«Das ist zwar noch nicht rekordverdächtig, aber für einen November schon im oberen Bereich», sagte ein Sprecher des DWD. Am wärmsten in einem November sei es in Freiburg bisher am 3. November 2005 gewesen. Damals wurden 21,6 Grad ermittelt.

Rekordverdächtig sind allerdings die Mitteltemperaturen: In Münster wurden im Mittel in diesem Monat 9,0 Grad gemessen - der Rekord liegt bei 8,9 Grad im Jahr 1938. «Wenn es also so weitergeht, könnten in Teilen von Nordrhein-Westfalen die höchsten Mitteltemperaturen in einem November seit dem Beginn Wetteraufzeichnung gemessen werden», sagte der Sprecher.

Zwar seien die Temperaturen in Deutschland zurzeit deutlich zu hoch, Schlüsse auf den Klimawandel lassen sich daraus aus Sicht der Meteorologen jedoch nicht ziehen. Das Phänomen des sogenannten «Martinssommers» sei in Mitteleuropa nichts Außergewöhnliches. Es werde durch große Tiefdruckgebiete über dem Nordatlantik ausgelöst.

Offenbach (dpa)