DJ Wintershall verhandelt weiter mit Gazprom über Lieferverträge WYBORG (Dow Jones) Die Wintershall AG verhandelt weiter mit dem russischen Gazprom-Konzern über die Flexibilisierung der Gaslieferverträge. "Wir sind in der Endphase der Verhandlungen", sagte Rainer Seele, der für die Gas- und Ölfördertochter der BASF SE verantwortlich ist, am Freitag anlässlich des Baubeginns der Ostseepipeline Nord Stream. "Die oberste Priorität in den Verhandlungen hat nicht der Preis", erklärte Seele. "Das Problem liegt bei den Mengen, denn am Markt gibt es ein Überangebot", sagte er. Zum einen hat sich die Nachfrage während des Konjunkturabschwungs abgeschwächt, zum anderen kommt mit Gas aus Schiefergestein oder Flüssiggas zusätzliches Angebot auf den Markt. Seele sagte, dass er in den Verhandlungen mehr Flexibilität seitens Gazprom anstrebe. Bei den langfristigen Lieferverträgen, die derzeit noch an den Ölpreis gekoppelt sind, müsse der Preis wettbewerbsfähig sein. Ob sich die Verträge am Ölpreis orientierten oder nicht, sei dabei nicht die Frage, ergänzte er. In den vergangenen Monaten hat Gazprom die Verträge mit europäischen Abnehmern wie etwa der E.ON-Tochter Ruhrgas neu verhandelt. Die Kunden hatten wie Wintershall mehr Flexibilität bei Mengen und Preisen verlangt. Gazprom hatte daraufhin unter anderem die Ölpreisbindung teilweise aufgehoben und stattdessen einer Orientierung am Marktpreis für die kurzfristige Beschaffung zugestimmt. Webseite: www.wintershall.de www.gazprom.com
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