Konflikte, EU

Der Brexit-Prozess befeuert den Zwist um die Souveränitätsrechte über Gibraltar.

03.04.2017 - 14:20:06

Brexit - Zankapfel Gibraltar: Spaniens Außenminister mahnt zur Ruhe. Ein britischer Politiker spricht sogar von Krieg, um die Enklave zu verteidigen und provoziert damit eine Reaktion aus Madrid.

Madrid/Luxemburg - Im Streit zwischen Spanien und Großbritannien um die Souveränitätsrechte über Gibraltar hat der spanische Außenminister Alfonso Dastis zur Ruhe gemahnt.

«Ich glaube, dass jemand in den Vereinigten Königreich dabei ist, die Nerven zu verlieren. Und dafür gibt es keinen Grund», sagte Dastis vor Journalisten am Rande einer Veranstaltung in Madrid. Im Brexit-Prozess war der Streit über die Zugehörigkeit der nur 6,5 Quadratkilometer großen britischen Enklave an der südspanischen Küste wieder deutlich befeuert worden.

Der frühere Vorsitzende der Konservativen Partei, Michael Howard, hatte nach britischen Medienberichten erklärt, es sei möglich, dass Premierministerin Theresa May zur Verteidigung Gibraltars zu einem Krieg bereit sei.

Die spanische Regierung sei «schon etwas überrascht» über den Ton, der zurzeit in Großbritannien herrsche, sagte Dastis. «Es ist klar, dass das traditionelle britische Phlegma in der Frage von Europa und von Gibraltar ein bisschen durch Abwesenheit glänzt», fügte der Politiker der konservativen Regierung von Ministerpräsident, Mariano Rajoy, an.

Der britische Außenminister Boris Johnson bekräftigte unterdessen, dass er nicht mit einer Änderung der Souveränitätsrechte über Gibraltar rechne. «Die Souveränität Gibraltars ist unverändert», sagte er am Montag am Rande eines Treffens der EU-Außenminister in Luxemburg. «Und sie wird sich nicht ändern und eine Änderung ist auch nicht vorstellbar ohne die ausdrückliche Unterstützung des Volks von Gibraltar und des Vereinigten Königreichs. Und das wird sich nicht ändern.»

Das britische Gibraltar an der Südspitze der Iberischen Halbinsel ist seit mehr als drei Jahrhunderten ein Zankapfel zwischen London und Madrid. Das Gebiet ist so groß wie die ostfriesische Insel Baltrum. Im einst strategisch bedeutenden «Klein-Britannien» am Eingang des Mittelmeeres leben etwa 32.000 Menschen, vor allem vom Tourismus auf dem «Affenfelsen».

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Analyse - Ein Treffen, das es eigentlich nicht geben sollte. Die Außenbeauftragte Mogherini versuchte den Drahtseilakt. Was tun, wenn sich der israelische Ministerpräsident mit Unterstützung eines Freundes selbst zu einem Treffen einlädt? Vor dieser Frage standen am Montag Minister der EU-Staaten. (Politik, 11.12.2017 - 17:38) weiterlesen...

EU erteilt Netanjahus Jerusalem-Forderung Absage. «Er kann seine Erwartungen an andere richten, denn von der Seite der EU-Mitgliedstaaten wird dieser Schritt nicht kommen», sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini nach einem Treffen der EU-Außenminister mit Netanjahu in Brüssel. Die Italienerin machte zudem deutlich, dass die einseitige Anerkennung Jerusalems durch die USA aus EU-Sicht eher eine Gefahr als eine Chance für den Frieden darstellt. Brüssel - Die EU hat Forderungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nach Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt eine klare Absage erteilt. (Politik, 11.12.2017 - 15:58) weiterlesen...

Gespräche in Brüssel - EU erteilt Netanjahus Jerusalem-Forderung eine Absage. Doch die EU weist seine Forderung klar zurück. Netanjahu fordert von den EU-Staaten, sich in der Jerusalem-Frage ein Beispiel an Trump zu nehmen. (Politik, 11.12.2017 - 15:48) weiterlesen...

Netanjahu fordert von Europäern Anerkennung Jerusalems. Netanjahu äußerte sich zum Auftakt eines Treffens mit den EU-Außenministern in Brüssel. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini machte deutlich, dass eine einseitige Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt für die EU nicht infrage komme. Eine Lösung könne nur durch direkte Verhandlungen erreicht werden. Ziel müsse eine Zwei-Staaten-Lösung sein, bei der Jerusalem Hauptstadt beider Seiten sein kann. Brüssel - Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die EU-Staaten aufgefordert, dem US-Beispiel zu folgen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. (Politik, 11.12.2017 - 09:56) weiterlesen...

Gespräche in Brüssel - Netanjahu fordert von Europäern Anerkennung Jerusalems. Israels Regierungschef fordert in Brüssel, «die Realität anzuerkennen». Doch eine einseitige Anerkennung als isrealische Hauptstadt kommt für die Europäer nicht infrage. Der von US-Präsident Trump entfachte Streit um Jerusalem beschäftigt auch die EU. (Politik, 11.12.2017 - 09:28) weiterlesen...

Nahost-Gespräche - Netanjahu im Jerusalem-Streit bei EU-Außenministern. Jetzt trifft Israels Regierungschef Netanjahu die Außenminister der Union. Er kann mit einem kühlen Empfang rechnen. Der von US-Präsident Trump entfachte Streit um eine Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt beschäftigt auch die EU. (Politik, 11.12.2017 - 09:00) weiterlesen...