Falls auch in den kommenden Tagen keine Bewegung in den Tarifkonflikt komme, «werden Arbeitskampfmaßnahmen noch im August wohl unvermeidlich sein».
Cockpit verhandelt am Dienstag und Mittwoch wieder mit den Arbeitgebern. Über den Ort der Gespräche wurde Stillschweigen vereinbart, wie ein Air Berlin-Sprecher auf ddp-Anfrage sagte. Anlass für Warnstreiks durch die Gewerkschaft sehe er nicht. Vielmehr sei man bei den laufenden Verhandlungen auf einem «konstruktiven» Weg, auch für September sei bereits ein weiterer Gesprächstermin geplant. Trotz eines wegen der Flugausfälle wegen der Aschewolke «schwierigen Jahrs» sei Air Berlin «willens Verbesserungen beim Manteltarif zu vereinbaren», sagte der Sprecher. In den vergangenen Wochen habe man sich mit der Gewerkschaft bereits angenähert.
Die Pilotengewerkschaft teilte am Montag unterdessen weiter mit, dass sich 99 Prozent aller Air Berlin-Piloten bei einer Urabstimmung hinter die aktuelle Tarifpolitik ihrer Gewerkschaft gestellt hätten. Bei der Air Berlintochter LTU seien es 97 Prozent gewesen. Seit Februar lägen die Forderungen der Gewerkschaft auf dem Tisch, betonte VC. Nun müsse Bewegung in den Konflikt kommen.
Strittige Punkte seien unter anderem die täglichen Änderungen der Dienstpläne des Cockpitpersonals und eine von der Gewerkschaft geforderte verstärkte Flugbesatzung bei Langstreckenflügen. Bei anderen deutschen Airlines sei es üblich, auf langen Strecken einen dritten Piloten einzusetzen, betonte die Pilotengewerkschaft. Bei Air Berlin müssten indes nur zwei Piloten Ziele im Westen der USA, Fernost und Südafrika, anfliegen. Dies sei «nicht mehr akzeptabel».
ddp


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