Notfälle, Terrorismus

Augenzeugen berichten von einem lauten Knall und einer «Flammenwand» im U-Bahn-Waggon.

15.09.2017 - 12:34:05

Mindestens 18 Verletzte - Polizei: Explosion in Londoner U-Bahn-Zug vermutlich Terror. Mindestens 18 Menschen werden verletzt. Die britische Polizei geht von einem Terroranschlag aus.

London - In einem voll besetzten U-Bahn-Waggon in London hat es nach Medienberichten eine Explosion gegeben. Die Behörden gehen von einem Terroranschlag aus. Der Londoner Rettungsdienst teilte mit, 18 Menschen seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden.

Noch sei es zu früh, um zu bestätigen, was den Brand ausgelöst habe. In sozialen Medien kursierte ein Bild von einem weißen Eimer in einer Supermarkt-Tüte, der die eine Explosion ausgelöst haben soll. Aus dem Eimer hingen Drähte. Die Polizei bestätigte die Echtheit des Fotos noch nicht.

Premierministerin Theresa May rief den nationalen Krisenstab zu einer Sitzung zusammen. Außenminister Boris Johnson rief die Menschen auf, Ruhe zu bewahren. «Leider habe ich nur eingeschränkte Informationen und es ist im Moment sehr wichtig, nicht zu spekulieren», sagte Johnson dem Nachrichtensender «Channel 4 News». «Alle sollten die Ruhe bewahren und ihren Alltag ganz normal fortsetzen, so normal wie es irgendwie geht.»

Die oberirdische Metro-Haltestelle Parsons Green wurde weiträumig gesperrt, wie die Polizei mitteilte. Auf Fernsehbildern war ein großes Aufgebot an Rettungskräften zu sehen. Die Feuerwehr teilte mit, sie sei mit 50 Mann im Einsatz. Im Fernsehen waren bewaffnete Polizeieinheiten zu sehen. Die Menschen wurden aufgerufen, die Umgebung zu meiden. Der Zugverkehr wurde teilweise unterbrochen.

Augenzeugen sprachen von einem lauten Knall und einer «Flammenwand», die sich in dem Waggon ausgebreitet haben soll. Die Menschen seien in Panik aus der U-Bahn-Station geflohen. Der Vorfall ereignete sich gegen 08.20 Uhr (Ortszeit; 09.20 Uhr MESZ).

Ein Zeugin namens Emma sagte dem Sender BBC 5: «Ich lief die Treppen runter. Nach einer Weile stapelten sich die Menschen übereinander, weil einige beim Laufen hingefallen waren.» Eine Mann namens Luke sagte dem Sender: «Es hat sich angefühlt, als würden wir um unser Leben laufen.»

@ dpa.de