Fußball, WM

Bundestrainer Löw ordnet das kurzweilige Remis gegen starke Franzosen als Bestätigung ein: Sein Team sieht er trotz einiger Experimente auf höchstem Niveau.

15.11.2017 - 07:18:06

Löw optimistisch - Last-Second-Remis für DFB-Elf als Bestätigung. Der Chefcoach freut sich für zwei Profis besonders.

  • Zweikampf - Foto: Toni Kroos (r) nimmt dem Franzosen Kylian Mbappe den Ball ab. Foto: Roland Weihrauch

    Toni Kroos (r) nimmt dem Franzosen Kylian Mbappe den Ball ab. Foto: Roland Weihrauch

  • Torjubel - Foto: Roland Weihrauch

    Lars Stindl (2.v.r) jubelt mit seinen Teamkameraden über seinen Treffer zum späten 2:2. Foto: Roland Weihrauch

  • Führung - Foto: Bernd Thissen

    Alexandre Lacazette (l) hat das 1:0 für Frankreich erzielt - Deutschlands Torwart Kevin Trapp reklamiert vergeblich. Foto: Bernd Thissen

  • Ausgleich - Foto: Timo Werner (l) tunnelt Frankreichs Keeper Steve Mandanda und erzielt den Treffer zum 1:1. Foto: Roland Weihrauch

    Timo Werner (l) tunnelt Frankreichs Keeper Steve Mandanda und erzielt den Treffer zum 1:1. Foto: Roland Weihrauch

  • Doppeltorschütze - Foto: Frankreichs Torschütze Alexandre Lacazette (M) jubelt nach seinem Treffer zum 2:1. Foto: Marius Becker

    Frankreichs Torschütze Alexandre Lacazette (M) jubelt nach seinem Treffer zum 2:1. Foto: Marius Becker

Zweikampf - Foto: Toni Kroos (r) nimmt dem Franzosen Kylian Mbappe den Ball ab. Foto: Roland WeihrauchTorjubel - Foto: Roland WeihrauchFührung - Foto: Bernd ThissenAusgleich - Foto: Timo Werner (l) tunnelt Frankreichs Keeper Steve Mandanda und erzielt den Treffer zum 1:1. Foto: Roland WeihrauchDoppeltorschütze - Foto: Frankreichs Torschütze Alexandre Lacazette (M) jubelt nach seinem Treffer zum 2:1. Foto: Marius Becker

Köln - Joachim Löw war zufrieden. Das Last-Second-Tor von Lars Stindl zum 2:2 gegen Frankreich gab dem Bundestrainer ein gutes Gefühl zum Abschluss eines richtig guten Länderspieljahres. «Es ist schön, wenn man in der 90. Minute den Ausgleich erzielt und das Jahr so beendet. Es war ein schöner Angriff über Mesut Özil und Mario Götze. Aber das Ergebnis hat nicht die absolute Priorität. Es ist gut, dass man bei einem Rückstand das Gefühl hat, man kommt zurück», sagte der Bundestrainer nach dem unterhaltsamen letzten WM-Test 2017 gegen die Équipe Tricolore am Dienstagabend in Köln.

Auch Mittelfeld-Lenker Toni Kroos hob den stimmungsfördernden Effekt des späten Ausgleichs für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hervor. «Das Ergebnis ist mir grundsätzlich nicht so wichtig, aber es freut mich, dass wir nicht verloren haben, denn wir hätten es nicht verdient gehabt. Ich finde, mit so einem Gefühl herauszugehen, noch ein Tor zu machen, ist wichtig», sagte der Real-Madrid-Profi.

Obwohl der erste Heimsieg gegen Frankreich seit 30 Jahren nach dem Doppelpack von Alexandre Lacazette und den deutschen Toren von Timo Werner und Stindl wieder nicht gelang, war die Erleichterung bei den Fußball-Nationalspielern doch spürbar. Nach Confed-Cup-Sieg und Rekord-Qualifikation wurde die Leistungssteigerung gegen technisch extrem starke und superschnelle Franzosen auch durch das spät gesicherte Remis zu einem Signal Richtung WM 2018. «Wir sind fußballerisch mit Frankreich und einigen anderen Nationen auf höchstem Niveau. Was man bei einem Turnier braucht, ist mentale Stärke und körperliche Robustheit», sagte Löw.

Löw sieht seine WM-Kandidaten Richtung Russland auf dem richtigen Weg. Der Doppel-Test gegen England (0:0) und Frankreich, bei dem er alle seiner 20 Feldspieler einsetzte, hat ihn darin bestätigt. «Die Spieler wissen, worum es geht. Über das Wesentliche haben wir immer wieder gesprochen, was wir erwarten, mit welcher Einstellung die Spieler die Saison durchziehen müssen. Es geht um Feinabstimmung in der Defensive, Kompaktheit und Organisation», sagte der 57-Jährige.

