Konflikte, Kolumbien

Bogotá - Nach 52 Jahren des Konflikts ist ein endgültiger Waffenstillstand zwischen den kolumbianischen Sicherheitskräften und der linken Guerillaorganisation Farc in Kraft getreten.

29.08.2016 - 17:16:05

Waffenstillstand in Kolumbien in Kraft getreten

  • Farc-Chef Rodrigo Londoño - Foto: Ernesto Mastrascusa

    Farc-Chef Rodrigo Londoño verkündet in Havanna den endgültigen Waffenstillstand. Erst vor wenigen Tagen hatten die Rebellen und die Regierung nach über 50 Jahren der Kämpfe einen Friedensvertrag unterschrieben. Foto: Ernesto Mastrascusa

  • Kontrolliertes Gebiet - Foto: Christian Escobar Mora

    Zuletzt war der Konfliktin seiner bisher ruhigsten Phase seit Gründung der Farc im Jahre 1964. Foto: Christian Escobar Mora

  • Einschusslöcher - Foto: Christian Escobar Mora

    Spuren jahrzehntelanger Auseinandersetzungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc. Foto: Christian Escobar Mora

  • Bald Frieden? - Foto: Christian Escobar Mora

    Die Provinz Cauca war jahrelang von der Farc kontrolliertFoto: Christian Escobar Mora

  • Verkauf von Hüten - Foto: Christian Escobar Mora

    Experten rechnen bei einem Friedensschluss mit einem deutlichen Anstieg des Wirtschaftswachstums, vor allem im Tourismussektor. Foto: Christian Escobar Mora

  • Frieden im Alltag - Foto: Christian Escobar Mora

    Bislang investierte die Regierung pro Jahr rund drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in den Kampf gegen illegale Gruppen. Foto: Christian Escobar Mora

Farc-Chef Rodrigo Londoño - Foto: Ernesto MastrascusaKontrolliertes Gebiet - Foto: Christian Escobar MoraEinschusslöcher - Foto: Christian Escobar MoraBald Frieden? - Foto: Christian Escobar MoraVerkauf von Hüten - Foto: Christian Escobar MoraFrieden im Alltag - Foto: Christian Escobar Mora

«An diesem 29. August beginnt eine neue Geschichte in Kolumbien. Die Waffen schweigen. Der Krieg mit den Farc ist vorbei», schrieb Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos auf Twitter.

In der vergangenen Woche hatten sich die Regierung und die Rebellen nach fast vierjährigen Verhandlungen in Kuba auf ein Friedensabkommen geeinigt. Der Vertrag sieht unter anderem eine politische Beteiligung der Guerilla und eine Sonderjustiz für die Aufarbeitung der Verbrechen beider Seiten vor. Am 2. Oktober sollen die Kolumbianer in einem Referendum über das Abkommen entscheiden.

Seit rund einem Jahr galt in Kolumbien bereits eine weitgehend eingehaltene Waffenruhe. Es gab kaum noch bewaffnete Auseinandersetzungen. Seit Mitte der 1960er Jahre waren in dem ältesten Konflikt Lateinamerikas mehr als 220 000 Menschen ums Leben gekommen und Millionen vertrieben worden.

@ dpa.de