Demonstrationen, USA

Ausnahmezustand in der US-Stadt Charlottesville: Bei einer Kundgebung von Rechtsextremisten kommt es erst zu hässlichen Gewaltszenen.

12.08.2017 - 21:54:04

US-Stadt Charlottesville - Auto rast nach Neonazi-Demo in Gegendemonstranten: Ein Toter

  • Demonstration von Rechtsextremisten - Foto: Demonstranten geraten in Charlottesville aneinander: Bei einer Kundgebung von Rechtsextremisten und Neonazis im kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten. Foto: Steve Helber

    Demonstranten geraten in Charlottesville aneinander: Bei einer Kundgebung von Rechtsextremisten und Neonazis im kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten. Foto: Steve Helber

  • Rechtsextremisten - Foto: Steve Helber

    Rechtsextremistische Demonstranten versammeln sich in Charlottesville. Nach Gewaltausbrüchen wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Foto: Steve Helber

  • Polizeieinsatz - Foto: Steve Helber

    Polizisten bewachen nach den Gewalttätigkeiten in Charlottesville den Eingang zum Lee Park, wo eine Kundgebung von Rechtsextremisten und Neonazis stattfand. Foto: Steve Helber

  • Verletzte - Foto: Rettungskräfte transportieren eine verletzte Frau aus dem Gefahrenbereich. Ein Auto war in Charlottesville in eine Gruppen von Demonstranten gerast. Foto: Steve Helber

    Rettungskräfte transportieren eine verletzte Frau aus dem Gefahrenbereich. Ein Auto war in Charlottesville in eine Gruppen von Demonstranten gerast. Foto: Steve Helber

  • Attacke auf Gegendemonstranten - Foto: Ryan M. Kelly/The Daily Progress

    Ein Auto rast in Charlottesville in eine Gruppe von Gegendemonstranten. Foto: Ryan M. Kelly/The Daily Progress

  • Tatfahrzeug - Foto: Das Tatfahrzeug dreht um, nachdem es in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren war. Foto: Ryan M. Kelly/The Daily Progress

    Das Tatfahrzeug dreht um, nachdem es in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren war. Foto: Ryan M. Kelly/The Daily Progress

  • Unfallort - Foto: Polizisten sperren den Unfallort ab, an dem ein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren war. Foto: Steve Helber

    Polizisten sperren den Unfallort ab, an dem ein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren war. Foto: Steve Helber

  • Erste Hilfe - Foto: Erste Hilfe: In Charlottesville war ein Auto am Rande einer Kundgebung von Rechtsextremisten in eine Gruppen von Gegendemonstranten gerast. Foto: Steve Helber

    Erste Hilfe: In Charlottesville war ein Auto am Rande einer Kundgebung von Rechtsextremisten in eine Gruppen von Gegendemonstranten gerast. Foto: Steve Helber

Demonstration von Rechtsextremisten - Foto: Demonstranten geraten in Charlottesville aneinander: Bei einer Kundgebung von Rechtsextremisten und Neonazis im kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten. Foto: Steve HelberRechtsextremisten - Foto: Steve HelberPolizeieinsatz - Foto: Steve HelberVerletzte - Foto: Rettungskräfte transportieren eine verletzte Frau aus dem Gefahrenbereich. Ein Auto war in Charlottesville in eine Gruppen von Demonstranten gerast. Foto: Steve HelberAttacke auf Gegendemonstranten - Foto: Ryan M. Kelly/The Daily ProgressTatfahrzeug - Foto: Das Tatfahrzeug dreht um, nachdem es in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren war. Foto: Ryan M. Kelly/The Daily ProgressUnfallort - Foto: Polizisten sperren den Unfallort ab, an dem ein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren war. Foto: Steve HelberErste Hilfe - Foto: Erste Hilfe: In Charlottesville war ein Auto am Rande einer Kundgebung von Rechtsextremisten in eine Gruppen von Gegendemonstranten gerast. Foto: Steve Helber

Charlottesville - Ein Auto ist am Rande einer Kundgebung von Rechtsextremisten in Charlottesville (US-Staat Virginia) in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast. Dabei habe es mindestens einen Toten gegeben, teilte Bürgermeister Mike Signer auf Twitter mit.

Videoaufnahmen und Augenzeugenberichte weisen demnach auf eine absichtliche Tat hin. Den städtischen Behörden zufolge stieß das Fahrzeug mit zwei anderen Autos zusammen. Dabei seien mehrere Fußgänger verletzt wordne. Die Bürger wurden dazu aufgerufen, den Unfallort freizuhalten, damit Helfer dorthin gelangen könnten.

Bereits zuvor war es am Rande der Kundgebung verschiedener ultrarechter Gruppen in der Stadt in Virginia zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten gekommen. Schon Stunden, bevor die Veranstaltung überhaupt begann, lieferten sich Teilnehmer beider Seiten teils heftige Schlägereien. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie der Sender CNN meldete.

Präsident Donald Trump verurteilte die Gewalt, nachdem sich zunächst nur First Lady Melania geäußert hatte. «Wir ALLE müssen zusammenstehen & alles verurteilen, für das Hass steht», twitterte Trump. «Es gibt keinen Platz für diese Art von Gewalt in Amerika.» Vertreter rechtsextremer Gruppen wie Alt-Right hatten sich nach der Wahl des Republikaners ermutigt geäußert. Kritiker lasteten Trump an, sich nicht genügend von den Rechten distanziert zu haben.

Der Gouverneur von Virginia, Terry McCauliffe, und städtische Stellen riefen nach Ausbruch der Gewalttätigkeiten für Charlottesville den Ausnahmezustand aus. Eine solche Maßnahme erleichtert es, zusätzliche Sicherheitskräfte heranzuziehen, wenn dies für nötig gehalten wird.

Anlass für die Kundgebung unter dem Motto «Vereinigt die Rechte» war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-Generals Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Erwartet wurden bis zu 6000 Teilnehmer aus verschiedenen Spektren der Ultrarechten. Mit dabei war auch der frühere Ku-Klux-Klan-Führer David Duke.

@ dpa.de

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