Brände, Unfälle

Auch drei Tage nach dem Ausbruch der katastrophalen Waldbrände nördlich von Lissabon wüten die Flammen weiter.

20.06.2017 - 21:33:23

Feuer wüten weiter - Portugal: Löschflugzeug stürzt im Waldbrandgebiet ab. Nun stürzte ein Löschflugzeug ab - aber zunächst blieb das Wrack verschollen.

  • Waldbrände in Portugal - Foto: Es ist der Waldbrand mit den meisten Todesopfern in Portugal seit Beginn der Aufzeichnungen. Foto: Peter Kneffel

    Es ist der Waldbrand mit den meisten Todesopfern in Portugal seit Beginn der Aufzeichnungen. Foto: Peter Kneffel

  • Erschöpft - Foto: Erschöpft: Ein Feuerwehrmann ruht sich nahe der Ortschaft Vale Verde an einem Einsatzfahrzeug aus. Foto: Peter Kneffel

    Erschöpft: Ein Feuerwehrmann ruht sich nahe der Ortschaft Vale Verde an einem Einsatzfahrzeug aus. Foto: Peter Kneffel

  • Waldbrände in Portugal - Foto: Peter Kneffel

    Der Rentner Armando Frazao steht in seinem zerstörten Schuppen in der Ortschaft Lameira Cimeira. Foto: Peter Kneffel

  • Ausgebrannter Lkw - Foto: Nichts mehr zu retten: Die Überreste eines verbrannten LKW auf dem Hof einer Autowerkstatt. Foto: Peter Kneffel

    Nichts mehr zu retten: Die Überreste eines verbrannten LKW auf dem Hof einer Autowerkstatt. Foto: Peter Kneffel

  • Löschversuch - Foto: Paulo Duarte

    Löschflugzeuge sind über dem Waldbrandgebiet in Zentralportugal pausenlos im Einsatz. Foto: Paulo Duarte

  • Kampf mit dem Gartenschlauch - Foto: Nehmen, was man kriegen kann: Mit einem Gartenschlauch kämpft ein Mann gegen den verheerenden Waldbrand. Foto: Peter Kneffel

    Nehmen, was man kriegen kann: Mit einem Gartenschlauch kämpft ein Mann gegen den verheerenden Waldbrand. Foto: Peter Kneffel

Waldbrände in Portugal - Foto: Es ist der Waldbrand mit den meisten Todesopfern in Portugal seit Beginn der Aufzeichnungen. Foto: Peter KneffelErschöpft - Foto: Erschöpft: Ein Feuerwehrmann ruht sich nahe der Ortschaft Vale Verde an einem Einsatzfahrzeug aus. Foto: Peter KneffelWaldbrände in Portugal - Foto: Peter KneffelAusgebrannter Lkw - Foto: Nichts mehr zu retten: Die Überreste eines verbrannten LKW auf dem Hof einer Autowerkstatt. Foto: Peter KneffelLöschversuch - Foto: Paulo DuarteKampf mit dem Gartenschlauch - Foto: Nehmen, was man kriegen kann: Mit einem Gartenschlauch kämpft ein Mann gegen den verheerenden Waldbrand. Foto: Peter Kneffel

Lissabon - Verwirrung um ein angeblich in Portugal abgestürztes Löschflugzeug: Der Zivilschutz des Landes dementierte am Dienstagabend Berichte, wonach eine Maschine im Waldbrandgebiet rund um Pedrógão Grande verunglückt sei.

Zahlreiche Medien hatten zuvor unter Berufung auf die örtlichen Behörden berichtet, in der Region sei eine Canadair-Maschine abgestürzt, die am Kampf gegen die Flammen beteiligt gewesen sei.

Laut der Zeitung «Público» berichteten Feuerwehrleute zudem, sie hätten einen Knall gehört und einen Feuerball gesehen. Der Zivilschutz erklärte, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein anderes Fluggerät verunglückt sei, das aber nichts mit den Löscharbeiten zu tun habe, oder dass Gasflaschen im Feuer explodiert seien.

Das Feuer war am Samstag im bergigen Kreis Pedrógão Grande 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon ausgebrochen. 64 Menschen kamen seither in den Flammen ums Leben, mehr als 150 wurden «Público» zufolge verletzt. Insgesamt seien in Pedrógão Grande und dem Nachbarkreis Goís 40 Ortschaften evakuiert worden, hieß es weiter.

Noch immer waren Hunderte Rettungskräfte in der Region im Einsatz. Einige betroffene Dörfer konnten wegen der Flammen zunächst nicht erreicht werden, weshalb nicht ausgeschlossen ist, dass es weitere Opfer geben könnte. Es ist der Waldbrand mit den meisten Todesopfern in Portugal seit Beginn der Aufzeichnungen. Noch immer sind die Flammen wegen starker Winde und Temperaturen von rund 30 Grad die Flammen nicht gebannt.

Das Feuer war nach einem Blitzschlag in einem Baum ausgebrochen. Wegen heftiger Winde breitete es sich rasch aus und wurde vor allem für Autofahrer auf einer Nationalstraße zur Todesfalle, als das Feuer ihre Wagen einschloss. Auch Hunderte von Tieren starben, Dutzende Häuser wurden zerstört.

Das Hilfswerk Caritas International startete ein Hilfsprogramm für die Krisenregion. Als Soforthilfe stelle sie 200 000 Euro bereit, teilte die die katholische Wohlfahrtsorganisation in Freiburg mit. Zudem werde deutschlandweit zu Spenden aufgerufen. Mit dem Geld sollten Betroffene mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln versorgt sowie der Wiederaufbau von Häusern finanziert werden.

@ dpa.de