Die Ölpreise sind im Zuge einer allgemein schlechten Stimmung an den Finanzmärkten mit nach unten gezogen worden, erklärte der Rohstoff-Experte Thorsten Proettel von der Landesbank Baden-Württemberg die Talfahrt an den Ölmärkten. Weltweit reagierten die Börsen mit Kursverlusten auf die jüngste Entwicklung der Atomkatastrophe in Japan. Die radioaktive Verseuchung wird voraussichtlich das Ausmaß der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl erreichen. Die japanische Atomaufsichtsbehörde hob die Einschätzung des Atomunfalls von Stufe 5 auf die höchste Stufe 7 an. Die Investoren würden nun starke Auswirkungen auf die japanische Wirtschaft und auf den Welthandel insgesamt befürchten, hieß es von Händlern.
Trotz des aktuellen Preisrutsches bleibt das Niveau der Ölpreise aber nach wie vor hoch. Am Markt wachsen daher laut Commerzbank zudem die Sorgen, dass die hohen Preise die Nachfrage abbremsen könnten. So seien beispielsweise die Tankstellenpreise in den USA zuletzt deutlich gestiegen. Außerdem seien die Sorgen von der Abwärtsrevision der US-Wachstumsprognose durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) am Montag verstärkt worden. Auch der IWF warnte davor, dass der starke Ölpreisanstieg ein Risiko für die Weltwirtschaft darstelle.
Unterdessen hielt sich der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) über der Marke von 120 Dollar. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Montag im Durchschnitt 120,30 Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.


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