Erdbeben, Neuseeland

Das Erdbeben hat die Neuseeländer mitten in der Nacht aus den Betten gerissen.

14.11.2016 - 06:58:05

Schäden offenbar überschaubar - Straßen in Neuseeland nach Erdbeben verschüttet. Zwei Menschen sind umgekommen. Massive Felsabbrüche haben Straßen verschüttet. Es sieht aber nach glimpflichem Ausgang aus.

  • Seismograph - Foto: Fredrik von Erichsen/Symbolbild

    Der rot markierte Erdbeben-Ausschlag auf einem Seismographen-Ausdruck. Ein schweres Beben hat Neuseeland erschüttert. Foto: Fredrik von Erichsen/Symbolbild

  • Furcht - Foto: Ross Setford

    Aus Furcht vor Nachbeben haben sich Menschen in Wellington auf der Straße versammelt. Foto: Ross Setford

  • Wellington - Foto: Ross Setford

    Die Splitter einer durch das Beben zerstörten Scheibe in der Hauptstadt Wellington. Foto: Ross Setford

  • Tsunami-Warnung - Foto: Ross Setford

    Tsunami-Warnung: Bis zu fünf Meter hohe Wellen rollen auf Teile der Südinsel Neuseelands zu. Foto: Ross Setford

  • Erdbebenschäden - Foto: Ross Setford

    Glas und Mauerwerk liegen in Wellington auf einem Gehweg. Foto: Ross Setford

  • Warten - Foto: Ross Setford

    In der Hauptstadt Wellington sammelten sich Hunderte Menschen in den Straßen, während Alarmsirenen heulten und Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge durch die Straßen jagten. Foto: Ross Setford

  • Schäden in Supermarkt - Foto: Ross Setford

    In einem Supermarkt sind Lebensmittel aus den Regalen gefallen. Foto: Ross Setford

  • Riss - Foto: Ross Setford

    In Wellington ist eine Straße aufgerissen. Foto: Ross Setford

Seismograph - Foto: Fredrik von Erichsen/SymbolbildFurcht - Foto: Ross SetfordWellington - Foto: Ross SetfordTsunami-Warnung - Foto: Ross SetfordErdbebenschäden - Foto: Ross SetfordWarten - Foto: Ross SetfordSchäden in Supermarkt - Foto: Ross SetfordRiss - Foto: Ross Setford

Christchurch - Das schwere Erdbeben in Neuseeland mit mindestens zwei Toten hat vor allem in dünn besiedelten Regionen starke Schäden verursacht. Die wirtschaftlichen Folgen dürften sich deshalb in Grenzen halten-

Das sagte der Chefökonom der ASB-Bank, Nick Tuffley. «Einige Provinzstädte sind schwer betroffen, aber in den größeren Städten sind die Schäden offenbar überschaubar», sagte er der Fairfax-Nachrichtenredaktion.

Die Erde bebte kurz nach Mitternacht Ortszeit. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,5 bis 7,9 lag nördlich von Christchurch auf der Südinsel. An einigen Küsten brachen mehr als zwei Meter hohe Tsunami-Wellen herein. Mehrere teils starke Nachbeben erschütterten die Region. . Dabei waren 185 Menschen umgekommen.

Bei dem neuen Beben haben Erdrutsche zahlreiche Straßen verschüttet, Hunderte Häuser wurden teils schwer beschädigt und in größeren Landstrichen fiel der Strom aus. Straßen wiesen tiefe Risse auf. Videos aus Überwachungskameras zeigten Supermärkte, in denen Flaschen und Nahrungsmittel aus den Regalen geschleudert wurden. Einwohner veröffentlichten Fotos von umgekippten Regalen und bröckelnden Zimmerdecken in sozialen Medien.

Regierungschef John Key überflog die Region im Hubschrauber und sah an der Küste nördlich von Christchurch die massiven Felsabstürze. «Dort ist einfach absolute Verwüstung. Das wird Monate dauern, das wieder herzurichten», sagte er. Am Morgen hatte er in der Hauptstadt Wellington 40 Touristen besucht, die in der Nacht im Parlamentsgebäude Zuflucht bekommen hatten. Sie schliefen in der Lobby, weil unsicher war, ob ihr Hotel noch sicher war.

Besonders betroffen war der Ort Kaikoura etwa 180 Kilometer nördlich von Christchurch. Er hat rund 2000 Einwohner. Dort wurde nach Medienberichten eine mehr als Hundertjährige aus den Trümmern ihres Hauses gerettet. Eine Person kam ums Leben, wie der Arzt des Kaikoura-Krankenhauses, Christopher Henry, im Fernsehen bestätigte. Sechs Menschen seien mit Verletzungen nach Christchurch geflogen worden, 15 würden vor Ort behandelt.

Nördlich von Kaikoura ging ein Erdrutsch in das Flussbett des Clarence nieder und staute das Wasser. Die Behörden warnten die Menschen in der Region, Abstand zum Fluss zu halten, weil das gestaute Wasser jederzeit durch die Schlammmassen brechen und eine Flutwelle auslösen könnte.

@ dpa.de

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