International, Regierung

Barack Obama ist ein letztes Mal als US-Präsident in Deutschland.

17.11.2016 - 16:14:06

Sorge vor Globalisierungsfrust - Obama wirbt für Merkel: «Bereit, für ihre Werte zu kämpfen». Erst kürzlich hatte er Kanzlerin Merkel als seine engste Vertraute gewürdigt - und legt den Deutschen nun ans Herz, ihren Kampf für demokratische Werte zu honorieren.

  • Bewaffneter Polizist - Foto: Sebastian Gollnow

    Bewaffneter Polizist an einer Straßensperre in Berlin: Die Sicherheitsmaßnahmen für den Obama-Besuch sind strikt. Foto: Sebastian Gollnow

  • Barack Obama - Foto: Orestis Panagiotou

    US-Präsident Barack Obama spricht im Athener Kulturzentrum der Stavros-Niarchos-Stiftung. Foto: Orestis Panagiotou

  • Adlon - Foto: Paul Zinken

    Polizisten und ein Panzerwagen stehen vor dem Hotel Adlon in Berlin. Foto: Paul Zinken

  • Sicherheitsschleuse - Foto: Mitten in der Stadt ist eine Sicherheitsschleuse für Fahrzeuge aufgebaut worden, um den Präsidenten zu schützen. Foto: Paul Zinken

    Mitten in der Stadt ist eine Sicherheitsschleuse für Fahrzeuge aufgebaut worden, um den Präsidenten zu schützen. Foto: Paul Zinken

  • Valls - Foto: Paul Zinken

    Frankreichs Premierminister Manuel Valls (M) trifft sich mit Merkel und Obama. Foto: Paul Zinken

  • Warten auf Obama - Foto: Kay Nietfeld

    Vor seinem letzten Besuch als US-Präsident: Mitarbeiter des Bundeskanzleramts warten auf Barack Obama. Foto: Kay Nietfeld

  • Merkel und Obama - Foto: Kay Nietfeld

    Man wird einander wohl vermissen: Barack Obama wird von Angela Merkel ein letztes Mal vor dem Bundeskanzleramt begrüßt. Foto: Kay Nietfeld

Bewaffneter Polizist - Foto: Sebastian GollnowBarack Obama - Foto: Orestis PanagiotouAdlon - Foto: Paul ZinkenSicherheitsschleuse - Foto: Mitten in der Stadt ist eine Sicherheitsschleuse für Fahrzeuge aufgebaut worden, um den Präsidenten zu schützen. Foto: Paul ZinkenValls - Foto: Paul ZinkenWarten auf Obama - Foto: Kay NietfeldMerkel und Obama - Foto: Kay Nietfeld

Berlin - Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat Kanzlerin Angela Merkel als Eckpfeiler der internationalen Politik gewürdigt und ihre Glaubwürdigkeit betont. «Sie ist bereit, für ihre Werte zu kämpfen», sagte Obama in einem Interview von ARD und «Spiegel».

Das Interview wird am Donnerstabend bei «Spiegel Online» und nach der «Tagesschau» veröffentlicht.

Am Nachmittag traf der US-Präsident, der während seines Berlin-Besuchs im Luxushotel «Adlon» wohnt, im nahe gelegenen Kanzleramt ein. Merkel und Obama begrüßten sich lächelnd und mit Wangenküsschen. Bei dem auf mindestens eineinhalb Stunden angesetzten Gespräch sollte es unter anderem um die Rolle der USA unter dem künftigen republikanischen Präsidenten Donald Trump bei der Bewältigung internationaler Krisen wie in Syrien gehen.

Auch die Deutschen sollten Merkel wertschätzen, sagte Obama laut vorab verbreiteten Gesprächsauszügen. Für ihn sei Merkel eine wichtige Partnerin, machte der US-Präsident deutlich. Ähnlich hatte er sich schon bei früheren Treffen mit der Kanzlerin geäußert. Im April sagte Obama in Hannover, er sei froh, dass Merkel noch Kanzlerin sei, wenn er nicht mehr Präsident sei: «Die Welt wird davon profitieren, von ihrer sehr steten und konsequenten Präsenz.» Und erst kürzlich hatte der Präsident hervorgehoben, Merkel sei die Politikerin, mit der er in den vergangenen Jahren «wahrscheinlich am engsten zusammengearbeitet» habe.

