Nullrunde für Rentner in diesem Jahr: Die rund 20 Millionen Rentner müssen in diesem Jahr mit einer Nullrunde leben. Wie das Bundesarbeitsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte, ergab sich bei der Rentenanpassung rechnerisch eine Verringerung der Bruttorenten von 2,1 Prozent in Westdeutschland und von 0,54 Prozent im Osten.
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Durch die gesetzliche Schutzklausel sei aber sichergestellt, dass die Renten nicht sinken werden, obwohl die Löhne aufgrund der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr gesunken sind. Die Rentengarantie war 2009 von der großen Koalition eingeführt worden.

Der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität, Gunnar Winkler, kritisierte, die Nullrunde komme einer «realen Rentenkürzung» gleich: «Selbst wenn die Bruttorente gleich bleibt, werden die meisten Rentner in diesem Jahr weniger Geld in der Tasche haben, unter anderem durch die Zusatzbeiträge von Krankenkassen und die drohende Kopfpauschale. Winkler betonte zudem, dass die meisten Rentner wegen niedriger Alterseinkünfte nicht oder nur wenig von Steuerentlastungen profitieren werden. Gleichzeitig müssten sie aber mit höheren Belastungen für Gesundheit und Pflege rechnen.

Berlin (ddp)