Verdachtsmomente gegen eine bestimmte Person gebe es derzeit nicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Postgeheimnis, Unterschlagung und Diebstahl.

Am 23. Juli hatte ein Bürger verschmutzte Unterlagen zu den Sitzungsgeldern von Ratspolitikern auf der Straße gefunden. Die alarmierte Polizei stellte daraufhin im Stadtgebiet Abrechnungen von 142 Ratsmitgliedern und sachkundigen Bürgern sicher. Die Unterlagen waren zuvor unter kommunaler Aufsicht gedruckt worden und sollten durch einen städtischen Fahrer in die kommunale Poststelle gebracht werden. Dort kamen die Dokumente aber nie an.

Die Polizei stellte mehr als 180 Schriftstücke sicher, darunter Entgeltbelege der Stadtverwaltung ohne Umschlag und Deckblatt sowie Entgeltbelege über Aufwandsentschädigungen für Mandatsträger. Die Datenschutz-Affäre hatte im Vorfeld der Kommunalwahl zu einem Streit zwischen den Parteien in Dortmund geführt.

ddp/mbo/mwa