutzziele schnell und effizient zu erreichen", sagte Ottmar Edenhofer, Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), dem "Handelsblatt". Er hält als Alternative zu einer CO2-Steuer auch einen Mindestpreis im Emissionshandel für einen möglichen Weg. "Wie auch immer man sich entscheidet: Es ist wichtig, solche Maßnahmen im europäischen Konzert zu verankern", sagte Edenhofer. Der Forscher warnt davor, allein auf gesetzliche Regelungen zu vertrauen. "Eine zu starke Fokussierung auf das Ordnungsrecht ist für die gewaltigen Transformationsanstrengungen, vor denen wir stehen, nicht tauglich. Es führt regelmäßig zu unerwünschten Nebeneffekten. Und grundsätzlich gilt: Je ambitionierter die Ziele sind, desto teurer ist die Zielerreichung mittels Ordnungsrecht."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Behörde: Amazon legt Steuerstreit in Italien mit Millionenzahlung bei. Dies teilte die zuständige Agenzia delle Entrate am Freitag mit. Die Vereinbarung werde die laufenden Steuerermittlungen von Staatsanwälten in Mailand sowie bei der Finanzpolizei beenden. Diese hätten sich auf den Zeitraum von 2011 bis 2015 erstreckt, hieß es. ROM - Der Online-Versandhandelskonzern Amazon will nach Angaben der italienischen Steuerbehörde seinen Streit mit Rom mit einer Zahlung von 100 Millionen Euro beilegen. (Wirtschaft, 15.12.2017 - 21:00) weiterlesen...

Luxemburg widerspricht EU-Kommission wegen Amazon-Steuern. Die Regierung beschloss nach Mitteilung vom Freitag, Widerspruch gegen die Aufforderung der Kommission einzulegen, die von Amazon nicht gezahlten Steuern jetzt einzutreiben. "Dieser Einspruch dient dazu, Rechtssicherheit herzustellen", heißt es in der Mitteilung der Regierung. LUXEMBURG - Luxemburg wird den Streit mit der EU-Kommission um eine Steuerforderung in Höhe von 250 Millionen Euro gegen den Internethändler Amazon vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) tragen. (Wirtschaft, 15.12.2017 - 13:38) weiterlesen...

SPD entscheidet über Sondierung - Dobrindt blockt SPD-Anliegen ab (Wirtschaft, 15.12.2017 - 07:32) weiterlesen...

Luxemburgs Premierminister will Digitalwirtschaft nicht nach Umsatz besteuern. "Es ist wichtig, dass wir das Spiel der Globalisierung mit den gleichen Regeln spielen, die für alle gelten", sagte Bettel der Deutschen Presse-Agentur. Über die Besteuerung der Digitalwirtschaft nach Umsatz statt nach Gewinn müsse die 35 Mitglieder zählende Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entscheiden. Auch die USA zählen zu den Mitgliedern. LUXEMBURG - Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel lehnt eine Besteuerung des Umsatzes großer Internet-Unternehmen ab. (Wirtschaft, 15.12.2017 - 06:33) weiterlesen...

Berliner Doppelhaushalt unter Dach und Fach - Kritik an Rot-Rot-Grün. Nach fast 16-stündiger Marathonsitzung beschloss das Abgeordnetenhaus den Etat in der Nacht zum Freitag. Die Regierungsfraktionen von SPD, Linken und Grünen stimmten dafür, CDU, AfD und FDP dagegen. Der Doppelhaushalt ist der erste eigene der seit einem Jahr amtierenden Koalition. Er hat ein Volumen von 28,6 Milliarden Euro für 2018 und 29,4 Milliarden Euro für 2019. BERLIN - Der Berliner Landeshaushalt für die Jahre 2018 und 2019 ist unter Dach und Fach. (Wirtschaft, 15.12.2017 - 05:19) weiterlesen...

Industrie: US-Steuersenkungen für Unternehmen sind 'Kampfansage'. Die Folge wären Wettbewerbsverzerrungen, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Investitionen anderswo und auch in Deutschland könnten dadurch sinken. Bei einer Senkung der US-Unternehmensteuern wäre auch eine Reform in Deutschland notwendig. BERLIN - Die deutsche Industrie hat die geplante massive Senkung der Unternehmensteuern in den USA als "absolute Kampfansage" bezeichnet. (Boerse, 15.12.2017 - 05:19) weiterlesen...