Obama zeigte sich in dem Interview besorgt über den Zustand der westlichen Industriegesellschaften. «Wenn die globale Wirtschaft nicht auf Menschen reagiert, die sich zurückgelassen fühlen, wenn die Ungleichheit weiter wächst, werden wir erleben, dass sich die Spaltungen in den Industrieländern ausweiten.»

Trump, Kreml-Chef Wladimir Putin, die Ukraine-Krise, der Terrorismus: Dies sind einige der Themen, über die Merkel und Obama sprechen wollten. Nach Angaben der Bundesregierung sollten auch die Wirtschaftsbeziehungen, die Zukunft des geplanten EU-Handelsabkommens TTIP mit den USA und die Klimapolitik Thema sein. Da es sich um einen Abschiedsbesuch handele, würden Merkel und Obama auf die gemeinsamen Anstrengungen der vergangenen Jahre zurückblicken, hieß es weiter.

Obamas Visite in der deutschen Hauptstadt verlief bis zum Vormittag ohne jede Störung. Rund 2400 Polizisten sind zum Schutz des US-Präsidenten und für Absperrungen in Berlin im Einsatz. Noch bis zur Abreise Obamas am Freitagmittag würden diese umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen dauern, sagte ein Polizeisprecher.

Merkel hatte den US-Präsidenten am Mittwochabend im «Adlon» zu einem Abendessen in privater Atmosphäre getroffen. Die Zusammenkunft unter vier Augen dauerte drei Stunden und endete gegen 22.30 Uhr. Über die Inhalte ihres Gesprächs wurde nichts bekannt.

In einem am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Beitrag für die «Wirtschaftswoche» warben Merkel und Obama für das Handelsabkommen TTIP und den Klimaschutz. Das wurde als Botschaft an den künftigen US-Präsidenten Trump gewertet. Er gilt als Gegner des freien Welthandels und will Klimaschutzvorgaben für die US-Industrie streichen. Deutsche und Amerikaner müssten die Chance ergreifen, «die Globalisierung nach unseren Werten und Vorstellungen zu gestalten», schrieben die Kanzlerin und der amtierende Präsident.

Die Achse Washington-Berlin sei für die Weltwirtschaft und die G20-Gruppe der Top-Wirtschaftsmächte enorm bedeutsam, fügten Merkel und Obama hinzu: «Jetzt, da die Weltwirtschaft sich schneller denn je entwickelt und die globalen Herausforderungen so groß wie nie sind, ist diese Zusammenarbeit wichtiger als jemals zuvor.» Beide verteidigten die weltweiten Klimaschutzziele: «Die Partnerschaft zwischen den USA und Deutschland hat außerdem eine zentrale Rolle dabei gespielt, das Pariser Klimaschutzabkommen zu erreichen.» Es wird befürchtet, dass die Trump-Regierung aus dem Abkommen aussteigt.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

US-Regierung stimmt Verkauf von Raketenabwehrsystem an Polen zu. Das teilte das Amt für Sicherheitszusammenarbeit mit. Das Geschäft hätte ein Volumen von 10,5 Milliarden US-Dollar. Der Kongress muss noch zustimmen. Die USA und Polen hatten sich während des Besuchs von Präsident Donald Trump in Warschau im Juli auf den Waffendeal geeinigt. Die «Patriots» sollen Teil der polnischen Verteidigung gegen mögliche Aggressionen aus Russland sein. Washington - Das US-Außenministerium hat dem Verkauf eines Raketenabwehrsystems vom Typ «Patriot» an Polen zugestimmt. (Politik, 17.11.2017 - 23:54) weiterlesen...

USA rutschen ab - Studie: Deutschland hat weltweit bestes Image. Die USA dagegen verlieren deutlich an Beliebtheit. Deutschland genießt in der Welt das höchste Ansehen - so sieht es zumindest eine aktuelle Studie. (Politik, 16.11.2017 - 17:34) weiterlesen...

Studie: Deutschland hat weltweit bestes Image - USA rutschen ab. Das geht aus einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts GfK und Politikberaters Simon Anholt hervor. Die Vereinigten Staaten sind im Image-Ranking demnach auf Platz sechs abgerutscht. Frankreich gilt international als das zweitbeliebteste Land, Großbritannien hält sich stabil auf Platz drei, Kanada und Japan teilen sich Rang vier. Der sogenannte Anholt-GfK Nation Brands Index ermittelt jährlich, wie 50 Länder weltweit wahrgenommen werden. Nürnberg - Deutschland hat einer Studie zufolge weltweit den besten Ruf - und damit den USA den Rang abgelaufen. (Politik, 16.11.2017 - 13:06) weiterlesen...