Öko-Landbau im Nordosten erreicht im Bundesvergleich Spitzenwerte: Das landwirtschaftlich geprägte Mecklenburg-Vorpommern hat sich bundesweit zu einem Vorreiter im Öko-Landbau entwickelt. Dank kontinuierlicher Förderung ökologisch arbeitender Betriebe nehme die Landwirtschaft inzwischen Spitzenplätze im Bundesvergleich ein, sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD) am Dienstag in Schwerin.
Vergrößern Ă–ko-Landbau im Nordosten erreicht im Bundesvergleich Spitzenwerte | Bild: © dapd

Schwerin (dapd-lmv).

So wirtschafteten bereits 17 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe nach strengen ökologischen Kriterien, so viele wie in keinem anderen Bundesland. Aus Mecklenburg-Vorpommern kämen derzeit jeweils 20 Prozent des deutschen Bio-Schweine- und des Bio-Rind-Fleischs. Außerdem werde etwa jedes vierte deutsche Bio-Ei im Land gelegt.

Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der landwirtschaftlichen Nutzfläche beträgt inzwischen neun Prozent. Damit liege Mecklenburg-Vorpommern nach Brandenburg, dem Saarland und Hessen auf Platz vier, sagte der Minister. Ziel sei es, dass im kommenden Jahr jeder zehnte Feldhektar ökologisch bewirtschaftet werde.

Backhaus verwies darauf, dass das Land jährlich etwa 15 Millionen Euro Ökoprämie zahlt, deutlich mehr als zum Beispiel Nordrhein-Westfalen, wo dafür zehn Millionen Euro zur Verfügung stünden. 'Entscheidend ist, dass die Fördersätze auf die regional spezifische Wertschöpfung der konventionellen Landwirtschaft abgestimmt werden, damit ein ausreichender Anreiz für den Umstieg gegeben ist', sagte der Minister.

Die ökologische Tierhaltung wird nach Angaben des Ministeriums vom Land mit dem maximal zulässigen Fördersatz von 35 Prozent der Projektkosten unterstützt. Die Einrichtung eines Hofladens werde mit mindestens 10.000 Euro gefördert, damit auch kleinste Landwirtschaftsbetriebe vom Öko-Landbau profitierten.

dapd