Industrie und Handel, Energie und Umwelt

biorespect, Basel

06.12.2016 - 17:16:00

Gentech-Moratorium erneut nur verlängert

Logo: biorespect
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Basel (pressrelations) -
Gentech-Moratorium erneut nur verlängert


Heute Dienstag sprach sich der Nationalrat mit einer knappen Mehrheit für die Verlängerung und gegen ein unbefristetes GVO-Anbaumoratorium aus. biorespect geht dieser Entscheid zu wenig weit. Der Verein wird sich deshalb auch weiterhin für ein komplettes Anbauverbot bezüglich gentechnisch veränderter Nutzpflanzen und eine gentechnikfreie Schweiz einsetzen.

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) hatte sich im Vorfeld der Debatte für ein unbefristetes Moratorium ausgesprochen. Angesichts der kritischen Haltung der Bevölkerung gegenüber gentechnisch veränderten Lebensmitteln wäre dies nur folgerichtig. Doch der heutige Entscheid zeigt, dass man Angst davor hat, sich längerfristig festzulegen. Dies, obwohl zurzeit auf Jahre hinaus keine nutzbringenden Gentechpflanzen in Sicht sind - zu lange dauert deren Entwicklung und der Prozess der Risikobeurteilung.

Eine klare Abfuhr erhielt hingegen die gesetzliche Verankerung der Koexistenz. Die Vorlage des Bundesrats beabsichtigte, den Anbau von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen in definierten Gebieten nach Ablauf des Moratoriums im Jahr 2021 zu erlauben. Doch die heutige Debatte hat es einmal mehr gezeigt: Die Koexistenz ist für die kleinräumige Schweizer Landwirtschaft kein gangbarer Weg. Zu gross ist das Risiko, dass der wichtige Qualitätsstandard gentechfrei, auf den die Schweizer Landwirtschaft ausgerichtet ist, gefährdet wird. Die Koexistenz würde ausserdem eine Verteuerung der Lebensmittelproduktion nach sich ziehen, da die Warenflüsse von GVO-Lebensmitteln strikt von denen aus konventionellem Anbau getrennt werden müssten. Dies macht den Anbau und den Vertrieb von GVO-Lebensmitteln für die Bauern wie auch für die Grossverteiler unattraktiv.

Die Verlängerung des Moratoriums sichert der Schweiz für weitere vier Jahre eine gentechnikfreie landwirtschaftliche Produktion. Doch dies ist kein Garant für eine vollumfänglich gentechfreie Schweiz. Denn die Einfuhr und der Verkauf von genmanipulierten Lebens- und Futtermitteln mit entsprechender Zulassungsbewilligung und Kennzeichnung sind weiterhin erlaubt. Tatsächlich aber verzichten Schweizer Bauern freiwillig auf gentechnisch veränderte Futtermittel sowie Grossverteiler auf den Verkauf von Gentech-Food. Diese Haltung ist dem langjährigen Engagement gentechnikkritischer Organisationen wie biorespect zu verdanken. Auch ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung lehnt die Gentechnik im Lebensmittelbereich nach wie vor ab.

biorespect wird sich deshalb auch weiterhin vehement für eine gentechnikfreie Landwirtschaft einsetzen, die lokal ausgerichtet und ressourcenschonend ist sowie sozial- und umweltverträglich Lebensmittel produziert.


Pressekontakt:
Pascale Steck/Carmen Hitz
T 061 692 01 01
info@biorespect.ch

biorespect

  


Diese Pressemitteilung wurde zur Verfügung getstellt von der pressrelations GmbH.

  

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