Zwei Gewinner hatte der Frankreich-Test hervorgebracht. Mario Götze spielte erstmals seit 364 Tagen wieder für Deutschland und setzte damit seinen Stabilisierungskurs nach langer Krankheits-Auszeit fort - zumal er den Ball entscheidend auf Torschütze Stindl verlängerte. «Mir geht es gut. Alles bestens», sagte der BVB-Profi. Löw sieht den WM-Siegtorschützen von 2014 auf dem richtigen Weg zu alter Stärke. «Er hat keine einfachen Jahre hinter sich. Er wird besser und besser, aber er braucht noch ein bisschen.»

Für Torwart Kevin Trapp fand der Bundestrainer auch lobende Worte. Der Ersatzmann von Paris Saint-Germain parierte mehrmals prächtig und festigte auch ohne Spielpraxis im Club seine Position als WM-Option. «In zwei, drei Aktionen hat er super reagiert und Chancen zunichte gemacht. Gerade gegen Frankreich, wo er im Fokus stand, so eine Ruhe und Ausstrahlung zu haben, ist eine gute Leistung», betonte Löw.

Für den DFB-Chefcoach geht das WM-Tuning schon in zwei Wochen mit der Reise nach Moskau weiter. Das erste Länderspiel-Jahr ohne Niederlage seiner Ära und die Serie von nun 21 nicht verlorenen Partien spielen dann schon keine Rolle mehr. In der russischen Hauptstadt werden die WM-Gruppen ausgelost. Für Löw ein «immer spannender» Termin. «Dann wissen wir wer die Gegner sind und auf wen wir uns einstellen müssen», sagte er.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Götze will von Löw keinen WM-Bonus: «Nicht mein Anspruch». Er wolle mitfahren, weil er Leistung bringe. Sein Anspruch sei es, den Bundestrainer davon zu überzeugen, dass er sich auf ihn verlassen könne und er ihn als einen sehr guten Spieler ansehe. Das sagte der BVB-Mittelfeldspieler der «Welt am Sonntag». Er wolle nicht allein wegen seines entscheidenden Tores im Finale 2014 gegen Argentinien mitfahren dürfen. Das sei nicht sein Anspruch und auch nicht der der Nationalmannschaft. Dortmund - WM-Siegtorschütze Mario Götze erwartet bei der Nominierung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland keinen Helden-Bonus von Bundestrainer Joachim Löw. (Politik, 19.11.2017 - 09:48) weiterlesen...

Ex-England-Star Lineker leitet WM-Gruppenauslosung in Moskau. Zürich - Der frühere englische Fußball-Star Gary Lineker wird zusammen mit der russischen Sportjournalistin Maria Komandnaja am 1. Dezember die WM-Gruppenauslosung in Moskau leiten. Das gab der Fußball-Weltverband FIFA bekannt. Dem Duo werden acht Auslosungsassistenten zur Seite stehen, einer davon ist der frühere russische Fußballer Nikita Simonjan. Die weiteren sieben Assistenten werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben. Die Auslosung der acht WM-Vorrundengruppen findet im Moskauer Kreml statt. Deutschland zählt dabei zu den acht gesetzten Teams. Ex-England-Star Lineker leitet WM-Gruppenauslosung in Moskau (Politik, 17.11.2017 - 11:08) weiterlesen...

Ventura-Nachfolger - Trainersuche: Wird Ancelotti Italiens «Retter der Nation»?. Auch Italiens Fußballverbands-Präsident steht in der Kritik - und muss deshalb aus eigenem Interesse schnell einen neuen Trainer für die Azzurri finden. Gian Piero Ventura ist Geschichte. (Sport, 16.11.2017 - 15:18) weiterlesen...

Lostöpfe stehen fest - WM ohne Italien, Chile und Holland: Vorrunden-Langeweile?. Dezember werden die Vorrundengruppen für die Fußball-WM 2018 ausgelost. Viele interessante Konstellationen dürfte es dann nicht geben. Einige Top-Nationen und WM-Dauerteilnehmer fehlen. Am 1. (Sport, 16.11.2017 - 13:44) weiterlesen...

Auslosung am 1. Dezember - WM-Lostöpfe komplett - Deutschland könnte Spanien erwischen. Berlin - Peru hat sich das 32. und letzte WM-Ticket gesichert - und damit stehen nun auch die Lostöpfe für die WM-Auslosung am 1. Dezember (16.00 Uhr) in Moskau fest. Der Fußball-Weltverband FIFA veröffentlichte die Einteilung für die Zeremonie im Moskauer Kreml. Auslosung am 1. Dezember - WM-Lostöpfe komplett - Deutschland könnte Spanien erwischen (Sport, 16.11.2017 - 08:38) weiterlesen...

Trainer Ventura beurlaubt - Italien arbeitet WM-Debakel auf - Wunschlösung Ancelotti. Auf der Liste möglicher Nachfolger ganz vorne steht: Ex-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti. Nach der verpassten WM-Qualifikation ringt der italienische Fußball um einen Neustart - ohne Coach Gian Piero Ventura, der am Mittwochabend beurlaubt wurde. (Unterhaltung, 15.11.2017 - 19:02) weiterlesen...