Mainz/Berlin (dapd). Der FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzende Rainer Brüderle spricht sich für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone aus, verlangt aber mehr Anstrengungen des Mittelmeer-Landes. In der SWR-Talkshow '2+Leif' sagte Brüderle am Montagabend: 'Ich will die gar nicht rausschmeißen. Das Kernproblem Griechenlands ist, dass es nicht wettbewerbsfähig ist. Das kann man nicht lösen, indem man sie mit Geld zuschüttet, sondern indem die sich auf den Weg machen, die unterlassenen Reformen anzupacken.'
Brüderle warnte zugleich vor einer Erlahmung des Reformeifers durch mögliche Neuwahlen in Griechenland. 'Es ist eine griechische Entscheidung, wann sie wählen, aber ich hielte es für sinnvoll, wenn sie sich nicht gerade in einer solchen Phase, wo sie sich zusammenraufen müssen, unmittelbar unter Wahlkampfdruck setzen.' Es sei schwer, drei Monate vor Wahlen solche Entscheidungen parlamentarisch zu verkraften.
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sagte der 'Bild'-Zeitung: 'Weitere Hilfe für Griechenland macht nur Sinn, wenn die zugesagten Reformen endlich umgesetzt werden. Das müssen alle Parteien in Griechenland akzeptieren.'
dapd


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