Essen (ots) - Endet die Aufklärung der rechtsradikalen Mordserie letztlich mit bloßen Schuldzuweisungen, hätte die Politik den Seriositätstest nicht bestanden. Hier sitzen wirklich alle in einem Boot, die Parteien, Bund und Länder. Da verbietet sich Streit um Akten. Wenn es der Aufklärung dient, dann ist Kooperation geboten, mehr noch: eine moralische Pflicht.Die größere Verpflichtung ist tatsächlich, den Blick nach vorn zu richten: Verfassungsschutz und Polizei neu aufzustellen. Die Politik kann überzeugen, wenn sie Fehler auch bei sich selbst sucht. Immerhin haben sämtliche Regierungen seit 2001 unter dem Eindruck des islamischen Terrorismus - im Affekt - Prioritäten verschoben. Das heißt praktisch: Man hat die rechte Gefahr relativiert. Das war ein (politischer) Fehler.
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