Öl, Gas

CARACAS - Der venezolanische Erdölkonzern PDVSA hat einen Teil seiner fälligen Anleihen in längerfristige Bonds umgetauscht.

24.10.2016 - 21:48:25

Venezuelas Erdölkonzern streckt Anleihen und verschafft sich Luft. Rund 39 Prozent der Gläubiger hätten das Angebot akzeptiert, teilte das Staatsunternehmen am Montag mit. Damit kann PDVSA Rückzahlungen in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar bis 2020 aufschieben und verschafft sich etwas Luft.

"Unsere Gläubiger vertrauen in die Stabilität und Transparenz von PDVSA", sagte Konzernchef Eulogio del Pino. Zuvor hatte der Ölkonzern erklärt, ohne den Anleihenumtausch in Schwierigkeiten zu geraten. Die Ratingagentur Moody's hatte gewarnt, dass einem Crash bei PDVSA die Staatspleite folgen könnte.

PDVSA hatte ausländischen Gläubigern angeboten, 2016 und 2017 fällige Schuldtitel im Wert von 5,3 Milliarden US-Dollar (4,8 Mrd. Euro) in Papiere umzutauschen, die erst 2020 fällig werden. Für die länger laufenden Bonds hatte der Konzern 8,5 Prozent Zinsen angeboten. Die Offerte wurde dreimal verlängert, weil die Gläubiger offenbar nur zögerlich eingestiegen waren.

Um die Kreditgeber von dem Anleihentausch zu überzeugen, hatte PDVSA seinen attraktivsten Unternehmensteil ins Spiel bringen müssen. Die Zahlungen auf die Papiere werden nun von der US-Tochter Citgo garantiert.

PDVSA leidet unter den niedrigen Ölpreisen. Derzeit kostet ein Barrel (159 Liter) venezolanisches Öl rund 43 Dollar. Zuletzt reiste Präsident Nicolás Maduro nach Aserbaidschan, Iran, Saudi-Arabien und Katar, um ein Bündnis für höhere Ölpreise zu schmieden.

Außerdem hat der Konzern in den vergangenen Jahren versäumt, in moderne Fördertechnik und Raffinerien zu investieren. Die marode Infrastruktur hat die tägliche Fördermenge offiziell auf 2,4 Millionen Barrel pro Tag für den Export sinken lassen - es kann aber noch weniger sein. 2015 fielen laut Geschäftsbericht von PDVSA die Einnahmen von 122 Milliarden auf 72,2 Milliarden Dollar.

@ dpa.de

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