Kriminalität, Terrorismus

Das Doppelleben des Syrienflüchtlings / Bundeswehrsoldaten Franco A.

29.04.2017 - 19:02:07

Soldat unter Verdacht - Franco A. fiel schon 2014 als Rechtsextremer auf. wirft mehr Fragen auf, als die Behörden beantworten können. Eine «völkische» Masterarbeit des Soldaten dürfte die Verantwortlichen weiter in Bedrängnis bringen. Sie waren offenbar gewarnt.

Berlin sei informiert worden. Es ist unter anderem für den MAD zuständig.

Wie das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf die bisherigen Ermittlungen weiter schreibt, fiel Franco A. an der französischen Elite-Universität auf, weil er in der Arbeit «Politischer Wandel und Subversionsstrategie» völkische und teilweise rechtsextreme Meinungen wiederholt und sich nicht von entsprechenden Denkern oder Philosophen distanziert habe. Sie sei nicht mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar, habe ein Professor festgestellt. Ein Bundeswehrwissenschaftler vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr habe die Arbeit damals ebenfalls gelesen. Er sei zu dem Fazit gelangt, der Text enthalte eindeutig «völkisches Denken».

Trotz der beiden klaren Urteile sei dem Verdacht nicht weiter nachgegangen worden, weil sich Franco A. gegenüber seinem deutschen Vorgesetzten von der der Arbeit distanziert und angegeben habe, das Papier unter Zeitdruck geschrieben zu haben, berichtet der «Spiegel».

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) versprach unterdessen eine Untersuchung zur Frage, wieso der deutsche Soldat als Flüchtling aus Syrien registriert wurde. «Zur lückenlosen Aufklärung des Falls habe ich eine Untersuchungsgruppe im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eingerichtet, die sehr rasch Ergebnisse vorlegen soll», stand am Samstag in einer Mitteilung des Ministeriums. Bereits am Freitag hatte die Bundesregierung Fehler eingeräumt.

Obwohl der Oberleutnant kein Arabisch spricht, hatte er sich als Flüchtling aus Syrien registrieren lassen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gewährte ihm nach einer Anhörung auf Französisch Ende 2016 eingeschränkten Schutz. Franco A. schweigt zu den Vorwürfen.

Die kritisierte Flüchtlingsbehörde hat nach einem Bericht der «Welt» (Samstag) die Zahl der Mitarbeiter im Sicherheitsreferat deutlich aufgestockt. Etwa 40 zusätzliche Mitarbeiter seien zuletzt aus allen Bereichen des Amtes zusammengezogen worden. Das Sicherheitsreferat bearbeitet Meldungen von Entscheidern und Dolmetschern über auffällige Asylbewerber mit mutmaßlich falschen oder unklaren Herkunftsangaben.

Franco A. aus Offenbach war erstmals vor fast drei Monaten aufgefallen, weil er auf dem Flughafen Wien eine Pistole in einer Toilette versteckt hatte. Nach Informationen des «Spiegels» soll es sich dabei um ein gut 70 Jahre altes Modell aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs handeln. Sie stamme aus der Produktionslinie «French Unique». Heutzutage gelte die 7,65-Kaliber-Pistole eher als Sammlerobjekt.

Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt geht davon aus, dass mit der Waffe eine schwere staatsgefährdende Straftat geplant war. Zu möglichen Anschlagszielen äußerten sich die Ermittler bisher nicht.

@ dpa.de

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