G20, Extremismus

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht zu der umstrittenen Wahl Hamburgs als Ort des G20-Gipfels und will sich nach eigenen Worten nicht aus der Verantwortung stehlen.

16.07.2017 - 18:22:06

Trotz der Krawalle - Merkel steht zur Wahl Hamburgs als G20-Gipfelort. Das sei natürlich auch ihre Entscheidung gewesen, sagte Merkel am Sonntag in Berlin im ARD-Sommerinterview.

Mit Blick auf die massiven Krawalle und Zerstörungen in Hamburg rund um den Gipfel der Staats- und Regierungschefs der großen Wirtschaftsmächte (G20) sagte sie: «Dafür habe ich genauso die Verantwortung wie Olaf Scholz und drücke mich auch nicht davor.» 

Bürgermeister Scholz (SPD) hatte sich bei den Hamburgern entschuldigt. Merkel sagte, die Gewalt sei deutlich zu verurteilen. Sie danke ausdrücklich den Sicherheitsbehörden.

Zur Forderung der Hamburger CDU nach einem Rücktritt von Scholz sagte sie, die CDU sei eine vielfältige Partei. Sie habe mit der Hamburger CDU gesprochen und «ganz deutlich gesagt», dass sie die Rücktrittsforderungen für falsch halte. Das gesamte Präsidium und der Bundesvorstand der CDU - mit Ausnahme Hamburgs - stünden zu dem Gipfel und unterstützten Scholz. Sie und die Bundesregierung seien G20-Gastgeber gewesen, sagte Merkel weiter: «Da sich jetzt hinterher auseinanderdividieren zu lassen, wäre aus meiner Sicht abenteuerlich.»

@ dpa.de

Weitere Meldungen

G20-Geschädigten soll mit 40 Mio. Euro geholfen werden. Bund und die Stadt Hamburg wollen insgesamt 40 Millionen Euro bereitstellen, wie ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums in Berlin bestätigte. Der Fonds soll allerdings nur nicht versicherte Schäden abdecken. Die Handelskammer Hamburg forderte, dass alle geschädigten Unternehmen einen Rechtsanspruch auf vollständige Entschädigung durch den Staat erhalten sollten, ohne ihre Versicherungen in Anspruch nehmen zu müssen. Berlin - Nach den Hamburger G20-Krawallen bahnt sich eine Auseinandersetzung um die Höhe der Entschädigungen an. (Politik, 20.07.2017 - 16:48) weiterlesen...

Fonds für Sachschäden - Bis zu 40 Mio Euro für Geschädigte der G20-Krawalle. Einigen ist das allerdings zu wenig. Für die Entschädigung von Opfern der Krawalle beim G20-Gipfel wollen der Bund und die Stadt Hamburg bis zu 40 Millionen Euro bereitstellen. (Politik, 20.07.2017 - 16:34) weiterlesen...

Fonds für Sachschäden - Bis 40 Mio Euro für Geschädigte der G20-Krawalle Berlin - Für die Entschädigung von Opfern der Krawalle beim G20-Gipfel Anfang Juli wollen der Bund und die Stadt Hamburg bis zu 40 Millionen Euro bereitstellen. (Politik, 20.07.2017 - 08:20) weiterlesen...

Geschädigten der G20-Krawalle soll mit 40 Mio Euro geholfen werden. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Nach Informationen von «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» soll die Entschädigung über einen Härtefallfonds abgewickelt werden, von dem der Bund die Hälfte trägt. Bei den Ausschreitungen hatten Randalierer auch Geschäfte geplündert und Autos angezündet. Der Fonds soll für Sachschäden aufkommen, «für die kein Versicherungsschutz besteht». Berlin - Für die Entschädigung von Opfern der Krawalle beim G20-Gipfel Anfang Juli wollen der Bund und die Stadt Hamburg bis zu 40 Millionen Euro bereitstellen. (Politik, 20.07.2017 - 00:12) weiterlesen...

Umfrage - Mehrheit sieht keine Mitschuld friedlicher G20-Demonstranten Hamburg - Nach den Krawallen am Rande des G20-Gipfels in Hamburg glaubt etwa jeder zweite Bundesbürger einer Umfrage zufolge, dass der Staat die Gefahr des Linksextremismus bislang unterschätzt hat. (Politik, 19.07.2017 - 09:50) weiterlesen...