Prozesse, Kriminalität

Das Urteil im Prozess um das Zugunglück naht.

02.12.2016 - 05:32:05

Durch Smartphone abgelenkt - Plädoyers im Prozess um Zugunglück von Bad Aibling. Am vorletzten der sieben Verhandlungstage halten Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Nebenkläger ihre Plädoyers. Der Fahrdienstleiter ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Zwölf Menschen starben bei dem Unfall.

Traunstein - Mit den Plädoyers neigt sich der Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling mit zwölf Toten dem Ende zu. Der Reihe nach werden Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Nebenkläger ihre Schlussvorträge halten und dabei sagen, welche Schuld sie dem Fahrdienstleiter zumessen.

Der Bahnmitarbeiter ist am Landgericht Traunstein wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Das Urteil soll am Montag (5. Dezember) verkündet werden. Die Höchststrafe bei fahrlässiger Tötung beträgt fünf Jahre.

Zu Prozessbeginn hatte der 40-Jährige gestanden, bis kurz vor dem Zusammenstoß der beiden Züge am 9. Februar das Fantasy-Rollenspiel «Dungeon Hunter5» auf seinem Handy gespielt zu haben. Dabei geht es um das Töten von Dämonen. Die Vorschriften der Deutschen Bahn (DB) verbieten die private Nutzung von Smartphones im Dienst.

Womöglich vom Spielen abgelenkt hatte der Fahrdienstleiter im Stellwerk mehrere Signale falsch gestellt, wie die fünftägige Beweisaufnahme im Prozess ergab. Beim Absetzen eines Notrufes drückte er eine falsche Taste. Der Alarm erreichte die Lokführer nicht. Dadurch kam es zum Frontalzusammenstoß auf eingleisiger Strecke. Bei dem Unglück starben zwölf Menschen, fast 90 wurden teils lebensgefährlich verletzt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Streit wegen Tierhaltung - Landwirt steht nach Schüssen auf Amtstierarzt vor Gericht. Dies wollte der Bauer um jeden Preis verhindern und schoss auf den anwesenden Amtstierarzt. Weil er sein Vieh offenbar nicht korrekt hielt, sollten die Tiere eines Landwirts abgeholt und an Händler übergeben werden. (Politik, 24.07.2017 - 05:28) weiterlesen...

Freier betäubt und ausgeraubt - Rotlicht-Skandal: Gut acht Jahre Haft für Ex-Bordellchef. Nach mehr als vier Jahren Verhandlung wurde nun der damalige Boss der Bordelle verurteilt. In Düsseldorfer Bordellen sind reihenweise Freier mit Drogen betäubt und finanziell ausgeplündert worden. (Politik, 21.07.2017 - 13:10) weiterlesen...

Gezielte Attacke - Hacker-Angriff auf Telekom-Router: Prozessbeginn in Köln Köln - Rund acht Monate nach einem Cyber-Angriff auf Router der Deutschen Telekom hat mit Verspätung der Prozess gegen den mutmaßlichen Hacker vor dem Kölner Landgericht begonnen. (Wissenschaft, 21.07.2017 - 10:34) weiterlesen...

Prozess um Hacker-Angriff auf Telekom-Router beginnt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 29-Jährigen versuchte gewerbsmäßige Computersabotage vor. Laut Anklage soll er Ende November 2016 durch eine gezielte Attacke massenweise «Speedport»-Router lahmgelegt haben. Als Folge waren bei rund 1,25 Millionen Telekom-Kunden teilweise Internet, Telefon und Fernsehen gestört. Das Unternehmen beziffert den entstandenen Schaden auf mehr als zwei Millionen Euro. Köln - Rund acht Monate nach einem Cyber-Angriff auf Router der Deutschen Telekom beginnt am Vormittag vor dem Kölner Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Hacker. (Politik, 21.07.2017 - 02:58) weiterlesen...

Schwachstelle ausgenutzt - «Spiderman» legte Telekom-Router lahm - Prozess beginnt. Die Anschlüsse von rund 1,25 Millionen Telekom-Kunden waren gestört. Nun kommt der mutmaßliche Hacker vor Gericht. Er nannte sich «Spiderman»: Ein 29-Jähriger Mann soll für den Angriff auf «Speedport»-Router im vergangenen Jahr verantwortlich sein. (Wissenschaft, 20.07.2017 - 16:50) weiterlesen...

Prozess um Kindesentziehung - Mutter reiste mit Kindern zum IS. Wegen Entziehung Minderjähriger muss sie sich deshalb heute vor dem Amtsgericht Nürnberg verantworten. Der Grund: Der Vater, mit dem sie für die drei ältesten Kinder das gemeinsame Sorgerecht hatte, wusste nichts von den Plänen. Gegen die Frau ermittelt die Staatsanwaltschaft München noch wegen Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Nürnberg - Zusammen mit ihren vier Kindern soll eine 40 Jahre alte Mutter nach Syrien gereist sein, um sich der Terrormiliz IS anzuschließen. (Politik, 20.07.2017 - 04:58) weiterlesen...