Bildung, Schulen

Das Bildungsniveau der Grundschüler in Deutschland ist in manchen Bereichen deutlich zurückgegangen.

13.10.2017 - 12:42:05

IQB-Bildungstrend 2016 - Mathe, Zuhören, Rechtschreibung: Grundschüler fallen zurück. Aktueller denn je ist deshalb die Frage, wie wirksame Schritte gegen den zunehmenden Lehrermangel aussehen können.

Berlin in Berlin veröffentlichte. Untersucht wurde, inwieweit Viertklässler Bildungsstandards der KMK in Deutsch und Mathematik erreichen.

Verändert hat sich seit der Vorgängererhebung 2011 auch die Zusammensetzung der Schülerschaft. Der Anteil der Viertklässler mit Migrationshintergrund hat sich um mehr als ein Drittel auf 34 Prozent erhöht.

KMK-Präsidentin Susanne Eisenmann sagte, die heterogene Schülerschaft stelle die Länder vor große Herausforderungen. «Die Ergebnisse der Studie zeigen einen bundesweiten Handlungsbedarf bei der Förderung in den Kernfächern Deutsch und Mathematik.» 

Nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Bildung (GEW) sind an den Grundschulen in Deutschland dringend mehr Lehrer nötig. «Die Grundschulen müssen endlich die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen als «Schule für alle Kinder» zusteht», sagte GEW-Vorstandsmitglied Ilka Hoffmann mit Blick auf die Ergebnisse der Studie.

Die Länder hätten die Grundschulen sträflich vernachlässigt, kritisiert die GEW. «Wir brauchen nicht mehr Tests, sondern eine bessere personelle Ausstattung, kleinere Lerngruppen, mehr Angebote qualitativ hochwertiger schulinterner Fortbildung sowie eine Steigerung der Attraktivität des Berufs. Und: Die Grundschullehrkräfte müssen endlich genauso bezahlt werden wie die vollausgebildeten Lehrkräfte an den anderen Schularten», so die Gewerkschafterin.

«Wir brauchen konkrete Maßnahmen, wie der Lehrermangel behoben werden kann», forderte der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann. Wenn es nicht gelingt, schnellstmöglich wieder auf originär ausgebildete Lehrkräfte in den Schulen zugreifen zu können, werde sich der festgestellte Negativtrend weiter verstärken.

An der Studie hatten rund 30 000 Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgangsstufe aus allen 16 Ländern teilgenommen.

@ dpa.de

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